Forum: Leben und Lernen
Exklusiv aus dem SPIEGEL: So ungerecht sind Abiturnoten in Deutschland
DPA

Die Gesamtnote im Abitur ist abhängig vom Fleiß des Schülers - und von seinem Wohnort. Eine Datenanalyse des SPIEGEL zeigt: In manchen Bundesländern gibt es deutlich mehr Einser-Abschlüsse als in anderen.

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Cotopaxi 06.06.2015, 11:20
50. Aufnahmeprüfungen

an den Universitäten sind der einzige Ausweg. Für die rot-grünen Bildungspolitiker ist es ein Qualitätsmerkmal wenn möglichst viele das Abitur machen. Die Unis können sich nur noch so helfen.

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w50 06.06.2015, 11:21
51. Kuriose Argumentation

Man kann ja das Argument nachvollziehen, dass es die Kultur der Spitzenleistungsförderung gibt ( was ist daran schlecht?) und die Kultur der Gleichmacherei. Aber die Idee einen klaren Leistungsvergleich zu führen oder ein Einheitsabitur zu fördern ist dann schon wieder nicht drin. Stattdessen die Idee Studienzulassungen nach Lebenslauf und Gespräch vorzunehmen, das soll helfen?
Summasumarum ein hilfloser Bechreibungsversuch existierender deutscher Bildungsmisere.

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rudihaase 06.06.2015, 11:22
52.

Man bemerkt bei der Lektüre des Forums wie immer eine ausgeprägte Legendenbildung.
"Nur hat das die ZVS damals nicht interessiert. Das war und ist ungerecht."
Das stimmt nicht! Es gab die "Bonus-/Malus-Regelung" und später Länderquoten.

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martinmartinson 06.06.2015, 11:23
53. Abiturnoten sind wichtig

Ich erkenne eine deutlichen Korrelation zwischen sehr guten Abiturnoten und der Intelligenz eines Menschen. Schlechte Abiturnoten sind kein Ausdruck von mangelnder Intelligenz, aber von fehlendem Ehrgeiz, Fleiß und nicht vorhandender Lernbereitschaft!

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jamsrhb 06.06.2015, 11:23
54.

Wir leisten uns 16 Schulbehörden, 16 Kultusminister, 16 unterschiedliche Lehrpläne und Ziele in 4 verschiedenen Schulformen.
Dazu sind die Hauptschulen zu Aufbewahrungsstätten für Verhaltensgestörte Kinder und bildungsverweigernde Migrantensprösslinge verkommen, weil man durch beständiges Absenken des Niveaus allen etwas Gutes tun wollte.

Wir müssen endlich mit diesem Länder Hick Hack aufhören und der politisch motivierten Gleichmacherei.
Dass mehr junge Menschen Abitur machen ist kein Problem. Dass die "unteren" Schulformen verkommen und deren Abschlüsse nichts mehr wert sind allerdings schon.
Man muss doch nur mal gucken wieviele Arbeitgeber bei Azubis inzwischen ein Abitur verlangen. Die machen das bestimmt nicht, weil Realschul- und Hauptschulabschlüsse auf einem hohen Niveau sind.
Weg mit der Länderhoheit in der Lehre!
Das "Es soll nie wieder passieren, dass.." - Argument ist verbraucht und nicht mehr gültig.
Dazu müssen endlich diese von politischen Weltanschauungen motivierten Experimente von Sozialpädagogen aufhören die ungeprüft und unbestätigt mit ihren Theorien an unseren Lehrmethoden herumdoktoren dürfen, nur weil sie ihren Genossen ihre Theorien gut verkauft haben.

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grenoble 06.06.2015, 11:24
55. Sie haben recht...

Zitat von bigboley
Das ist ein typisches Beispiel für "gut gemeint ist das Gegenteil von gut"! Jeder soll aufs Gymnasium - also senkt man die Ansprüche. Nun bekommt jeder super Noten. Alles gut? Alle gleich? Die Schwächsten gefördert? Eher das Gegenteil ist der Fall. Nun bekommen nicht mehr die Besten die Studienplätze (unabhängig von der Herkunft) sondern die mit guten Kontakten, Lebensläufen etc. Noch perverser ist diese Politik der Gleichmacherei für alle die vor 20 Jahren noch die Realschule besucht und eine Lehre gemacht haben. Zählte man damals noch (bei einem guten Realschulabschluss) zu den den besten 35% eines Jahrgangs (über alle Schultypen) ist der Abschluss nun nichts mehr wert. Heute musst du Mechatronik/BWL/etc auf Bachelor dual studiert haben um weiter zu kommen, obwohl ggü. der 3 jährigen Ausbildung von damals kein Unterschied besteht. Beförderungen werden dann die anderen mit dem "formal" höheren Abschluss. So hat man mit dieser Politik gerade denen geschadet, denen man helfen wollte! Ein typisches Beispiel eben wie gute Ziele (Chancengleichheit) durch schlechte Politik (Gleichmacherei) verfehlt werden.
..nur ist es keine linke politik die dieses Ergebnis zeitigt.

Es ist im Kern konservative Weltanschauung mit Teilen nicht verstandener linker Ideologie von SPD/Grünen, aus Gründen des Konsens mit dem konservativen Gegenpart CDU/FDP ausgehandelt und den Wirtschafts- und Industrieforderungen angepasst.

