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Eltern am Handy: So nutzen Sie Ihr Smartphone, ohne Ihr Kind zu verstören
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Der Blick aufs Handy: verlockend. Doch für Kinder, die Zeit mit ihren Eltern verbringen wollen, ist er oft nervig. Und was tun, wenn die Kleinen selbst nur noch am Smartphone hängen? Sechs Tipps.

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kuschmucki 08.09.2018, 08:16
1. Danke für diesen Beitrag

Die Handynutzung von Eltern in Gegenwart ihrer Säuglinge und Kinder nimmt leider wirklich überhand. Wir spielen mit dem Gedanken in unserem Kindergarten ein Handy-Benutzungs-Verbot einzuführen, damit die Kinder wenigstens in diesem geschützten Raum die Möglichkeit haben die Aufmerksamkeit ihrer Eltern bekommen. Gleichzeitig beobachte ich, dass Eltern die das Handy gar nicht mehr aus der Hand legen können mit ihren Kindern sehr einsilbig sprechen und ihnen gar nicht zugewandt scheinen.

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winterwoods 08.09.2018, 08:19
2.

"Der Blick aufs Handy: verlockend. " - Nö. Versteh ich, ehrlich gesagt, nicht. Ich hab ein Handy, aber brauche es im Alltag fast nie. Mail-Abruf nur auf dem Desktop - wenn ich woanders bin, bin ich eben nicht erreichbar. Telefoniere fast ausschl. via Festnetz - halte die meisten Apps für sinnloses Spielzeug und Web 2.0 nur sehr in Maßen. Verstehe den Handy-Kult vieler Menschen nicht.

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Spiegelleserin57 08.09.2018, 08:35
3. schon sehr traurig ...

dass man die Smartphonenutzung in Gegenwart seiner eigenen Kinder thematisieren muss. Böse formuliert kann man es auch so zusammenfassen: was ist den Eltern wichtiger? Das Kind oder das Smartphone. Dass die Eltern-Kind-Beziehung gestört wird sollte doch jedem Menschen klar sein, Das Kind fühlt sicherlich ungeliebt und ablehnt. Das Smartphone dann wichtiger als das Kind.
Wer so handelt sollte besser auf Kinder verzichten da er dann auch in anderen Situationen seine eigenen Interessen gegenüber dem Kind vorzieht.
Das Kind verkommt zur Nebensache.

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schwäbischalemannisch 08.09.2018, 08:38
4. Früher die Zeitung - heute das Handy

Die Zeiten ändern sich, die Gewohnheiten nicht. Was neu ist, ist dass nun auch Frauen die ganze Zeit über abgelenkt sind. Früher waren es die Väter, die morgens am Tisch Zeitung gelesen haben. Heute nimmt das mit der permanent verfügbaren Info viel mehr Raum ein. Sucht nicht ausgeschlossen. Wie der Vater, so der Sohn.

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reichsvernunft 08.09.2018, 09:14
5. Krank.

