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Ganz harte Schule: 190 Euro Zeugnisgeld?
DPA

Es ist die Zeit der Halbjahreszeugnisse. Die sind wichtig - doch für viele Schüler nicht wegen der Noten, musste auch Armin Himmelrath feststellen.

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biber01 03.02.2018, 18:49
1. 190,-?

Kann kein schlechtes Zeugnis sein;-)

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wetzer123 03.02.2018, 19:11
2. Zeugnisgeld

gibts bei uns auch nicht. Gerade so eine Nummer mit starrer Verbindung zu Noten ist doof. Der eine bekommt lauter 1en und 2en ohne einen Finger zu krümmen, der andere hat sich den Hintern aufgerissen für eine 3, soll man ersterem jetzt noch Geld hinterherwerfen...

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MisterD 03.02.2018, 19:21
3. Der völlig falsche Weg...

seine Kinder mit Geld zu guten Noten motivieren zu wollen. Insbesondere ein Abiturient sollte begriffen haben, dass gute Noten der Schlüssel zum Wunschstudium oder zur Wunschausbildung sind. Später im Leben wird Cheffe auch nicht 300 EUR springen lassen, wenn ein Projekt gut läuft, das wird schlicht erwartet... diese Bestechung seiner Kinder mit Geld für dies und das ist ganz, ganz schlimm.... wer sowas von kleinauf lernt, wird später bitter auf die Nase fallen...

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1+1=3 03.02.2018, 20:34
4. Geld bei guten Noten? Never ever ...

Als Vollzeitberufstätige und Alleinerziehende sagte ich meinem Sohn, als er mit 10 in Berlin aufs Gymnasium wechselte: "Ich habe meinen Job und den mache ich, so gut ich kann. Die Schule ist dein Job und ich bin sicher, den machst du auch so gut du kannst". Er war - wie er mir später mal sagte - stolz, auch einen "Job" zu haben und er hat ihn tatsächlich sehr gut gemacht. Statt Zeugnisgeld gab es gemeinsame Unternehmungen, z.B. 2 Tage im Deutsches Museum in München, nur unterbrochen durch Essen und Schlafen.

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supergrobi123 03.02.2018, 20:37
5. Wirklich?

Zitat von MisterD
seine Kinder mit Geld zu guten Noten motivieren zu wollen. Insbesondere ein Abiturient sollte begriffen haben, dass gute Noten der Schlüssel zum Wunschstudium oder zur Wunschausbildung sind. Später im Leben wird Cheffe auch nicht 300 EUR springen lassen, wenn ein Projekt gut läuft, das wird schlicht erwartet... diese Bestechung seiner Kinder mit Geld für dies und das ist ganz, ganz schlimm.... wer sowas von kleinauf lernt, wird später bitter auf die Nase fallen...
Also ich hatte als Abiturient noch überhaupt keinen Schimmer, was ich nach der Schule machen wollte, war daher mehr oder weniger froh, dass erstmal Zivildienst anstand. Sowas wie ein "Wunschstudium" oder eine "Wunschausbildung" hatte ich nicht. Seit Jahrhunderten versuchen Erwachsene ihren Nachwuchs mit Sprüchen wie "du lernst fürs Leben, nicht für die Schule" auf den rechten Pfad zu bringen. Funktioniert hat das noch nie! Auch nicht bei Abiturienten.
Und übrigens lässt "Cheffe" sehr wohl in vielen Branchen leistungsabhängige Bonuszahlungen springen, bzw. macht die Höhe der nächsten Gehaltserhöhung oder die Berücksichtigung für den nächstbesten Posten von den Leistungen des Arbeitnehmers abhängig. Oder andersherum macht gute Leistung den Unterschied, wer betriebsbedingt gekündigt wird und wer nicht!
Genau genommen ist das Credo "Geld gegen Leistung" exakt das, womit wir nach der Schule einen Großteil unserer Zeit verbringen. Warum sollte jemand, der sowas von Kleinauf lernt, "später bitter auf die Nase fallen"?

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teralios 03.02.2018, 20:46
6.

Zitat von MisterD
Später im Leben wird Cheffe auch nicht 300 EUR springen lassen, wenn ein Projekt gut läuft, das wird schlicht erwartet... diese Bestechung seiner Kinder mit Geld für dies und das ist ganz, ganz schlimm...
Ob man nun Geld als „Belohnung“ für Noten zahlt oder nicht, steht an dieser Stelle kurz auf einem anderen Blatt.

Was Sie als Begründung für ihre Meinung anbringen ist in diesem Fall jedoch in dieser pauschalen Form falsch.

Es gibt je nach Branche durchaus entsprächende „Boni“ für gute bis sehr gute Arbeit und gerade bei Projekten wird nicht selten auch Boni-Zahlungen dafür gewährt, wenn Meilensteine fristgerecht erreicht werden. Und wenn Projekte besonders erfolgreich sind, gibt es auch oft Bonuszahlungen als Belohnung.

Und damit auch zu den Noten und die „Bezahlung“ dafür: Ob man nun seine Kinder für gute Noten belohnt oder nicht ist eine Frage der persönlichen Einstellungen und keiner der Wege ist richtiger oder falscher als der andere.

Natürlich stimmt es, dass Kinder mit der Zeit lernen müssen, dass sie primär eigentlich für sich selbst „arbeiten“, aber Belohnungen können als Motivation eben durchaus positive Anreize schaffen. Die Frage ist immer das: Wie.

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gorlough 03.02.2018, 20:54
7. Lieber Armin,

alles richtig gemacht. Wenn dein Sohnemann dich beim Frühstück schon argumentativ in die Ecke stellen kann, hast du dir nichts vorzuwerfen und kannst ihm getrost auch die Hälfte deines Honorars überreichen. Der Lehrjunge übertrifft den Meister. Ich freue mich schon darauf, wenn mein Kleiner soweit ist.

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MisterD 03.02.2018, 21:07
8. Ja wirklich...

bei 95% aller Arbeitgeber werden Sie kein Geld sehen, wenn Sie ein Projekt gut abschliessen. Das wird erwartet... wer ständig extra Knete erwartet, wird enttäuscht...

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zimond 03.02.2018, 21:42
9. Gute Noten sind auch keine erbrachte Leistung

Sondern eine Leistung die man bezogen hat in Form von Bildung. Die Belohnung sind die besseren Weiterbildungs- und Berufschancen. Natürlich sollte man immer Lob aussprechen und auch kleine Geschenke gehen in Ordnung. Aber eine Bezahlung nach Notentarif? Auf gar keinen Fall.

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