Das Problem, die Gleichbehandlung ausreichend intelligenter Kinder, den Zgang zu höherer Bildung zu ermöglichen, wurde verfehlt.

Die inflationär entstandenen neuen Berufsabschlüsse für Tätigkeiten, die man früher als Anlernberufe oder als Ungelernter ausführen konnte sind ebenfalls Teil dieser irren tatsächlich konservativen Politik.

Denn was sie als Gleichmacherei ablehnen ist die Tatsache das egal welcher Herkunft Menschen über gleiche Fähigkeiten verfügen können.

Der Konservative sieht die historisch gewachsene Ungleichheit allerdings als göttlich und unveränderbar an und lehnt deshalb diese "Gleichmacherei" ab

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BlakesWort 06.06.2015, 11:25
56.

Ich bin jetzt reichlich 15 Jahre aus der Schule raus, treffe aber aus verschiedenen Gründen immer mal wieder meine alten Lehrer. Die sagen alle, die Schüler werden immer dümmer - viele machen das Internet dafür verantwortlich. Gleichzeitig vergeben sie aber immer bessere Noten für immer schlechtere Leistungen.

Außerdem ist der Anforderungsdruck nicht vom Bundesland abhängig, sondern von der jeweiligen Schule. Mal ehrlich, wer das leugnet war wohl nie selbst Schüler oder hat das einfach vergessen. Auf der einen Schule wird einem ein Singen-und-Tanzen-Abi nachgeworfen, auf der anderen muss man wirklich lernen und clever sein

Insgesamt hilft wohl nur die endgültige Abschaffung der Kleinstaaterei mit ihren mittlerweile über 120 (einhundertundzwanzig!) Schularten.

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FabianSvii 06.06.2015, 11:29
57. Oh Wunder...!

Zitat von phthalo
Als Lehrer (45 Jahre) in Physik und Chemie an einer Gemeinschaftsschule kann ich nur sagen, dass die Kenntnisse fürs Abi heute dermaßen gering sind, das Abi zu schaffen, dass ich mich frage, wie diese jungen Leute überhaupt noch diese Fächer studieren können. Und wenn ich mir zudem noch die Kenntnisse in Mathe in meinem jetzigen Oberstufenjahrgang anschaue, dann ist es mir immer wieder ein Rätsel, das die aller einfachsten Dinge nicht gewußt werden. Teilweise haben sie in der 12. Schwierigkeiten, simpelste Brüche umzustellen. Letztens fragte mich einer im 12. Jahrgang, ob wenn man die Zahl aus "da unten" (= Nenner) holt, auf der anderen Seiten dann Plus oder Mal stehen muß.
Verstehe ich richtig, dass Sie sich als Lehrer wundern, dass Ihre Schüler die mathematischen Grundlagen nicht beherrschen? Suchen Sie doch mal das Problem bei Ihren Kollegen: Worin besteht deren Aufgabe/Leistung, wenn Schüler ohne adäquate Leistungs- und Lernstandkontrolle bis in die Oberstufe durchgereicht werden?
Wenn die Grundkenntnisse der Schüler nicht "ausreichend" sind, dann wahr wohl die Lehrleistung des Lehrers "mangelhaft".

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rechtfürmänner 06.06.2015, 11:30
58. Unqualifiziert

Was ist denn das schon wieder für ein unqualifizierter Beitrag? Natürlich werden die Noten besser, wenn den Lehrern Druck gemacht wird, ja keine schlechten Noten zu vergeben und wenn die Eltern auf der Matte stehen, wenn das arme Töchterchen möglicherweise durchfällt. Nur wird auf diese Weise die Leistung nicht mit den Noten besser!! Theoretische Pädagogen sind wirklich ein sehr realitätsfernes Volk!!!

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Emil Peisker 06.06.2015, 11:30
59. Statistik als Ursache...

Zitat von g0r3
Mir ist klar, dass Sie durch diese Behauptung die Absurdität einer solchen Möglichkeit hervorheben wollen. Aber es ist tatsächlich so: Der durchschnittliche IQ stieg in der Vergangenheit alle 10 Jahre um 10 Punkte: http://de.wikipedia.org/wiki/Flynn-Effekt
So so, alle 10 Jahre steigt der Durchschnitts-IQ um 10 Punkte?

Die Bewertung der IQ-Tests sieht Flynn so:

...äußerte sich aber skeptisch bezüglich einer Zunahme der Intelligenz im weiteren Sinn (er glaubte nicht, dass die Menschen deutlich intelligenter waren als ihre Vorfahren)

Bei Ihnen scheint die Erhöhung allerdings noch nicht angekommen zu sein, wenn Sie noch nicht mal ein Paper
korrekt lesen können.

Flynn sah die Statistik als Ursache, andere Zusammensetzung von Testgruppen, z.B. weniger 16-18-Jährige in einer Gymnasialgruppe usw.

Weniger niedrige Werte setzen den Durchschnitt herauf.
Das lässt darauf schließen, dass die Tests einer Tendenz nachliefen.

Er findet z.B. 5% in einer Generation. Das sind dann 30 Jahre und damit ca. 1,7% in 10 Jahren.
Dänemark hat sogar rückläufige Ergebnisse.

Sie unzulässig verkürzt, und in Ihrem Sinne interpretiert.
So verhalten sich Pferdehändler und Politiker, in der Wissenschaft allerdings, würde man Ihnen den Stuhl vor die Tür setzen.

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