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FSJ, Bufdi und FÖJ: Familienministerin will Freiwilligendienste aufwerten
DPA

Mindestens zwölf Euro mehr im Monat und einen Zuschuss zur Busfahrkarte: Familienministerin Franziska Giffey will die Freiwilligendienste für junge Menschen attraktiver machen.

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bandelier 03.12.2018, 15:27
1. Für jeden Minister ist es selbstverständlich,

dass er first class überall hintransportiert wird. Und Freiwillige sollen nun einen Zuschuss zur Fahrkarte erhalten. Das ist schlichtweg unanständig und keineswegs besser als die vorherige Lösung, nämlich gar nichts zu zahlen. Da muss niemand die wichtige Arbeit von Freiwilligen oder gar Ehrenamtlern preisen, sondern das auch finanziell angemessen unterstützen. Ehrenamtler zahlen auch ihre Fahrtkosten selbst. Ich arbeite in einer Gruppe, die arme und hilfebedürftige Menschen begleiten, mit dem eigenen Pkw. Sollte es einen Unfall geben, muss ich die eigene Versicherung belasten und eine eventuelle Rückstufung aus eigener Tasche bezahlen. Auch darüber sollte man in Berlin mal nachdenken.

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gerosr 03.12.2018, 15:53
2. Warum

... kann der Bund diese Leute nicht nach Mindestlohn bezahlen? Die 400€ im Monat für 160 Stunden Arbeit machen ja mal gerde 2,50€/Sunde aus! Da kostet ja ein Kaffe schon mehr! Und wo werden diese Leute eingesetzt, meistens doch in sozialen Einrichtungen! Wenn man dafür den Mindestlohn erhalten würde, würden sich viel mehr junge Erwachsene für diese Dienste entscheiden!!

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genugistgenug 03.12.2018, 16:29
3. 12,- € mehr - der Reichtum bricht aus!

was für eine Unverschämtheit - wieder mal. Überall wird von Politik/Bürokratur nach Freiwilligen/Ehrenamt geschrieen - aus bestens bezahlten Jobs heraus - und der schwarze Peter einfach weitergegeben, statt de seit Jahrzehnten bekannten Probleme zu lösen.
Wir persönlich hoffen, dass die ganzen Freiwilligen mal alles gleichzeitig hinwerfen und dann bricht es endlich zusammen, statt nur als Staffage für Politikerfotos zu dienen.
Vor kurzem haben Politiker nach mehr ehrenamtlichen Betreuern geschrieen, natürlich ohne auf die persönliche Verantwortung hinzuweisen. Denn die stehen dann mit einem Bein im Gefängnis. Doch da lassen die Politiker die Helfer immer alleine.

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genugistgenug 03.12.2018, 16:38
4. Nachtrag: 12,- € mehr - der Reichtum bricht aus!

Enter bei Zeilenwechsel hat leider gesendet:

was für eine Unverschämtheit - wieder mal. Überall wird von Politik/Bürokratur nach Freiwilligen/Ehrenamt geschrieen - aus bestens bezahlten Jobs heraus - und der schwarze Peter einfach weitergegeben, statt de seit Jahrzehnten bekannten Probleme zu lösen.
Wir persönlich hoffen, dass die ganzen Freiwilligen mal alles gleichzeitig hinwerfen und dann bricht es endlich zusammen, statt nur als Staffage für Politikerfotos zu dienen.
Vor kurzem haben Politiker nach mehr ehrenamtlichen Betreuern geschrieen, natürlich ohne auf die persönliche Verantwortung hinzuweisen. Denn die stehen dann mit einem Bein im Gefängnis. Doch da lassen die Politiker die Helfer immer alleine.

Wir sind auf Bufdis angewiesen und die bekommen 400,- €/Monat und KEINEN Fahrtzuschuss.- ackern aber um die 7 - 8 Std/Tag - gleichzeitig rechnet der Hilfsdienst pro Stunde aber 16,- € plus km ab - mal 4 Bufdis. da kommt schon was zusammen.
Persönlich freuen wir uns über die Hilfe, kriegen aber wegen dieser Ausnutzung zu Kosten der Freiwilligen gleichzeitig das große koxxen.

