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Eltern-Lehrer-Umfrage: Kinder sollen mehr Werte in der Schule lernen
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Zu starrer Unterricht, zu wenig Zeit: Eltern und Lehrer fordern mehr Freiräume in der Schule, damit Kinder neben Deutsch und Mathe noch ganz andere Dinge lernen.

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spon-1279537853053 09.11.2018, 19:18
1. ach? nee!

Deshalb wird auch in BaWü am Gymnasium das Fach Gemeinschaftskunde gekürzt und dafür Wirtschaft(wichtig für die Karriere und den Weg an die Spitze) und das Fach BOGY(Berufsorientierung am Gymnasium) ab der Klasse 9 eingeführt. Sehr löblich!

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Zitrone! 09.11.2018, 19:40
2.

Was ist denn das wieder für ein Unsinn? Da wird in einer Umfrage nur nach Softskills gefragt, und -- o Wunder -- sowohl Eltern als auch Lehrer meinen, das diese unbedingt gefördert werden sollen. Ja, was auch sonst? Sollen sie vielleicht dagegen sein? Dass für einen solchen Unterricht andere Fächer gekürzt werden müssten, kommt überhaupt nicht zur Sprache. Daher kann man auch nicht den Schluss ziehen, dass die Befragten dann immer noch dafür wären.

Ich denke, in Bezug auf die Förderung sozialer Kompetenz sollten sich die Eltern erstmal an die eigene Nase fassen. Das ist nämlich etwas, das (eigentlich) jedes Elternteil vermitteln könnte -- im Gegensatz zu Mathe, Naturwissenschaften, Fremdsprachen etc. Das ist nicht die primäre Aufgabe der Schule, schlimm genug, dass es heute offenbar nicht mehr ohne geht.

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genugistgenug 09.11.2018, 20:06
3. Vorschlag: Internat für Alle

Wann sollen die Lehrer das alles machen? Von der Qualifikation abgesehen.
Zuerst sollten die Lehrer programmieren unterrichten, dann 1 Jahr weniger Unterricht geben bei denselben Stoff (G8) und nun grundlegende Erziehungsaufgaben übernehmen die zu unseren Zeiten noch zu HAuse gemacht wurden.
Vielleicht sollte man das automatisieren: Sperma/Eizellenabgabe, dann im Labor usgebrütet und dann kaserniert - Eltern zahlen nur noch, bzw. die Behörde.
Würden die Politiker, Lehrer, usw. statt immer neue "Ideen" auszubrüten, diese Zeit für ihre Arbeit nutzen, hätte sich schon vieles getan. Doch wir haben nur noch "Woller" statt "Macher". Und jede neue "Idee" soll das bisherige Versagen nur vertuschen.

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Braveheart Jr. 09.11.2018, 20:09
4. Netter Versuch ...

... die elterlichen Erziehungspflichten bei der Schule abzuladen. Die Schule soll Wissen und Fertigkeiten vermitteln, für die Charakterformung ist sie nicht zuständig. War jedenfalls zu meiner Zeit so. Aber wir durften ja auch noch nicht nach Gehör schreiben. Sondern richtig. Und meine Lehrerin in der Grundschule (3.Schuljahr) hat mir im Aufsatz knallhart eine 2 verpaßt, nur weil ich bei "Portemonaie" ein "n" vergessen hatte. Danach kam der Direktor und hat mich in die 4.Klasse mitgenommen, wo ich den ganzen Aufsatz vorlesen mußte. Weil er so gut war. Mann, waren meine Ohren rot!

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aurora77 09.11.2018, 21:09
5. Werte müssten auch gelebt werden

