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Bildungsministerin Anja Karliczek: Die Unsichtbare
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Fast ein Jahr ist sie schon im Amt, doch ein richtig klares Profil hat sie noch nicht entwickelt: Bildungsministerin Anja Karliczek kämpft um politische Sichtbarkeit - und um ihren Ruf.

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brunellot 12.02.2019, 09:44
1. Klare Fehlbesetzung

Als gelernte Hotelfachfrau und BWL-Absolventin der Fernuni Hagen ist Frau Karliczek möglicherweise als Bildungsministerin unterqualifiziert. Ich befürchte, die Dame wurde aus Quoten - und Proporzgründen auf diesen Posten gehievt. Das kann man zwar machen, ist natürlich aber nicht zielführend, wenn hinten dabei nicht das gewünschte Ergebnis herauskommt. Ich hätte eigentlich gehofft, dass es in den Reihen der CDU/CSU Kandidaten mit mehr Format und mehr Erfahrung im Bildungssektor gibt. Das war offensichtlich ein Trugschluss...What a disaster!

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isi-dor 12.02.2019, 09:52
2. Dringend erforderlich!

Frau Karliczek könnte ihre Reputation und Wahrnehmung deutlich erhöhen, wenn sie endlich ihrer Pflicht nachkommen würde und den Qualitätspakt Lehre verstetigen würde, damit diejenigen eine Perspektive haben, die in den seit 8 Jahren laufenden Projekten hervorragende Arbeit zur Verbesserung von Lehre und Studienbedingungen leisten. Diese Leute sind hochqualifiziert und brauchen dringend eine Beschäftigungssicherheit, sonst sind sie alle weg und das schadet den Hochschulen.
Ohne diese Projekte bricht an vielen Hochschulen die Qualität zusammen und die Akkreditierenungen der Studiengänge sind genauso in Gefahr, wie die Serviceleistungen für die Studierenden.

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Nordstadtbewohner 12.02.2019, 09:53
3. Handwerk vs. Hochschulen

"◾Bei der selben Gelegenheit kündigte Karliczek an, die neuen Abschlüsse "Berufsbachelor" und "Berufsmaster" einführen zu wollen. Handwerksvertreter fühlten sich aufgewertet und waren angetan, die Hochschulszene dagegen reagierte mit scharfer Kritik."

Da passt eigentlich nichts zusammen. Der gemeine Handwerksvertreter hat nicht studiert und folglich kaum Wissen im/ vom Bereich der Hochschulbildung. Ebenso verhält es sich bei Frau Karliczeck. Eine gelernte Hotelfachfrau kann sich nicht in die Welt von Uni-Rektoren hinein versetzen. Das sind einfach zwei Welten. Der Posten des Bundesbildungsministers/ der Bundesbildungsministerin war seit jeher die Hochschulbildung. Dafür fehlen ihr einfach die Grundlagen. Ebenso verhält sich das bei den Handwerksvertretern. Das sind häufig Meister, die Meister ihres Fachs sind, aber Mangels Wissen nicht den Intellekt eines Hochschulabsolventen erreichen. Frau Karliczeck ist nicht unsympathisch, aber für ihr Amt, wie es der Artikel schon beschreibt, nicht wirklich geeignet.

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nochnestimme 12.02.2019, 10:03
4. Aha, nett und umgänglich...

Das ist für die Beschreibung einer Bundesministerin wohl etwas dürftig. Sie ist zwar nicht der einzige Schwachpunkt in diesem Kabinett (Scheuer ist z. B "noch besser"), aber mit Abstand die Ahnungsloseste. Sie kann mit dem ihr anvertrauten Arbeitsfeld aber so gar nichts anfangen. Nach einem Jahr muss man mehr an Sachkenntnis erwarten dürfen. Jeder andere Arbeitnehmer wird nach spätestens einem halben Jahr Probezeit an die Luft gesetzt. Okay, für Minister und Ministerinnen gilt in der Regel 4 Jahre.

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Ontologix II 12.02.2019, 10:03
5. Gleiche Qualifikation wie Annette Schavan

Wikipedia über Frau Karliczek:
Der Spiegel und andere Medien vermuten, dass sie das Amt deswegen bekommen habe, „weil sie eine Frau und katholisch ist – und aus Nordrhein-Westfalen kommt“.

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mafreschi 12.02.2019, 10:04
6. Tja, hätte Sie mal nicht die Staatssekretärin...

