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Ehemalige Leistungssportlerin: "Aus dem Unterricht ist wenig hängengeblieben"
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Im Profisport habe sie mehr gelernt als in der Schule, sagt Steffi Burkhart. Die 32-Jährige sieht sich als Sprachrohr der Generation Y - und plädiert für Schulfächer wie "Glück" oder "Verantwortung".

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pressionist reloaded 09.03.2018, 15:13
1. In der Schule wir Allgemeinbildung vollzogen ...

... und die soll nun auch noch geopfert werden ... damit die Leute noch dümmer und noch mehr der Manipulation des Systems ausgeliefert sind ohne Hinterfragen zu können. Sekundärtugenden kommen zuallererst von zu Hause. Und glücklich werde ich, wenn ich etwas Erschaffen kann. Ich glaube in diesem Interview wird der Bock zum Gärtner gemacht. Solche unqualifizierten und unsausgewogenen Interviews kann spiegel sich sparen. Ich bin auch kein Freund von Frontalunterricht und habe für das Kind auch einen modernen Schultyp gewählt. Aber dennoch ... die Basis müssen Fächer sein, die zum Verstehen und Verändern unserer Umgebung beitragen. Glück und Verantwortung kommen dann von ganz allein!

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td66 09.03.2018, 15:52
2. Irgendwas mit Medien

Ich nehme mal an Frau Steffi Burkhart macht irgendwas mit Medien. Soviel Erfahrung wie die im Profisport gemacht hat, muss einfach für Industrie 4.0 geeignet sein. Denn junge Menschen wechseln sehr oft Ihren Job (ah ja?). Die Schulend sollten weider merh darauf achten, dass Kinder Rechtschreibung, Mathematik und Naturwissenschaft lernen. Da kommt das Glück von ganz alleine!

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grommeck 09.03.2018, 16:22
3. Hier kann man gut sehen und lesen wie das Bildungssystem versagt hat.

Schulfach „Verantwortung übernehmen“...... Geht’s noch! Nicht lesen und schreiben können, von Geschichte keine Ahnung, von Mathe nur addieren wenn’s geht und Rio liegt am Schwarzen Meer, weil Erdkunde ist auch unwichtig. Was für eine Blödsinn.

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werdercale 09.03.2018, 16:38
4.

Nachwuchskräfte, die wissen, was sie wollen und können:

Sieht aus wie 16 und spricht wie eine 12 jährige. Woher sollen die gerade aus der Schule entlassenen wissen was sie wollen ? Das wissen sie oft mit Mitte 20 noch nicht.

Armes Deutschland, ich fürchte um meine Rente.

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t_mcmillan 09.03.2018, 16:41
5.

Schön, dass sie in ihrer Zeit als Profilsportlerin so viel gelernt hat. Aber alles hat seine Zeit. Und die Schule ist für anderes Lernen da. Für die Lehrer wird ihr Vortrag ein Pflichttermin sein. Ich glaube nicht, dass die Schüler sich von ihr wirklich vertreten sehen. "die Wirtschaft braucht dringend mehr Nachwuchskräfte, die wissen, was sie wollen und können: junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und kreativ denken, die motiviert sind und gleichzeitig teamfähig." Um zu wissen, was man kann, muss man erst mal etwas lernen. Auch Verantwortung würde ich nicht einem Jungspund, der sich vor allem für kreativ und motiviert hält, übergeben. Die Knochentour von unten oder eine - nach traditionellen Maßstäben - fundierte Ausbildung (mit oder ohne Studium) wirkt irgendwie solider. Ist aber natürlich uncool. Mit ihrem kreativen Nichtswissen kann man sicher manchen gut machen. Meine ich völlig unironisch. Aber für die meisten wird der Weg über die Ausbildung besser sein.

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ty coon 09.03.2018, 16:46
6. Die Rede einer, bei der es gutgegangen ist

Frau Burkhart ist eine Ausnahmeerscheinung. Vielleicht ist ihr das nicht bewußt. Fast alle Schüler träumen davon, früh von der Schule genommen zu werden, um dann Tennis- oder Fußballprofi zu werden. Dabei merken auch Fußballprofis zum Ende ihrer Karriere, daß ihnen etwas fehlt: Bildung.

