Forum: Leben und Lernen
Erstes Interview von Joachim Sauer : "Ich profitierte von der DDR-Hochschulreform"
AFP

Zum ersten Mal gewährte Kanzlerinnengatte Joachim Sauer einer Tageszeitung ein Interview. Er klagt darin über zeitraubende Vorlesungen, kritisiert das Bildungssystem und erklärt, warum eine Flucht aus der DDR für ihn nie infrage kam.

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kobmicha 23.12.2017, 22:45
1. Merkel ist halt Merkel

Wie wäre es wenn man seine Pensionsansprüche an seine geliebte DDR anpassen würde.
Merkel...der Name steht für den Untergang der ehemaligen BRD.
Honecker hätte seine wahre Freude dsran.

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F. Geyer 23.12.2017, 22:56
2. Vergangenheit und Gegenwart

"Es wurde einem als jungem Studenten klargemacht, dass man in diesem Land kein Bein auf die Erde bekommen würde, wenn man nicht an die Partei und das System glaube und dafür eintrete." - So beschreibt der Herr Professor die DDR. Ob ihm nie der Gedanke kommt, daß es schon wieder ähnlich ist, bloß mit mehreren (Einheits-) Parteien? Müßte es doch eigentlich, wenn er über gewisse kognitive Fähigkeiten verfügte, die über die Quantenchemie hinausgehen. Das kann er dann ja mal im Gespräch mit seiner Gattin thematisieren, irgendwann. Obwohl: Ich glaube nicht, daß es was helfen würde...

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rono.s 23.12.2017, 23:24
3. Abhauen, warum?

Ich kann ihn verstehen, abhauen währe einfach der Fakt gewesen, den Problemen den Rücken zu kehren. Ich bin zu DDR-Zeiten zur See gefahren, ich hätte leicht von Bord gehen und im Westen bleiben können. Hab ich auch nicht gemacht weil weglaufen keine Lösung ist.

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dieter-ploetze 23.12.2017, 23:49
4. der fehlerteufel und das studium der linientreuen

sauer war seit 93 an der humboldt universaet als professor taetig, bei der selben uni bei der er sich vor
exakt 50 jahren immatrikuliert habe. das ist so nicht moeglich, da 50 jahre davor das jahr 43 war und in
diesem jahr war sauer noch gar nicht geboren. sein geburtsjahr muss wohl 49 gewesen sein. zum studium,
da hatte sauer glueck, dass er studieren durfte, gewoehnlich durften nur linientreue genossen studieren.
er stuft sich selbst ja lediglich als mitlaeufer ein. wer weiss? die erlaubnis zu westreisen spricht eine andere sprache. seine spaetere frau, angela merkel jedenfalls war keine mitlaeuferin, denn sie war FDJ funktionaerin fuer agitation und propaganda, da musste man schon engagiert sein.

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StefanieTolop 24.12.2017, 00:00
5. Profiteure sind selten kritisch

Warum auch sollte er der DDR ablehnend gegenüber stehen? Er hat von vorne bis hinten die Privilegien genießen können. Früh eingeschult worden, keinen mehrjährigen Wehrdienst absolvieren müssen, dank Stipendium ohne Nebenjobs studieren können, dank Bildungsreform nicht einmal mehr eine Diplomarbeit nötig - wieder ein Jahr gespart -, Teil des Reisekaders. Er hat sich mit der DDR arrangiert - genau wie seine Ehefrau - und das konnte er auch gut, da er zu den Profiteuren gehörte - genau wie seine Ehefrau. Und die Frage mit der Flucht erübrigt sich. Es geht um genau ein Lebensjahr. Da dürften lediglich ein bis zwei Auslandsreisen stattgefunden haben.

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Zottelbär 24.12.2017, 01:12
6. Bologna daheim kein Thema?

Zu Herrn Sauers Kritik an der Bolognareform wäre interessant gewesen zu erfahren, ob er dieses Thema jemals mit seiner jetzigen Frau besprochen hat ...Wenn ja, scheint er damit bei ihr wenig erreicht zu haben.

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Eu1ropa 24.12.2017, 06:28
7. wie so viele - angepasst

gleichzeitig wurden Christen und anderen eigenständigen Denkern der Zugang zur Hochschule verweigert - nicht allen! - , Regimegegner mit Medikamenten vollgestopft und/oder ins Gefängnis geworfen. Aber es scheint so zu sein, dass manchem das eigene Fortkommen wichtiger war

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Reinhold Schramm 24.12.2017, 06:41
8. Es war nicht alles Mist in der DDR!

Diese Wahrheit konnten die wenigen Antifaschisten und Kommunisten den Opportunisten in der SED und der Mehrheit der Arbeiterklasse nicht vermitteln. Das Bedürfnis nach westdeutschen Konsum und Wohlstand, unter der Macht und Herrschaft der quandtschen und springerschen Finanz- und Monopolbourgeoisie, war größer als alle wissenschaftlich-marxistische Aufklärung. Dafür wurde auch die internationale Solidarität mit den politisch Unterdrückten und ökonomisch Ausgebeuteten nachhaltig über Bord geworfen.

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amarildo 24.12.2017, 06:41
9. meinung

Es ist moeglich den Mann als Mitlaeufer zu bezeichnen. Weil er selbst davon profitierte blieb er und unterstuetzte das regime.

Es gab viele Menschen die sind mit ihren Kinder geflohen.

Seine Antworten erinnern mich an eine fruehere Generation. Hinterher sagt auch die meisten sie waren dagegen. Die Geschichte wiederspricht ihnen.

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