Sind wir alle ein Bisschen, aber dieser Taschenkomputer treibt es echt auf die Spitze. Die Dinger sind gebündelte Realitätsvermeidung in einem handlichen, praktischen Paket. Zu dieser Realität gehören auch die eigenen Blagen - und so anstrengend die sein mögen, da hat Vermeidung nix zu suchen. Was macht man denn, wenn man ständig auf seine Taschenwanze glotzt? Wichtige Absprachen treffen? 'ne Nachricht schreiben dauert ein paar Sekunden, lesen hoffentlich trotz verfallender Bildung auch nicht länger. Auf einen wichtigen Anruf warten? Geht auch wenn das Ding sich von allein meldet. Wenn man da länger drauf schaut macht man allgemein eigentlich nur Unsinn, der in dem Moment völlig unnötig ist - der SPON-artikel, den man da kommentieren muss, steht auch nachher noch drin. Das ist kein Eltern-Problem, das ist ein Menschen-Problem, das Kinder besonders hart trifft, weil es so schön kanalisiert wird. Und Kinder selbst haben mit den Dingern mal gar nichts zu schaffen zu haben. Evolutionär sind unsere Hirne durch Sprache und Motorik gewachsen - taktiles Erfassen und manuelles Tun sind wichtige Lernprozesse... ein Fernseher ist nicht interaktiv. Ein klassischer Computer hat keinen Touch-screen und damit eine Abstraktionsebene, die Realität und Darstellung trennt. Kinder mit Smartphones in Kontakt zu bringen hinterlässt dagegen Spuren. Meine Tochter hat als Besuch da war mal auf so einem Pad rumgespielt und danach Wochenlang versucht in der Realität Dinge dazu zu bringen zu hüpfen und zu wobbeln durch antippen und wischen. Toll. "Kindgerecht" gibt es nicht, der Artikel hat mit zehn bis zwölf vermutlich recht. Und bis dahin ist es ein hartes Stück Arbeit Kindern in einer identitätsvernichtenden Umwelt klar zu machen, dass sie mit ihren kleinen Uplinks in der Hosentasche alles machen können, was sie wollen, aber vielleicht wirklich nur tun sollten, was sie wollen - denn am totalen Zugang zu den Medien kommt man nicht vorbei, dann wird halt beim Kumpel mit auf's Phon geschaut, so wie unsere Generation damals beim Kollegen der Nachmittags allein zu Haus war mit vor dem Rechner saß. "Smart"-phone. Klar. Ist eine smarte Investition für Investoren, ob's wirklich so schlau ist, wie die Dinger aufgebaut sind, würde ich mal bezweifeln.

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widower+2 08.09.2018, 09:41
6. Die neue Sucht

Nachdem der Zigarettenkonsum erfolgreich zurückgedrängt wurde, gibt es jetzt die neue Volkssucht namens Handy, die auch schon jede Menge Todesopfer fordert.

Diese sterben nur schon in jüngeren Jahren. Meistens im Straßenverkehr. Zuweilen auch als unschuldige Opfer im Gegenverkehr oder als Beifahrer von Mama und Papa, die sogar dann am Handy daddeln, wenn sie ihre Kinder durch die Gegend kutschieren.

In diesem Bereich sollte es viel mehr Kontrollen und wirklich drastische Strafe geben.

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dr2jh 08.09.2018, 09:44
7. Smartphone ab 12 ist vertretbar?

Wenn es so einfach wäre und wenn man allgemeine Regeln für alle Eltern und Kindern aufstellen könnte. Das ist die allgemeine Idiotie bei Diskussionen, dass man absolute Zahlen verwendet, z.B. ab 12 Jahren oder 30 Minuten. Warum nicht 12,74 Jahre und 32 Minuten? Warum gelten solche Zahlen für alle, unabhängig von der Persönlichkeit?
Wichtig ist der individuelle Umgang und in einem solchen Fall kann ich es vertreten, dass ein Kind sein Smartphone mit 11, eines mit 13 und das andere es mit 12,25 Jahren bekommen hat. Jedes hat zu diesem Zeitpunkt seinen Wunsch geäußert.

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women_1900 08.09.2018, 10:26
8. mein Mitgefühl haben die Kinder

immer wieder sehe ich junge Mütter, die nur einen Blick für ihr Smartphone haben und nicht für ihre Kinder. Wie oft und laut die Kinder auch um Aufmerksamkeit bitten, es nutzt nichts, das Smartphone ist stärker.

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zahlenschubse 08.09.2018, 10:38
9.

Ich (Jahrgang 1979) kann mich sehr gut erinnern, mich als Kind ebenfalls unbeachtet gefühlt zu haben, wenn meine Mutter mich vom Kindergarten abgeholt hat und sich daheim mal kurz (30-60 Minuten) auf die Couch gelegt hat, um sich auszuruhen. Danach stand Haushalt an.
Oder wenn am Wochenende bei Mutter und Vater der Wohnungsgroßputz angesagt war und wir Kinder da auch hinten runter fielen.
Irgendwas ist halt immer...

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