Man stelle sich mal Boris Becker beim Jobcenter vor. "Ja, Herr Becker, was können Sie denn?" -- "Ich kann Glück und Verantwortung." -- "Das ist toll, Herr Becker, aber dafür haben wir keine Verwendung. Können Sie denn Möbel schleppen? Da wäre noch was frei." -- "Ööh."

Was ich damit sagen wollte: Unsere Schule ist gut, auch Hochleistungssportler sollten sich um einen Abschluß kümmern. Am Humboldtschen Bildungsideal sollte man nicht so leichtfertig rütteln. Die meisten Schüler haben eben nicht das Glück, neben der Schule früh Karriere zu machen.

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jo125 09.03.2018, 16:59
7. Schon klar

Zitat von td66
Die Schulend sollten weider merh darauf achten, dass Kinder Rechtschreibung, Mathematik und Naturwissenschaft lernen. Da kommt das Glück von ganz alleine!
Rechtschreibung (s. oben) beherrschen selbst manche in der Vorstandsetage eher schlecht. Mit Mathe und Naturwissenschaften kommt das Glück? Das waren in der Schule die mit Abstand langweiligsten Fächer. Aber zugegeben: Beim BWL-Studium war Mathe hilfreich, auch wenn wohl kaum ein Betriebswirt in der Praxis dieses Zeug wieder braucht (ich jedenfalls in 30 Jahren nicht). Und Naturwissenschaften? Fast alles vergessen. Ballast. Da fand ich Geschichte und Deutsch (Literatur) deutlich interessanter.

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deufin 09.03.2018, 17:05
8. Lachen oder weinen?

Die Schule versagt nicht, weil dort keine Verantwortung gelehrt wird, sondern weil den Schülern kein selbstständiges und kritisches Denken gelehrt wird.
Genauso wenig wird den Schülern gelehrt, wie die verschiedenen Themengebiete zusammenhängen. Keiner lernt das große Ganze zu betrachten, was dazu führt, daß jeder nur auf Details schaut, die sich im Einzelnen nicht umsetzen lassen.

Das Schulsystem ist aber mit Absicht so wie es ist, denn die Herrschenden wollen keine kritisch denkenden Menschen, sondern Fachidioten, die von nichts eine Ahnung haben, außer wie sie Ihre Arbeit erledigen.
Wir können ja schon froh sein, daß überhaupt etwas anderes als Rechnen, Lesen und Schreiben gelehrt wird.

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ty coon 09.03.2018, 17:12
9.

Zitat von jo125
Rechtschreibung (s. oben) beherrschen selbst manche in der Vorstandsetage eher schlecht. Mit Mathe und Naturwissenschaften kommt das Glück? Das waren in der Schule die mit Abstand langweiligsten Fächer. Aber zugegeben: Beim BWL-Studium war Mathe hilfreich, auch wenn wohl kaum ein Betriebswirt in der Praxis dieses Zeug wieder braucht (ich jedenfalls in 30 Jahren nicht). Und Naturwissenschaften? Fast alles vergessen. Ballast. Da fand ich Geschichte und Deutsch (Literatur) deutlich interessanter.
Sehen Sie, und ich bin IT-Fritze, und ich habe Geschichte immer gehaßt. Ich weiß gerade noch das Drei-Kaiser-Jahr, oder 333, bei Issos Keilerei, das war es dann auch. Dafür war ich ganz passabel in Blockflöte. Ein Maurer muß nie wieder wissen, was ein Stromkreis ist. Ein Elektriker braucht auch nie wieder die Blockflöte. Ein "Spiegel"-Redakteur muß nicht wissen, wie ein Computer oder ein Netzwerk funktioniert -- Hauptsache, der blöde Mac tut seinen Dienst. Das ist Humboldt: Alle sollten mal in irgendwas reingeschnuppert haben, damit sie, wenn sie erwachsen werden, wenigstens mal so etwas wie eine Berufswahl haben. Als Sie in die Grundschule kamen, wußten Sie wohl auch nicht, daß Sie mal BWLer werden würden. Vielleicht wollten Sie ja auch, wie wir alle Lokführer oder Astronaut werden.

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