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Exklusiv aus dem SPIEGEL: So ungerecht sind Abiturnoten in Deutschland
DPA

Die Gesamtnote im Abitur ist abhängig vom Fleiß des Schülers - und von seinem Wohnort. Eine Datenanalyse des SPIEGEL zeigt: In manchen Bundesländern gibt es deutlich mehr Einser-Abschlüsse als in anderen.

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specialsymbol 06.06.2015, 10:23
1. Na und?

Das Leben ist ungerecht. Wer in Bremen oder Berlin zur Schule geht kann in Bayern im Prinzip nicht zur Uni gehen, weil ihm die Hälfte des Vorwissens fehlt.

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empörteuch! 06.06.2015, 10:28
2. Unterstes Niveau

Nicht einmal die Nominalskalierung ist vergleichbar - und dann gibt es Kommanoten, dahegen ist Wilkür regelrecht einzivilisatorischer

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tim.berg78 06.06.2015, 10:28
3. Abiturnoten

Seien wir ehrlich: Noten sind eine einzige Würfelei, gepaart mit persönlichen Sympathien, die sich in Noten ausdrücken. Demütige und gutaussehende junge Mädchen haben es da bei männlichen Lehrerkollegen bedeutend einfacher als kreative Querulanten.

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tom.tomald 06.06.2015, 10:31
4. Tolle Idee

Statt das ungleiche System zu überarbeiten sollen die Hochschulen in Verantwortung gezogen werden. Die haben sicherlich die Kapazität um die 6000 Erstsemester nach persönlichen Gesprächen und Motivationsschreiben auszusuchen.
Absoluter Stuss.
Wofür dann überhaupt noch Noten?

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Amerikanski1234 06.06.2015, 10:32
5.

Abiturnoten sind heutzutage leider wirklich nicht mehr zwingend ein Indiz für gute Leistungen. Bereits zu meiner Schulzeit gab es erhebliche Leistungsunterschiede bei Parallelkursen, und zwischen verschieden Schulen der Region umso mehr. Jahre später erlebe ich zudem noch eine Inflation von 1,0er Abschlüssen. Also entweder sind die Schüler in den letzten Jahren deutlich fleißiger (oder schlauer) geworden oder die Leistungsanforderungen passen sich immer mehr den größer werdenden Defiziten an. Letzteres trifft definitiv auf die Ballungszentren zu, in denen hohe Ausländeranteile das Leistungsniveau nach unten ziehen. Und dann wundert man sich, wenn man an der Uni auf Leute trifft, die zwar ein 1er Abitur haben, aber keinen einzigen Satz ohne Fehler schreiben können.

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nothung78 06.06.2015, 10:34
6. komisch....

Nur komisch dass die angesprochenen ostdeutschen Bundesländer auch keine Probleme mit 12Jahren Abi haben und bei pisa-Tests bundesweit regelmäßig vorne liegen. So einfach scheint die Einschätzung also nicht zu sein...

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Leser161 06.06.2015, 10:35
7. Fleiss die Tugend der Computer

Problem ist nur das sie heute die allermeisten Fleissufgaben dem Computer geben können. Die Aussagekraft der Abiturnoten (und bald Studiums) bewegt sich also langsam Richtung niente.

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bigboley 06.06.2015, 10:37
8. Schlechte linke Politik

Das ist ein typisches Beispiel für "gut gemeint ist das Gegenteil von gut"! Jeder soll aufs Gymnasium - also senkt man die Ansprüche. Nun bekommt jeder super Noten. Alles gut? Alle gleich? Die Schwächsten gefördert? Eher das Gegenteil ist der Fall. Nun bekommen nicht mehr die Besten die Studienplätze (unabhängig von der Herkunft) sondern die mit guten Kontakten, Lebensläufen etc.
Noch perverser ist diese Politik der Gleichmacherei für alle die vor 20 Jahren noch die Realschule besucht und eine Lehre gemacht haben. Zählte man damals noch (bei einem guten Realschulabschluss) zu den den besten 35% eines Jahrgangs (über alle Schultypen) ist der Abschluss nun nichts mehr wert. Heute musst du Mechatronik/BWL/etc auf Bachelor dual studiert haben um weiter zu kommen, obwohl ggü. der 3 jährigen Ausbildung von damals kein Unterschied besteht. Beförderungen werden dann die anderen mit dem "formal" höheren Abschluss. So hat man mit dieser Politik gerade denen geschadet, denen man helfen wollte! Ein typisches Beispiel eben wie gute Ziele (Chancengleichheit) durch schlechte Politik (Gleichmacherei) verfehlt werden.

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withnoname 06.06.2015, 10:37
9. Endlich...

Diese verzerrte Bewertung von Abiturleistungen muss endlich dezidiert analysiert werden. In NRW ist die Gleichmacherei politisch gewollt und benachteiligt Gymnasial-Schüler, die mit Gesamtschulabiturienten in einen Pott geworden werden. Es muss mal auf den Tisch, dass das Gymnasium zur Studierfähigkeit ausbildet und die Gesamtschule die Hochschulreife auf dem Papier vergibt (Abbrecherzahlen belegen das, nur wird die Veröffentlichung nicht gewollt). Schüler Die einzige Lösung ist die Auswahl durch die Unis nach zusätzlichen Kriterien und nicht nur nach der Abiturdurchschnittsnote.

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