Forum: Leben und Lernen
Doku über überforderte Eltern: Anna schlägt, kratzt und beißt ihre Mutter
Zorro Film/ if ...Productions

Es gibt Familien, die erleben einen Alptraum miteinander - wenn das Kind sich blutig kratzt, nicht isst. Die Kino-Dokumentation "Elternschule" zeigt einen Ort, wo den Familien geholfen werden kann - wenn Mütter und Väter mitziehen.

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hisch88 04.10.2018, 07:08
1. Der Mix machts!

"Kinder brauchen also Grenzen, ...."
"Weil sie (Eltern) den autoritären Erziehungsstil vergangener Jahrzehnte ablehnen."

Aus diesem Grund, NULL Mitleid mit den Eltern.

Ich hab ausreichend Junge Leute im Berufsleben kennengelernt, die aus solchen anti-autoritären Familien stammen. Meistens noch Einzelkinder.

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damp2012 04.10.2018, 07:13
2. Das klingt ja alles ...

.... ganz plausibel und "nett". Dennoch - wenn Werte innerhalb einer Gesellschaft sich überall dramatisch verändern, dann schlägt sich das auch auf die Erziehung von Kindern nieder. Logische Konsequenz! Ich habe kein Problem, respektvoll und interessiert mit Kindern und Jugendlichen umzugehen - erwarte aber auch eben diesen Respekt mir gegenüber von Ihnen. Dafür scheue ich auch keinen verbalen oder emotionalen Konflikt und eben diesen halten doch die wenigsten "Erwachsenen" aus. Weder mit ihren Kindern, noch mit ihren Eltern, in der Familie oder im Beruf..... Und so wachsen weder Grenzen noch Verständnis.

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napoleonwilson 04.10.2018, 08:08
3. Kinder...

Wir haben selbst zwei geosse Kinder. Aber was derzeit bei manchen Eltern abgeht, das macht sprachlos. Da fliegen coole Instagram Poser mit einem Säugling long distance nach Australien. Sehr zur Freude der anderen Fluggäste. Aber die Bedürfnisse des Säuglings müssen hinten anstehen. Als wir in einem eher exclusiven Speiselokal waren, hat ein Helikopter Daddy das gesamte Restaurant mit seinem 2 jährigen tyrannisiert. Die. zwei waren der Meinung, um 21:30 ein Speiselokal ist ein Kinderspielplatz. Eigentlich suchte der Vater nur verzweifelt Anerkennung.-Meine Gattin ist Psychologin. Ich war eher nur genervt. Im Urlaub fiel uns auf, das junge Eltern Ihren Nachwuchs via Pad ruhigstellen. Ganz übel. Warum schaffen sich diese Leute Kinder an, wenn Sie sich dann nicht mit Ihnen beschäftigen wollen.? Da läuft einiges schief. Darum finde ich kinderfreie Lokale und Hotels sinnvoll. Wir möchten nicht im Urlaub / Freizeit permanent mit den Produkten falscher Erziehung konfrontiert werden.

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ellizza 04.10.2018, 08:13
4. Allerdings Grenzen setzen macht Mühe

Ich finde im Artikel wird Autorität als negativer Begriff rübetgebracht, der darin gipfelt, Verständnis für Eltern zu haben, die doch autoriträre Erziehung aus Jahrzehnten ablehnen. Die Gegenreaktion antiautoritär ist doch gescheitert, und es muss ein Weg in der Spannung zwischen der Autorität der Erzieher und der Wahrung der Würde des Zöglings gefunden werden.

Das macht Mühe, deshalb sind die angeblichen Skrubel gegen Autorität nichts weiter als Kaschierung der eigenen Faulheit gepaart mit der fatalen Ansicht, dies würde dem Kind eher sogar guttun. Dabei ist es Aufgabe des Kindes mit seinem Drang alle Möglichkeiten zu erkunden und Grenzen auszutesten. Sei es Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit (es will immer gewinnen, wird aber irgendwann verlieren und muss damit umgehen lernen) oder gesellschaftliche, was darf ich wann und warum. Und was muss das Kind lernen, Schule ist durchaus kein Ort des Vergnügens, sondern Garant des Wohls der funktionierenden Gesellschaft.

Wanderungsbewegungen heute sind vor allem Wanderungen in erfolgreiche Gesellschaften. Deswegen ist Erziehung beileibe nicht das private Vergnügen oder Versagen der Eltern, sondern Hartz IV gibt es nur in einer funktionierenden Gesellschaft auf der Basis von Leistung und Achtung (Autorität).

