Forum: Leben und Lernen
Comeback der Viehhirten: Endlich frei
Joan Alvado

Sie sind jung, kommen aus der Stadt - und haben Sehnsucht nach dem einfachen Leben: Der Beruf des Viehhirten erlebt in den Pyrenäen einen Aufschwung. Statt Büro-Stress gibt es ehrliche, harte Arbeit.

Seite 1 von 3
veritas31 04.08.2017, 10:46
1. neuer Trend

Ich sehe ganz allgemein den neuen Trend kommen, dass sich die junge Generation wieder "zurück zur Natur" begibt. Die letzten Jahre waren geprägt von kompletter (urbaner) Vernetzung und allem was dazu gehört und nun gibt´s den entsprechend harten Turnaround.
Sobald die Industrie herausfindet, wie man damit Geld verdient, wird es der nächste riesen Hype werden - bis dann wieder was neues kommt.
So war es immer und so wird es immer sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
upalatus 04.08.2017, 11:05
2.

Vorstellen kann man sich viel, zählen tut das reale Handeln. Mir fehlt in dem Artikel die Angabe, wieviele nach der Hirtenschule real eine Existenz als Hirte leben. Eine definiert begrenzte Zeit einen Job solcher Art zb per Schule auszuüben, ist was völlig anderes, als ihn dann auch für Jahre oder gar lebenslang zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Matttthias 04.08.2017, 11:21
3. Die Sehnsucht nach den einfachen Leben

ist exzellent für die Schule um Einkünfte zu erzielen. Bei Heilpraktikern läuft es ähnlich. Die Schulen machen Umsatz. Sind die Heilpraktikerinnen fertig gibt es eine leere Praxid die nur Miete verzehrt. In den Pyrenäen ist es kalt im Winter. Kein Spass mit Schafen. Kaum jemand wird am Ende diese Langeweile akzeptieren. Die jungen Menschen in der Stadt haben manchmal den Kontakt mit der Realität völlig verloren. Es gibt gute Gründe für Abwanderung aus sterbenden Bergdörfern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
floersche 04.08.2017, 11:30
4.

"Statt Büro-Stress gibt es ehrliche, harte Arbeit."

Büroarbeit ist unehrlich?
Und nicht anstregend?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
deSelby 04.08.2017, 12:32
5.

Zitat von floersche
Büroarbeit ist unehrlich?
"Ehrliche Arbeit" ist ein Verwandter von "ehrlichem Essen", "ehrlicher Musik" etc. pp. es ist de facto eine beliegbig konnotierbare Leerstelle, die frei von jeder Aussage ist, aber gerade dadurch eine gewisse "Authentizität" oder "unmittelbarbeit" von "ganz egal was auch immer" zu "was auch immer man sich unter einer gefühlten unmittelbarkeit von irgendwas vorstellt" vermitteln soll...

...ich vermute ja schon länger, daß man sich dem hinter dieser Variante von "ehrlich" versteckten Selbstbetrug an ehesten nähert, wenn man sich dieses "ehrlich" als Antonym nicht zu "unehrlich " sondern zu "entfremdet" vorstellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pfaffenwinkel 04.08.2017, 13:24
6. Wäre ich jung,

würde ich genau d a s machen. Und dem Rest der Welt den unanständigen Finger zeigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 04.08.2017, 13:37
7. ...

Zitat von floersche
"Statt Büro-Stress gibt es ehrliche, harte Arbeit." Büroarbeit ist unehrlich? Und nicht anstregend?
Der Unterschied ist, ob man es absolut betrachtet, oder relativ. Relativ betrachtet ist aber wirklich auch jede Bueroarbeit weniger hart (also koerperlich herausfordernd und anstrengend), als bei Wind und Wetter und von frueh bis spaet Tiere zu hueten. Das kann man, denke ich, schon sagen. Das heisst nicht, dass jemand, der den ganzen Tag vor dem Rechner sitzt abends nicht auch muede ist. Man muss halt sagen, was man vergleicht.

Was die Ehrlichkeit betrifft...was heisst das schon? Ich wuerde ehrliche Arbeit als Arbeit auffassen, die einem klaren und guten Ziel dient und da ist die Versorgung eines Tieres, mit der Verantwortung fuer dessen Leben, schon auch was anderes als Formular XYZ auszufuellen, um damit einen vielleicht absolut betrachtet sinnlosen Verwaltungsakt auszufuehren. Und da schneiden Buerojobs vielleicht wirklich schlechter ab. Ein Handwerker kann abends sagen, was er gemacht hat und wie das die Welt ganz konkret verbessert hat. Aber ein Buerokrat?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derBob 04.08.2017, 13:42
8. kurzsichtige Denke

Zitat von Pfaffenwinkel
würde ich genau d a s machen. Und dem Rest der Welt den unanständigen Finger zeigen.
Wahrscheinlich aber nur solange, bis Sie das erste Mal die kümmerliche Rente, die Sie noch so einem Job bekommen, in den Händen halten.
Dann werden Sie von "Altersarmmut" faseln und statt dem Effenberg doch die Hand aufhalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 04.08.2017, 13:55
9.

"Statt Büro-Stress gibt es ehrliche, harte Arbeit."

Ehrlich? Im Gegensatz zu den unehrlichen Bürojobs oder wie?

Ich weiß, man romantisiert gerne Berufe, speziell ältere. Aber kann man dafür nicht wenigstens bessere Adjektive wählen? Die meisten Menschen gehen einer ehrlichen Arbeit nach. Da ist kein besonderes Merkmal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3