Forum: Leben und Lernen
CDU-Bundestagsabgeordneter: Hat Frank Steffel abgeschrieben?
DPA

Ein Plagiatsjäger wirft dem Bundestagsabgeordneten Frank Steffel vor, in seiner Doktorarbeit in BWL plagiiert zu haben. Der CDU-Politiker und sein Erstgutachter dementieren.

Seite 1 von 4
sven2016 31.05.2018, 13:50
1.

Zumindest in Naturwissenschaften haben sich die Vorschriften für die Zitierweise seit den 90ern nicht dramatisch geändert.

Wenn man nur erahnen kann, dass zitiert wird, reichte das sicher nicht aus.

Auch wenn Fachbereiche das durchschlampen ließen, war es nicht korrekt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
labellen 31.05.2018, 14:06
2. Selbstverständlich galten in den

90ern dieselben Zitierungsregeln wie auch heute.
Die Replik des Gutachters ist abstrus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dudenquatscher 31.05.2018, 14:15
3. Promotion???

Man beachte bitte auch einmal Inhalte und Themen socher "Promotionen", insbesondere die unserer Politiker. Das reicht in den Naturwissenschaften von Neuheitswert und wissenschaftlicher Höhe nicht einmal für eine Jahresarbeit, einfach lächerlich, was da als Promotion durchgeht. Bei Ärzten ist es ja leider ähnlich. Wenn ich erlebe, wie sich Chemiker, Physiker und Mathematiker für eine Promotion krumm machen, dann kann ich über Steffel und Konsorten nur lachen. Und dann schreiben die auch noch ab?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PaulchenGB 31.05.2018, 14:33
4. Hat es jemals einen Nobelpreis für eine Dissertation gegeben?

Eine Dissertation besteht zu 70% aus Ausführungen über den Forschungsstand mit Minder- und vorherrschender Meinung, die in eigenen Worten mit dem Hinweis "vgl." oder durch Zitate mit Anführungszeichen wiedergegeben, gekennzeichnet werden. Daraus wird dann ein Forschungsdefizit entwickelt mit neuen Erkenntnissen für die Wissenschaft und/oder Praxis und das ist letztlich das Wesentliche an einer Dissertation: etwas Neues zu "produzieren" und macht von der Seitenzahl in einer Dissertation nur einen geringen Teil aus. Ob es sich lohnt, eine von den jährlich veröffentlichen 25.000 Dissertationen zu lesen, sieht man an der Ergebnisliste am Schluss der Arbeit, denn dort muss etwas "Neues" stehen und dass hat Professor Winterhager festgestellt, denn eine eigene wissenschaftliche Erkenntnis kann man halt nicht zitieren, denn sie ist etwas EIGENES. Zum anderen verstauben die Dissertationen doch sowieso nur in den Regalen und daher sollte man endlich eine Verjährungfrist von 3 -5 Jahren einführen. Die Dissertation von Steffen wurde 1999 anerkannt. Und jetzt nach fast 20 Jahren wird der Dreckkübel ausgeschüttet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stäffelesrutscher 31.05.2018, 15:18
5.

Der Erst»gutachter« urteilt natürlich dabei auch in eigener Sache. Darüber hinaus zeigt sich wieder einmal, dass BWL keine Wissenschaft ist und CSU-Größen einen Doktortitel für Texte nachgeworfen bekommen, der anderswo vielleicht gerade mal für ein Oberstufen-Referat reichen würde. Eine der grundlegendsten Regel wissenschaftlichen Arbeitens ist nämlich, Formulierungen wie »praktisch alle«, »unheimlich viele« und ähnlichen Schmonzes zu vermeiden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
specialsymbol 31.05.2018, 15:20
6. Nicht in den 90ern gab es andere Zitierregeln..

.. es gibt andere Zitierregeln für Politiker, wenn sie Erfolg haben (also mindestens einen einflußreichen Posten).
Das gab es allerdings, wie der Herr Professor treffend erkennt, vermutlich schon immer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shalom-71 31.05.2018, 15:25
7. Prof. Winterhager ...

... hat mit seinen Aussagen den anderen Doktoranden
an seinem Lehrstuhl einen Bärendienst erwiesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
buffbuff 31.05.2018, 15:26
8. ganze passagen wortwörtlich abgeschrieben...

... sogar in den originalquellen, die zum abschreiben dienten, sind literaturverweise (die der typ aber weglässt). wenn der prof das wissentlich so akzeptiert oder seine doktoranden in dieser weise anlernt, hätte er nicht wissenschaftler werden sollen. lehre schon gar nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirage122 31.05.2018, 16:11
9. Was soll's?

Sehen wir uns doch mal den Werdegang namhafter Personen an, die sich hier schon in der Vergangenheit besonders hervorgetan haben. Unsere Frau Schavan bekleidet einen sicherlich lukrativen Posten im Vatikan. Besser kann es doch gar nicht laufen, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4