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palimpalom 04.10.2018, 08:14
5. Und...

was meiner Meinung nach dringend dazu gehört: In den meisten Fällen wird zu viel auf die „schwierigen“ Kinder geguckt. Hier vererben sich aber oft nur die Vollmeisen und Lebensuntüchtigkeiten der Elterngeneration:
Da wird sicher mehr über Karriere und Laktose oder Facebook und RTL nachgedacht, als es allen Beteiligten gut tut. Gab es früher nicht. Da ging es ausschließlich um den Alltag. Außer bei den Superreichen und Adelsfamilien... die hatten da auch schon die neurotischsten Kinder.

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stoffi 04.10.2018, 08:15
6. Ein Kind

erzieht man im Kleinkindalter, so wie auch alle Säugetiere ihrem Nachwuchs das beibringen, was sie fürs Leben brauchen. So wie jeder Erwachsenen nicht tun und lassen kann, was er will, so sollte das auch ein Kind nicht dürfen. Regeln und bei Verstoss Konsequenzen helfen dem Kind, später im Leben bestehen zu können. Wer seine Kinder nicht erzieht, schadet ihnen, denn kein Aussenstehender wird Fehlverhalten dulden.
Leider wollen immer mehr Eltern die Freunde ihrer Kinder sein und übersehen dabei, das Kinder genug Freunde ihreres Alters haben. Sie brauchen eine starke Hand, die sie auf den Weg ins Leben begleitet.Respektlosigkeit und Egoismus fördern Eltern, die stets alles mit den Worten:,, ist doch ein Kind" entschuldigen.
Ich spreche aus Erfahrung. Ich bin eine Mutter mehrerer Kinder, die auch noch mehrere Enkel gross gezogen hat. Aus allen ,,ist was geworden"
Meine inzwischen siebzehn jährigen Enkel sagen:,, wir haben die beste Oma der Welt"
Da kann ich wohl nicht viel falsch gemacht haben

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acitapple 04.10.2018, 08:46
7.

Zitat von stoffi
erzieht man im Kleinkindalter, so wie auch alle Säugetiere ihrem Nachwuchs das beibringen, was sie fürs Leben brauchen. So wie jeder Erwachsenen nicht tun und lassen kann, was er will, so sollte das auch ein Kind nicht dürfen. Regeln und bei Verstoss Konsequenzen helfen dem Kind, später im Leben bestehen zu können. Wer seine Kinder nicht erzieht, schadet ihnen, denn kein Aussenstehender wird ......
Sie sollten tunlichst die "starke Hand" dahingehend entschärfen, dass Sie damit keine Schläge oder sonstige Gewalt meinen. Das wird nur allzu gerne missverstanden und schon ist Ihre Argumentation verdrängt.

Natürlich brauchen Kinder Regeln. Erschreckend, dass man sowas überhaupt sagen muss. Was mir in den letzten Jahren stark aufgefallen ist: bei Frauen, die sich mit ihren Müttern verstehen wie mit ihrer besten Freundin, waren Kindheit und Jugend gar nicht so lustig. Deren Mutter war nach Erzählungen sehr streng und da hat es auch oft gekracht. Als Erwachsene sind diese Ihren Eltern dann sehr dankbar. Dann kann man auch Kumpel/ine sein. Niemand hat je behauptet die Aufgabe ein Kind zu erziehen sei eine große Party.

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ferg 04.10.2018, 09:15
8.

Grenzen setzen ist ja nicht gleich automatisch eine autoritäre Erziehung. Da kommt es schon sehr auf das wie an. Bei meiner 4 jährigen reicht es eigentlich in jedem Fall ihr das Problem und warum etwas nicht geht in Ruhe zu erklären. Bei meiner 2 jährigen geht das natürlich nicht. in dem Alter können Kinder Sachen wie Verbote noch nicht wirklich verstehen. einfach mit nem besseren "Spiel" ablenken geht da besser. Mir ist aufgefallen, dass Leute die selbst keine Kinder (mehr) haben häufig keinerlei Vorstellung haben was ein Kind wann lernen kann.

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stoffi 04.10.2018, 09:21
9.

Zitat von acitapple
Sie sollten tunlichst die "starke Hand" dahingehend entschärfen, dass Sie damit keine Schläge oder sonstige Gewalt meinen. Das wird nur allzu gerne missverstanden und schon ist Ihre Argumentation verdrängt. Natürlich brauchen Kinder Regeln......
Um Gottes Willen, mit Schlägen erreicht man gar nichts, im Gegenteil
Eine starke Hand ist was anderes als eine ,,lockere Hand" mit der früher meist erzogen wurde. Eine starke Hand bedeutet Stütze und Hilfe auch in heiklen Situationen. Wer ,,Mist" gebaut hat, muss dafür gerade stehen, darf aber eine starke Hand stets hilfreich an seiner Seite wissen

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