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Fristlose Kündigung: Wann dürfen Studenten ihre Zimmer über Airbnb vermieten?
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Das Zimmer im Wohnheim vermieten, während man selbst unterwegs ist: Eine gute Idee, dachte eine Münchner Studentin. Doch die Aktion führte zur fristlosen Kündigung - ohne Abmahnung. Zu Recht?

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keksguru 16.02.2016, 09:53
1. als nächstes ist die Zwischenmiete dran.......

ein Studentenheimzimmer per Airbnb zu vermieten ist schon oberdreist. Und als nächstes ist die Zwischenmiete dran das riecht ebenso nach Konfliktpotential.

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figaro2013 16.02.2016, 10:12
2. Ist es so einfach?

Als ich studiert habe, war ich noch gut 5 Monate pro Jahr nicht am Studienort. Eine Weitervermietung mit dem Ziel der Kostenbeteiligung und dem Effekt, knappe Ressourcen optimal zu nutzen, scheint doch ausgesprochen vernünftig. Klare Regeln, die eine Kostenerstattung ohne sittenwidrigen Ertrag erlauben, kann man doch leicht aufstellen. So etwas kann das Studentenwerk doch schon im Standardvertrag regeln.
Ob das Geschäft über airBnB so brummt, das man versucht wird, sich gleich in viele Zimmer einzumieten und einen florierenden Hotelbetrieb aufzubauen ist eine Angst, die ev. etwas überzogen ist.

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cosmic_child 16.02.2016, 10:18
3. Studentenwerk beteiligen?

ich kann´s verstehen, weil die wohnungen ja quersubventioniert sind ! aber warum nicht aus dem thema ein business für´s studentenwerk machen -> student darf direkt vermieten, muss das aber vorher anmelden und der gewinn wird geteilt.... dann haben beide was davon (ob die bude in den semesterferien xwochen leersteht oder umsatz generiert, sollte auch dem studentenwerk nicht egal sein ;-) )

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SpitzensteuersatzZahler 16.02.2016, 10:19
4.

In der Tat könnte man ja den Missbrauch komplett verhindern, indem man überall (auch in regulären Mietwohnungen) fristlos gekündigt werden kann, wenn man für mehr als die Miete die man selber zahlt vermietet.

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Korken 16.02.2016, 10:26
5. Dreist

Es ist nicht nur dreist sondern sehr naiv ein Studentenwohnheimzimmer via Airbnb weiterzugeben. Die Lektion sollte gelernt sein.

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archi47 16.02.2016, 10:31
6. es sind auch die Interessen der Andern,

die zu berücksichtigen sind. So haben die mitmietenden Studenten durchaus ein Interesse unter Studenten zu bleiben und auch ihre Mitbewohner zu kennen. Es ist ein Schutzbelang und ein Wohlfühlbelang. Neben der rein wirtschaftlichen und juristischen Betrachtungsweise kommen weiche Faktoren und damit auch die Belangen der Anderen heutzutage immer mehr unter die Räder. Es ist ein Zug dieser Zeit, das letzte für sich persönlich rauszuholen - ohne Interessen Anderer zu berücksichtigen. Als Gründe dienen dann oft die Optimierung, die aber immer auch mit Verbrauch von Ressourcen einhergeht und eben Andere mehr tangiert als diese voraussetzen müssen.

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stinkfisch1000 16.02.2016, 10:45
7.

Zitat von figaro2013
Ob das Geschäft über airBnB so brummt, das man versucht wird, sich gleich in viele Zimmer einzumieten und einen florierenden Hotelbetrieb aufzubauen ist eine Angst, die ev. etwas überzogen ist.
Das ist keine überzogene Angst, sondern Realität. In Berlin sind ca. 20.000 Wohnungen als Ferienwohnungen zweckentfremdet, und es gibt mittlerweile eine Heerschar von Leuten, die daraus ein florierendes Geschäft gemacht haben.

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stinkfisch1000 16.02.2016, 10:47
8.

Zitat von SpitzensteuersatzZahler
In der Tat könnte man ja den Missbrauch komplett verhindern, indem man überall (auch in regulären Mietwohnungen) fristlos gekündigt werden kann, wenn man für mehr als die Miete die man selber zahlt vermietet.
Man kann den gewohnheitsmässigen AirBnb - Vermietern auch die Suppe versalzen, in dem man dem jeweiligen Finanzamt mal einen Tip gibt. Das ist nämlich bei regelmässiger Vermietung in der Regel Steuerhinderziheung und ausserdem ein nicht angemeldetes Gewerbe. Derjenige dürfte die nächsten Jahre viel Spass haben.

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PeterPan95 16.02.2016, 10:48
9.

Zitat von figaro2013
Als ich studiert habe, war ich noch gut 5 Monate pro Jahr nicht am Studienort. Eine Weitervermietung mit dem Ziel der Kostenbeteiligung und dem Effekt, knappe Ressourcen optimal zu nutzen, scheint doch ausgesprochen vernünftig. Klare Regeln, die eine Kostenerstattung ohne sittenwidrigen Ertrag erlauben, kann man doch leicht aufstellen. So etwas kann das Studentenwerk doch schon im Standardvertrag regeln. Ob das Geschäft über airBnB so brummt, das man versucht wird, sich gleich in viele Zimmer einzumieten und einen florierenden Hotelbetrieb aufzubauen ist eine Angst, die ev. etwas überzogen ist.
Im Artikel steht ja explizit, dass eine zeitweilige Weitergabe der Wohnung oftmals möglich ist, aber unter Berücksichtigung einiger Regeln: Der Vermieter hat Einfluss auf die Auswahl des temporären Mieters ("nur Studenten") und der eigentliche Mieter verdient nichts an dem Deal.

Solande diese Regeln dann auch konsequent eingehalten und durchgesetzt werden ist die Sorge nach einem Hotelbetrieb unbegründet. Greift man nicht durch, hat man bald etliche ehemalige Pseudo-Studenten die mit ihrer alten Wohnung im Wohnheim noch Geld verdienen, während sie das Semesterticket und andere Förderungen abgreifen und dazu noch regulär arbeiten.

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