Forum: Leben und Lernen
Bildungspolitik in NRW: Sechs, setzen!
DPA

Das rot-grüne Scheitern in NRW manifestierte sich für viele Wähler auf den Schulhöfen: Inklusion, G8/G9, Integration. Dabei hatte die Koalition am Anfang gerade hier gepunktet. Was ist da schiefgelaufen?

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belein 15.05.2017, 15:27
1. Sie haben es vermasselt

Aus der Ferne scheint mir der innenministerielle Eiertanz die Hauptursache der krachenden Wahlniederlage zu sein. Wer sich so "doof stellt" und bei nachgewiesenermassen falschen oder zumindest schlechten Entscheidungen nicht einlenkt, gegensteuert oder sonstwie angemessen reagiert hat in der Regierungsverantwortung nichts verloren.

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stefan.martens.75 15.05.2017, 15:27
2. Es geht nicht um Inklusion oder nicht!

Es geht um funktionierende Konzepte und klare und konsequente politische Entscheidungen.
Ihr wollt Inklusion? Die Integration von schwachen und förderungsbedürftigen Schülern in Leistungsklassen?
Dann zahlt verdammt nochmal das Geld, dass dafür notwendig ist ohne die Klassen/Schüler und Lehrer zu überfordern!
Dazu ist Rot/grün aber zu Feige denn irgendwo muss das Geld ja herkommen!
Mit irgendwem muss man sich da anlagen um seine Ideale zu finanzieren.
Also kommt Inklusion ohne Mittel und ohne Fundament als Ideologie.
Kann nicht funktionieren und muss Schäden verursachen.

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steellynx 15.05.2017, 15:31
3.

Mein Vater war bis vor kurzem Gymnasiallehrer, seine Freundin ist noch Grundschullehrerin. Ich habe noch einige Freunde und Bekannte mit diesem Beruf. Niemand sagt, dass Inklusion eine gute Idee wäre. Das geht zu Lasten aller, sowohl der Nerven der Lehrer, der anderen Kinder und auch der inkludierten. In seltenen, harmloseren Fällen ging das recht gut, in schweren Fällen war teilweise gar kein Unterricht möglich. So gern ich allen Menschen gleiche Rechte geben würde, so sehr bin ich auch der Meinung, dass Förderschulen keine Strafe sind. Es ist schlicht die bessere Wahl für alle. Wer das aber garantiert nicht wahrhaben will sind Eltern. Die wahrscheinlich mit Abstand unreflektierteste Bevölkerungsgruppe der Welt, sofern es um den eigenen Nachwuchs geht.

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sachfahnder 15.05.2017, 15:35
4. Nicht nur

... der "Blaue" Brief wurde ignoriert und nun ist die Versetzung fehlgeschlagen, es muss wiederholt werden ...

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RioTokio 15.05.2017, 15:37
5. Inklusion

Es geht nicht einmal um die "fehlende" finanzielle Ausstattung für ein Gelingen der Inklusion.
Was will man mit viel Ausstattung erreichen?
Miniklassen oder zwei Leher gleichzeitig in einer Klasse?
Selbst wenn das gegeben ist, bleibt es unverständlich wie gleichzeitig der Stoff unterschiedlichster Lernlevel und -geschwindigkeiten vermittelt werden kann.
Zumindest für geistig behinderte Kinder scheint eine spezielle Förderung durch speziell geschulte Lehrer am Besten. Das wurde aber gerade abgeschafft.
Was den schönen Nebeneffekt hatte, dass man Förderschulen einsparen kann.
Welchen Nutzen Regelschüler von einer Inklusionsklasse - jenseits von Kuschelpädagogischen Vorstellungen haben soll - erschließ sich nicht.

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the_tetrarch 15.05.2017, 15:37
6.

Inklusion besteht nicht aus: Klassensaal auf, alle rein, Tür zu - und dann sieht zu, wie Du klar kommst.
Das bewirkt präzise eines: Dass jetzt alle die Nase voll von "Inklusion" haben.
Ich verstehe nicht, was es an dem Chaos schönzureden gibt.

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Dark Agenda 15.05.2017, 15:41
7. Manchmal funktioniert die Demokratie noch

Hier hat mal kein Populistenunsinn oder geleakte Daten die Wahl entschieden.
Es sind zwei demokratische wenn auch unvollkommene Kandidaten angetreten.
Die Regierung hat Fehler gemacht und wurde folgerichtig vom Wähler bestraft.

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rocky_heike 15.05.2017, 15:46
8. Wo ist das Konzept ?

Es geht nicht nur um Geld. Aus meiner Sicht ist die ganze Ebene zwischen Ministerin und den Schulen vor Ort ein Komplettausfall gewesen. Was sind denn da für Konzepte gemacht worden? Man kann nicht nur Geld bereitstellen, den Schulen sagen, nun seht mal zu, und das dann Dezentralisierung nennen. Im Schulbetrieb sind Sanktionen nur möglich, indem man weglobt. Und so wird die Ebene der Schuladministration zu einem Sammelbecken von Pfeifen. Daran wird auch die neue Regierung kaum was ändern.

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blume4000 15.05.2017, 15:48
9. Es wird nicht besser

Das Schulsystem wird immer mehr kaputt Repariert. Statt Lösung werden die Schulabschlüsse immer weniger wert. Mal sehen bis wann die Verkäuferin das Abitur benötigt. Und Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein, sondern zu kleinen Erwachsenen die unter Hochdruck lernen müssen. Mit 16-17 Jahren mit der Schule fertig und letztendlich sind die noch nicht bereit für das Berufsleben. Zu schnell, zu wenig Orientierung, das könnte man alles einbauen. Und die Schüler so vorbereiten auf das Berufsleben

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