Vielleicht sollte man weniger versuchen, die Werte in der Theorie zu besprechen, sondern sie leben. Eigenverantwortung und Selbständigkeit würden sich besser entwickeln, wenn Schüler selbständiger lernen könnten, ähnl. wie beim Montessorikonzept. Konfliktlösung lernt man am besten am Vorbild. Wenn der Lehrer Konflikte mit Schülern löst, indem er seine Machtstellung nutzt und einseitig bestraft, lernen Kinder, ihre Konflikte untereinander ebenfalls nach dem Prinzip Der Stärkere gewinnt zu lösen. Mein Vorschlag: Konfliktlösung nach dem Prinzip der gewaltfreien Kommunikation auch bei Problemen zwischen Lehrern und Schülern. Ein Kind, das selbst respektiert wird, respektiert auch andere. Soziale Kompetenz könnte sich außerdem besser entwickeln, wenn Kinder sich gegenseitig unterstützen würden, wenn es mehr Inklusion und Vielfalt an den Schulen geben würde statt der schon durch die Noten bedingten Ellbogenmentalität. Benotung schon in der 1. Klasse führt hingegen dazu, dass Kinder permanent miteinander verglichen werden. Das allein bringt ein Gegeneinander und kein Miteinander. Warum müssen die Kinder in der Regelschule überhaupt immerzu kontrolliert und bewertet werden? Auch gute Noten schaden, denn sie zerstören die intrinsische Motivation, die aber für das selbständige Lernen ganz wichtig wäre.

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glise 09.11.2018, 21:50
6. Neein, Kinder sollen im Leben auch noch was anderes lernen

als Mathe und Deutsch, wer hätte das gedacht. Unfassbar für welche Binsenweisheiten man heutzutage eine Umfrage oder Studie braucht.
Nichts davon wird umgesetzt werden, da unsere Vorstände und Politiker nicht an dieser Art von Bildung interessiert sind. Man braucht nur einen Typus von Mensch: Billige, manipulierbare und erpressbare Arbeitssklaven.
Das geht am Besten indem man den Menschen über den Druck der Noten und später des Geldes Angst macht.

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susie.soho 10.11.2018, 23:15
7. Sozialkunde...

hieß einmal ein Schulfach, in dem - neben politischen Gegebenheiten: Parteien, Bundestag, Bundesrat, etc. - auch sog. Werte vermittelt wurden: Rücksichtnahme auf andere, Hilfsbereitschaft, u.v.m. Der Rest wurde mit den 10 Geboten im Religionsunterricht vermittelt.

Die obige Umfrage sagt alles und nichts.

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Luke1973 10.11.2018, 07:02
8. Wird

doch alles schon gelehrt. Und zwar in den meisten Fächern einfach so nebenbei. Schaut man sich die Texte in den Fremdsprachen z.B. an, so werden dort Themen wie Migration, Mobbing, Markenwahn, Umweltschutz und so weiter behandelt. In Deutsch oder Ethik sowieso. In Erdkunde lernt man, wie es in anderen Ländern zugeht, in Sozialkunde/Politik/Geschichte dreht es sich quasi ausschließlich um die oben genannten Themen.
Einzig in den Naturwissenschaften wird konzentriert das Fach gelehrt ohne viel Bezug zur Umwelt in der wir leben. Hier vermisse ich manchmal den stärkeren Bezug zu Dingen wie Klimawandel, Umweltzerstörung, da dies ja doch sehr stark naturwissenschaftlich geprägte Themen sind.
Ansonsten lernen Kinder social skills jeden Tag durch das zusammen Leben in der Schule und auch der Interaktion mit den Lehrern. Lehrer greifen steuernd ein, wenn es sein muss (Schlägerei auf dem Schulhof).
Freiheit gibt es in den Lehrplänen meiner Meinung nach eher schon zuviel. Man muss sich auch drauf verlassen können, dass gewisse Dinge in der Schule gelehrt werden. Und social skills gehören da eigentlich nicht in erster Linie dazu.
Auch ich sehe da eher das Elternhaus in der Pflicht.
Aber die Umfrage ist wie der Brexit: Man kann die Leute fragen "Wollt Ihr weniger Einwanderung, weniger Geld an die EU zahlen, mehr Kontrolle über das eigene Land?" oder "Wollt Ihr weniger verdienen, Euren Job verlieren und ein unbedeutendes Land unter vielen werden?". Je nachdem fallen die Antworten aus.

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stoffi 10.11.2018, 07:29
9. Gut, aber ob Machbar?

Da viele Kinder aus anderen Kulturen kommen, bekämen sie so beigebracht, wie man hier miteinander umgeht. Das Jungen und Mädchen gleichberechtigt sind ist dabei ein wichtiger Faktor, auch das Jungen den Mädchen nichts vorzuschreiben haben, neben Mädchen sitzen und ihnen auch die Hand zu geben haben, weil das hier eben so ist.
So würde diese Generation ,,zwangsläufig" integriert

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