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Erziehung: "Bei Kindern hat das Smartphone nichts verloren"
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Sie schauen dauernd aufs Handy und wenn sie es weglegen sollen, gibt es Streit. Was tun, wenn Kinder nicht mehr vom Smartphone lassen? Psychologe Christian Montag rät zu klaren Regeln.

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corvus cornix 13.05.2018, 09:15
1. ...

So sehr ich dem Herrn einerseits zustimme, so sehr muß ich ihm in eigen Punkten widersprechen:
Früher saßen die Eltern mit einem Buch auf dem Spielplatz, mit einer Zeitung am Frühstückstisch usw. Smartphones haben fehlende Interaktion nur verlagert.
Außerdem braucht es auf dem Spielplatz keine 100%ige Interaktion, da sollen die Kinder untereinander agieren und nicht mit dem Helikopterelternteil ...

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kaltschale 13.05.2018, 09:31
2. Realitätsfern

Diese "Vorschläge " sind eine Bankrotterklärung. Also will er sagen, eigentlich kann man nichts machen.

Die Kinder bekommen ein Handy, wenn sie den Schulweg alleine machen müssen, also ab der 1/2 Klasse.

Um seine Kinder kann man sich auch mit Handy kümmern, Ignoranz dagegen geht auch ohne Handy.

Viele Spiele dagegen kann man auch mit Freunden am Handy zusammen spielen.

Wer eine Fritzbox als Router hat, kann aber Zeit zuteilen, das hilft mehr als Verbote, betrifft auf PC, Playstation oder Tablet und die Freuschaltcodes sind sowas wie Währungen zuhause. 45 Min onlinezeit? Zimmer aufräumen! Das klassische Prinzip funktioniert viel besser, als die Hoffnung, dass sich alle in der Familie und der Klasse an solche utopischen Regeln halten.

Eltern sollten die Technik kennen.

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h0wkeye 13.05.2018, 09:36
3. Entweder oder?

Der Herr tut ja so als ob es nur entweder Smartphone oder Tollen gibt.
Unsere Kinder kommen mit beidem klar, nutzen neue Medien und Smartphones, treiben Sport und spielen im Wald.
Medienkompetenz lernt man nicht durch Verbote sondern nur im Umgang mit Medien.
Der größte Lacher aber ist der Ansatz, dass ein ganzer Freundeskreis auf Smartphones verzichten soll. Das ist ein Vorschlag aus der Kathegorie Utopie, ich schaff mir eine schöne perfekte Welt.

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vatimamo 13.05.2018, 09:53
4. theoretisch. ...

tja, wenn alle sich an die Regeln halten, wäre die Erde ein Paradies. Ich finde wenn man Psychologie Prof ist, sollte man ein klein wenig mehr Ahnung von Kindern haben. Eine Möglichkeit : Gegengewichte ermöglichen/schaffen die den Kindern/Jugendlichen Erfahrungen bieten die evtl dem Internet Paroli bieten.

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hualorn 13.05.2018, 09:59
5. Sorry,

aber dieser Mann ist komplett weltfremd. Smartphones bestehen nicht nur aus sozialen Medien, sondern kein ein Buch, Zeitung, CD Player usw. ersetzen und die reale Welt kann trotzdem noch weiter existieren. Es gibt nicht nur schwarz und weiss. Und Kinder und Jugendliche können verantwortungsvoller sein, als so mancher Erwachsene. Die Kids amüsieren sich doch mittlerweile über die Alten, die mehr am Handy hängen, als sie selbst. Bitte tut nicht immer so selbstgerecht. Früher war auch mal TV glotzen und Comic lesen verpönt. Ersteres, vorallem der Privatschrott, kann sicher viel schädlicher sein.

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dr2jh 13.05.2018, 10:02
6. Und wieder geht es um Medienkompetenz

Smartphones sind im Alltag angekommen, wie E-Bike, Rundfunk, Fernsehen, YouTube, die alten Mobiltelefone ohne smarte Funktionen, E-Book-Reader und Spiegel Online.
Anstelle Kindern (und Eltern) Medienkompetenz zu vermitteln werden irgendwelche Regeln pauschal für alle Kinder aufgestellt. Sieht denn niemand die notwendige individuelle Herangehensweise?
Diese Geräte schaffen neue Möglichkeiten welche in meinen Augen nur durch kompetente Nutzung sinnvoll genutzt werden können. Das erfordert jedoch noch mehr Nachdenken anstelle einfach nur kurzsichtig zu mahnen.

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Emma Woodhouse 13.05.2018, 10:10
7. Der Mix macht's

Kinder sollten alle Möglichkeiten geboten bekommen, sich körperlich, geistig und seelisch bestmöglich zu entwickeln. Dazu gehört spielen und raufen genauso wie lernen und malen. Alles muss seine Zeit haben.

Kinder saugen Wissen auf wie ein Schwamm, daher kann ich die Forderung, dass digitale Technologien in der Kindheit nichts verloren hätten, nicht unterstützen. Es wäre geradezu sträflich, ihnen in einer Zeit des spielerischen Erlernens des Umgangs mit allen Medien den Zugang zu verwehren. Medienkompetenz kann nicht früh genug vermittelt werden. Bücher, Zeitschriften, TV und Computer gehören für jeden zum Leben und sind als Informationsquellen unverzichtbar. Die Erwachsenen müssen natürlich hier als Vorbilder vorangehen und auch Grenzen setzen.

Mit dem Übergang in die weiterführenden Schulen werden viele Kinder zu Fahrschülern und sind für akute Fälle auf Kontakt zu den Eltern angewiesen. Auch werden über z. B. WhatsApp- Gruppen wichtige Schul-Infos weitergereicht.

Jede Familie ist anders aufgestellt und muss individuell entscheiden.

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trotro 13.05.2018, 10:11
8. Nr. 3 h0wkeye

Sie sprechen mir aus der Seele! Vielen Dank!

Jede Generation hat ihr Teufelszeug: Radio, Rockmusik, Fernsehen. Man muss lernen damit umzugehen und nicht alles als das Böse deklarieren.

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fatherted98 13.05.2018, 10:22
9. Kinder...

...unter 10 haben am Smartphone nix zu suchen....faellt sicher schwer das durchzuziehen...ist aber moeglich. Und....entgegen einiger Foristen hier...die Erfahrung zeigt das Kinder eben nicht ueber das Handy im Duden stoebern, Geschichten lesen oder Bildungs-Apps aufrufen...sondern einfach nur spielen und damit natuerlich den Eltern nicht auf die Nerven gehen...die meist selbst nur am tippen sind.

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