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martine-primus 03.12.2018, 16:42
5. ach.... vom Ehrenamt lebt die Gesellschaft...

...soso... Offenbar auch sehr gut. Ich weiss nicht, wie ich das als Jugendliche gesehen hätte, aber verpflichtend irgendwo meine Zeit (ganztägig) zu opfern, aber mir NICHTS davon leisten zu können - oder aber die Eltern zahlen ja den Unterhalt! - das kommt mir nicht in die Tüte!
Ich kann das alles nicht mehr hören mit dem Ehrenamt. Das ist Ausbeutung!

Und wir wohnen hier mit sehr vielen Alten in einer Nachbarschaft - da helfe ich natürlich, wenn Hilfe benötigt wird. Aber keine 40 Stunden in der Woche!

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sh.stefan.heitmann 03.12.2018, 16:42
6. lächerlich

ich habe bei meinem Zivildienst mit Kleidergeld, Verpflegungspauschale etc fast 900 € bekommen, und selbst dass ist für eine Vollzeitstelle, denn das ist man, lächerlich

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shotaro_kaneda 03.12.2018, 20:03
7.

Es gibt so viele Möglichkeiten die Frewilligendienste speziell für Jugendliche attraktiv zu gestalten. Der 12 Euro Zuschuss im Monat ist wohl die schlechteste Variante. Man könnte das FSJ oder FÖJ z.B. bei der Studienplatzvergabe oder der Stellenvergabe im ÖD berücksichtigen. Wer FSJ macht könnte z B. eine Note im NC höher rücken. Weiterhin könnte man das FSJ verbinden mit Zertifikaten oder Ausbildungen oder gar dem Führerschein (Staat zahlt ein Teil der Fahrschule, dafür fährt der FSJler später z.B. Tagespflegegäste nach Hause oder zum Arzt usw. Dies alles würde zumindest besser helfen, als 12 Euro mehr im Monat. Alternativ sollte wenigstens der Mindestlohn für jene gezahlt werden, die eigentlich eine Vollzeitkraft ersetzen.

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briefzentrum 03.12.2018, 20:47
8. Jugendfreiwilligenjahr - typische GroKo Schnapsidee

Das Jugendfreiwilligenjahr ist eine Schnapsidee. Die Jugendlichen werden abgespeist mit Taschengeld, symbolischen Sozialversicherungsbeiträgen, und hoffentlich finden sie für 25 Euro eine Monatskarte für den Bus. Wirtschaft und Industrie werden von diesem Konzept wohl nicht zu überzeugen sein. Schon jetzt fehlen Fachkräfte für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt sowie Studienanfänger für die verfügbaren Studiengänge. Weder die Gesellschaft benötigt einen zusätzlichen Jugendfreiwilligendienst noch die Berufsbiographien der jungen Generation. Schon heute ist absehbar, dass ihre Versicherungsverläufe künftig für keine auskömmliche Rente ausreichen werden. Da will man den jungen Leuten ein ganzes Jahr wegnehmen? Oder wieviel Rentenpunkte will Giffey für ein Freiwilligenjahr an die Rentenversicherung zahlen? Sicher nicht den Jahresdurchschnitt des übrigen Versicherungsverlaufs. Wir haben bereits ein freiwilliges soziales und ökologisches Jahr, das für Heranwachsende nach dem Abi im Einzelfall ein gutes Moratorium ist. Das neue Konzept ist nichts anderes als das verfassungsgemäße Feigenblatt für die blödsinnige Debatte im Sommer über eine Jugenddienstpflicht, der angeblich den Gemeinsinn stärken soll. Dazu würde ich gerne mal eine Studie sehen, die hier einen Zusammenhang nachweist, der auf die Erfahrungen im Freiwilligendienst und nicht auf das Elternhaus zurückgeht. Das neue Konzept ist überflüssig wie ein Kropf. Giffey (SPD) und Karliczek (CDU) wetteifern in der GroKo jeweils um die blödsinnigsten und ungeeignetsten Konzepte des Bundeskabinetts. Neukölln meets Tecklenburger Land.

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tonitornado 03.12.2018, 21:35
9. jetzt gibts...

Ehrennadeln, Orden oder Bundesverdienstorden light. Dafür reichen die paar Milliönchen schon.

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