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Exklusiv aus dem SPIEGEL: So ungerecht sind Abiturnoten in Deutschland
DPA

Die Gesamtnote im Abitur ist abhängig vom Fleiß des Schülers - und von seinem Wohnort. Eine Datenanalyse des SPIEGEL zeigt: In manchen Bundesländern gibt es deutlich mehr Einser-Abschlüsse als in anderen.

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BlakesWort 06.06.2015, 13:13
120.

Zitat von ProbeersEinfach
Und dann wundern und beschweren warum es meist im Süden deutlich höhere Gehälter gibt!
Die höheren Gehälter ergeben sich aus der Infrastruktur und dem damit einhergehenden Zuzug von Fachkräften.

Ob diese nun aus Brandenburg oder Bayern stammen, ist dabei relativ unerheblich.

Versuchen Sie es mal im Osten als technischer Informatiker. Da gibt es nördlich des Weißwurstäquators 0,0 Stellen für sie, weil die wenigen Firmen alle in Bayern oder Baden-Württemberg sitzen.

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steffen.ganzmann 06.06.2015, 13:13
121. Apropos Nummerus clausus:

Erinnern Sie sich noch an die Einführung dieses unsäglichen Losverfahrens zum Medizinstudium im Wintersemester 1980?

Dann doch tausend Mal lieber Vergabe nach der Abiturnote, oder? Denn auf die hat der Schüler Einfluss, beim Los regiert der reine Zufall ...

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freespeech1 06.06.2015, 13:23
122.

Dazu muss man dann natürlich auch die Pisa-Vergleichsergebnisse der Bundesländer hinzuziehen. Thüringen hat nun mal ein wesentlich höheres Bildungsniveau als Niedersachsen.
Ansonsten hilft da nur eine bundeseinheitliche Abiturprüfung, die extern durchgeführt wird ohne Beteiligung der jeweiligen Schule. So wie in der Berufsausbildung auch.

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momo1000 06.06.2015, 13:24
123. einfach nur klasse

dieser Unfug. Besonders gut finde ich die Unterschiede in den einzelnen Bundesländern! Dabei ist das derzeitige Schulsystem der größte Schwachsinn. Unglaublich was im Schulministerium verzapft wird!

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gardinchen 06.06.2015, 13:25
124. Prozent wovon?

ich konnte leider nur den Text lesen und verstehe die Angaben nicht.. die einser-kandidaten sind x % wovon? von allen, die Abitur gemacht haben? ist dabe? berücksichtigt, wieviele Prozent der gesamten Schülerzahl eines Jahrgangs überhaupt den weg zum Abi eingeschlagen haben?

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maxim210 06.06.2015, 13:34
125.

Das Problem ist doch nicht wie leicht oder wie schwer eine gute Abinote zu erreichen ist sondern daß diese Note dann als oft alleiniges Kriterium zum Studienzugang verwendet wird. Mein Sohn (Biologe) zeigte sich entsetzt wieviele Mitstudenten mit oft sehr guter Abinote schon im ersten Semester an den ersten Prüfungen entgültig gescheitert waren (weit über die Hälfte!!). Und wie er sagte an den banalen Grundlagen die im Gymnasium offenbar nicht vermittelt wurden und am nicht Verstehen von schnell auswendig gelerntem Stoff. Seiner Meinung nach wird von der Uni nicht mal gezielt rausgeprüft, die Lücken aufzuzeigen würde schon reichen. Facit: die Ersten zwei Semester werden von den Unis als Eignungsprüfung verwendet, welch eine Verschwendung von Zeit und Geld!

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usfriend 06.06.2015, 13:36
126. Abitur war früher schon geschenkt

... und ist heute offensichtlich noch leichter!
Kein Wunder, dass so viele studieren, wenn sogar das 1er Abi verschenkt wird.

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Diederich Grünling 06.06.2015, 13:39
127. Noten sind Willkür

In Hamburg schneiden Juristen im 2.Staatsexamen deutlich besser ab als in NRW oder Sachsen. So was kann kein Zufall sein. Ist aber entscheidend für Lebensläufe und sogar den Zugang zur Justiz. So ist es kein Wunder, dass gut situierte Referendare gerne nach Hamburg gehen. Und sich die Justiz immer wieder aus den eher gleichen Schichten zusammensetzt. Das ist durchaus skandalös und von gesellschaftspolitischer Bedeutung. Es ändert sich aber nichts daran. Ein schönes Beispiel für Noten und ihren eigentlichen Sinn!

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maxim210 06.06.2015, 13:40
128.

Zitat von tomatosoup
Wenn die Universitäten ihre Erstsemester selber auswählen müssten, wäre der FIFA-Effekt mit einprogrammiert. "Vergabe" ist ein Thema, bei dem es nicht selten stark menschelt. Die Vergabe nach Noten (Punkten) sollte das vermeiden und den Besten die besten Chancen geben. Dann wurde aber bei den Noten getrickst. Deshalb könnte man an ein Platzziffern-System denken, das an einen Notenbereinigungs-Modus geknüpft ist. Wer mit 1,0 auf Platz 1 des Jahrgangs eines Bundeslandes steht, ist dann eben kein bereinigter "Einsnuller", wenn von 10.000 Abiturienten 3.000 mit 1,0 abgeschlossen haben. Den Algorithmus, der die Notentrickserei bereinigt, sollen sich schlaue Mathematiker nach den Zielvorgaben von Ehrlichkeit und Gerechtigkeit ausdenken. Wahrscheinlich würden dann die Trickser-Länder ihre Methoden lieber freiwillig aufgeben, als die Landeskinder erst an der Studienplatzvergabe scheitern zu lassen und damit zugleich den echten "Einsnullern" vor den Kopf zu stoßen. Eine von vornherein angemessene Benotung wäre für die Abiturienten und deren Eltern allemal sinnvoller als Fortunas Füllhorn mit den inflationären Einsern auszuschütten.
Und an der Uni fallen dann diese "unechten" Einsnuller früher oder später heraus weil man sie in der Beurteilung ihrer Fähigkeiten betrogen hat.

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Alm Öhi 06.06.2015, 13:41
129. Uni ist keine Schule

Es scheint immerzu der Eindruck zu entstehen das Uni's die Wissenslücken der Schüler ausbaden sollen.
Es wird Zeit das die Schulen endlich liefern. Wer das bruchrechen noch nicht kann sollte zuhausen bleiben.
Man muss sich vorstellen das die Studenten eine schulische Vorlesung fordern bei der Professoren händisch an der Tafel mit der Kreide schreiben.

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