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EuGH-Urteil: Schüler müssen aufpassen, wenn sie Bilder aus dem Netz kopieren
DPA

Schüler kopieren täglich Fotos aus dem Internet, etwa für Referate oder Plakate. Wenn die danach veröffentlicht werden, kann das Ärger geben. Über solch einen Fall aus Waltrop urteilte nun der Europäische Gerichtshof.

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halihalo52 08.08.2018, 10:15
1.

Nun denn, dieser Mann scheint ziemlich klamm zu sein, wenn er Schülern so ein Bild nicht gönnt. Schliesslich machen die damit ja kein Geschäft, wenn sie das Bild auf der Schulwebsite einstellen. Wen wundert es, wenn die Menschen immer weiter Staats- und Politikverdrossen werden.

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Hofa05 08.08.2018, 10:17
2.

Das nenne ich jetzt mal jammern auf höchsten Niveau. Wegen eines Bildes, das auf einer Schulwebsite erscheint, wird so ein Fass aufgemacht. Ich könnte das durchaus verstehen, wenn sich jemand ungefragt mit dem fremden Bild bereichern wollte. Das war hier ja nicht der Fall. Man kann es wirklich übertreiben.

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Crom 08.08.2018, 10:22
3.

"Unproblematisch wäre es gewesen, wenn die Schule lediglich auf die Seite des Reisemagazins verlinkt hätte."

Was ist hier mit verlinkt gemeint? Würde auch ein Direktlink auf das Foto statthaft sein?

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rt2323 08.08.2018, 10:26
4. Großartig

Tolle Verschwendung von Steuergeld! Die Abmahnindustie ist sich für nichts zu schade.

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BeethovenBonn 08.08.2018, 10:38
5. Übertrieben

Es hätte in diesem speziellen Fall wohl auch gereicht, die Schule aufzufordern, das Bild zu enfernen, oder es nachträglich zu lizensieren, oder sie zu Bitten, den Urheber zu nennen.

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ohminus 08.08.2018, 10:40
6. Höchste Zeit für Fair Use

In den USA ist die Verwendung für Lehrzwecke, Kritik, Kommentar und Parodie, Forschung und Nachrichten-Berichterstattung grundsätzlich erlaubt, abhängig von Umfang der Verwendung, des Vorliegens einer Gewinnerzielungsabsicht und der Frage, ob ein potentieller Markt durch die Verwendung geschädigt wird (verbreitet z.B. jemand den Inhalt eines Buches oder z.B. Schlüsselszenen eines neuen Romans, kann er sich nicht darauf berufen, das für Bildungszwecke zu tun, wenn er damit die Anzahl derer, die den Roman kaufen werden, drastisch reduziert, weil viele Menschen bereits wissen, wie er ausgeht....)

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Patrizier 08.08.2018, 10:42
7.

Zitat von halihalo52
Nun denn, dieser Mann scheint ziemlich klamm zu sein, wenn er Schülern so ein Bild nicht gönnt. Schliesslich machen die damit ja kein Geschäft, wenn sie das Bild auf der Schulwebsite einstellen. Wen wundert es, wenn die Menschen immer weiter Staats- und Politikverdrossen werden.
Das Bild wurde von der Schule als Betreiberin der Website veröffentlicht, darum ist auch nicht die Schülerin die Beklagte. Es wäre in der Verantwortung der Schule gewesen, der Schülerin beizubringen, dass sie ein Bild aus dem Internet nicht einfach so wiederveröffentlichen darf. Hier geht es einmal ums Prinzip und zweitens darum, dass die Schüler am Ende davon ausgehen, sie dürften einfach Bilder aus dem Netz beliebig veröffentlichen. Ein Problem, das z.B. bei Facebook durchaus im großen Stil existiert, wo mit dem Upload auch noch Dritten (nämlich Facebook) Nutzungsrechte am fremden Bildmaterial eingeräumt werden.
Es ist also zu begrüßen, dass der Fotograf, der immerhin mit den Bildern seinen Lebensunterhalt verdienen muss, hiergegen vorgeht.

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antoculos 08.08.2018, 10:44
8. Politikverdrossenheit

Ich denke, halihalo hat Recht: Große Fehler werden gemacht - und verziehen. Aber - scheinbare - Kleinigkeiten führen oft zu bleibenden Verletzungen. Wenn jemand Geld zugesprochen bekommt für etwas, wofür er nichts getan hat, nur weil ihm eine formale Rechsposition zusteht, und dieses Geld jemand zahlen soll, der mit der Sache nichts zu tun, schon gar keinen Gewinn gemacht hat, dann bauen sich Wut und Politik- und Staatsverdrossenheit auf. Die führen dann auch zu nachlassendem Umweltbewusstsein, da der Dienst an der Umwelt ein Dienst an der Allgemeinheit ist, die man wiederum mit dem Staat gleichsetzt. Das Ergebnis kann man dieser Tage auf der Haut(!) spüren - Zur Erläuterung: a) Natürlich hat der Fotograf etwas geleistet. EIN-mal! Oder besser zweimal: Beim zweiten Mal hat er die Hand aufgehalten. b) Ich glaube auch, dass sich - alle, nicht nur der Betroffene - Schüler jetzt angefasst und bedroht fühlen, weil sie "Strafzahlungen" fürchten. Dies dürfte die Kreativität bei der Gestaltung schulischer Arbeiten inskünftig tiefgreifend lähmen. Was soll das??? Da hat wohl offensichtlich ein bestenfalls mäßiger Fotograf mal "ein Korn" gefunden und muss jetzt von diesem einen Bild leben, so gut es geht. Weil er halt nur sehr begrenzt leistungsfähig ist. Wie armselig!!! - Zum Schluss: Was ist eigentlich daran besser für ihn, wenn sein Buidl durch einen - erlaubten - Link statt durch eine - sinnloserweise verbotene - Übernahme "benutzt" wird?? Der Mann kann doch froh sein, wenn ihm überhaupt Aufmerksamkeit zuteil wird.

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urbanism 08.08.2018, 10:45
9. das Urteil ist völlig korrekt

das Urteil ist m.E. völlig korrekt. Wenn sich Menschen darüber beschweren dass ihre persönlichen Daten im Netz ohne Zustimmung verarbeitet und weiter verwendet werden, dann sollte dies auch für Bilder gelten.

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