... geschasst, gleich ein paar Tage nach Amtsübernahme. Die war mit allen Wassern gewaschen, gut vernetzt und glänzte mit Wissen über das Bildungssystem in Deutschland. Wäre eine gute Hilfe gewesen. Würde mich schon interessieren, warum die neue Ministerin in diesem Punkt so schnell war, sich aber in sehr vielen anderen Punkten keine Meinung leistet.

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isi-dor 12.02.2019, 10:05
7.

Frau Karliczek könnte ihre Reputation und Wahrnehmung deutlich erhöhen, wenn sie endlich ihrer Pflicht nachkommen würde und den Qualitätspakt Lehre verstetigen würde, damit diejenigen eine Perspektive haben, die in den seit 8 Jahren laufenden Projekten hervorragende Arbeit zur Verbesserung von Lehre und Studienbedingungen leisten. Diese Leute sind hochqualifiziert und brauchen dringend eine Beschäftigungssicherheit, sonst sind sie alle weg und das schadet den Hochschulen.
Ohne diese Projekte bricht an vielen Hochschulen die Qualität zusammen und die Akkreditierenungen der Studiengänge sind genauso in Gefahr, wie die Serviceleistungen für die Studierenden.

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rambazambah 12.02.2019, 10:19
8. Ganz was Neues!

Eine überforderte Ministerin... ach... noch eine? Ich hätte da mal einen ganz abgefahrenen Vorschlag für unsere Politiker: Also, wie wäre es, wenn die Ministerposten zur Abwechslung mal an jemanden gehen, der wenigstens so ein bissl Ahnung vom Resort hat? Wäre doch echt supi, wenn jemand der Verteidigungsminiter werden will, wenigstens eine Grundausbildung - oder ein paar Jahre in der Truppe - absolviert hat, damit er/sie einen realen Einblick hat. Als Bildungsminister reicht die Qualifikation "hat mal ne Schule besucht" einfach nicht aus, genauso wie es für einen Landwirtschaftsminister nicht reicht, irgendwann mal Traktor gefahren zu sein, sondern man sollte Einblicke in den schulischen Bereich, wie auch den Bereich Ausbildung, Handwerk und Universität haben. Da hier in D jedes Bundesland sein eigenes Bildungssüppchen kocht, ist das natürlich sehr aufwändig, denn die Unterschiede werden schon in der Lehrerausbildung klar. Werden die Ausbildungen in einem Bundesland voll anerkannt, wird sie es im anderen Bundesland nicht. Wir hatten das Problem, dass MeckPomm uns auflaufen ließ und wir - die wir gewillt waren in die bevölkerungsärmste Region zu ziehen, der eine als Lehrer (Stelle war sicher) und die andere als Verwaltungsangestellte (Jugend- und Familienfürsorge) - von Frau Schlesig (Danke nochmals fürs Nichtstun) am langen Arm verhungern gelassen wurden. Aber das ist eine lange Geschichte für sich. Fakt ist, dass es die staatlichen Zwischeninstitutionen (Bildungsministerien, Staatskanzleien) waren, die willigen Leuten dermaßen Knüppel zwischen die Beine werfen, dass der Wechsel zwischen den Bundesländern (wie hier von BaWü nach MeckPomm) nicht möglich war und wir auf einem Berg Schulden und auf einem noch höheren Berg Erkenntnis "zur Einsicht" gebracht wurden und es bleiben ließen. Zu allererst muss der Förderalismus in Deutschland abgeschafft werden und ein einheitliches Bildungs- Ausbildungs- Anerkennungssystem geschaffen werden. Sonst werden die Regionen, wo keiner hin will und wenn doch, daran gehindert wird, bald ausbluten (die Stelle, um die es vor gut 2 Jahren ging, ist übrigens noch immer unbesetzt) und es werden sich in allen Bundesländer kleine Eliteschuleinrichtungen finden, die Schere wird immer größer, Deutschland wird bei PISA immer weiter nach hinten rutschen.
Kurz, liebe Frau Bildungsministerin: Sie haben jede Menge Arbeit! Suchen Sie sich fähige Leute (anders als ihre Amtskollegin vdL) und legen Sie los!

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manskyEsel 12.02.2019, 10:20
9. Lasst sie in Ruhe!

Nanu aber: Was hinten rauskommt, kann man in der Regel vorne nicht gebrauchen und daß eine Politikerin weniger Öffentlichkeitsgeil ist, als andere, kann man ihr angesichts der Schwierigkeiten ihres Sachgebietes wohl kaum vorwerfen.

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