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Ganz harte Schule: Mein Nebenjob als "Schulkindmutti"
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Ihr Kind wird eingeschult? Herzlichen Glückwunsch, dann bekommen Sie einen abwechslungsreichen Nebenjob - ohne Bewerbung, ohne Lohn.

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Krokodilstreichler 29.08.2017, 12:03
1.

Meine Mutter hat solche Dinge in der Schule nie gemacht, warum auch? Wozu verdienen denn die Lehrer ihr Geld, wie etwa in Berlin mittlerweile seit August 2017 über 60.000 Euro brutto pro Jahr als Einstiegsgehalt?

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cedebe 29.08.2017, 12:05
2. einfach mal ne eigene Rundmail machen

es fehle noch eine helfende Lehrkraft bei der Erstellung der Monatsbilanz und die Kaffeemaschine im Büro bräuchte auch mal eine Grundreinigung.
manchen Schulen scheint nicht klar zu sein, dass auch andere Jonglieren müssen.

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howard_phillips 29.08.2017, 12:07
3. Ich verstehe das Problem nicht!

"ich würde mich freuen, wenn ich auf Ihre Hilfe bei einigen Aufgaben zählen könnte. Sagen Sie mir Bescheid, wie Sie uns unterstützen könnten," was würde denn ach so schreckliches passieren wenn man einfach sagt: Geht nicht keine Zeit, ich muss arbeiten!" und Ende!

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andreasclevert 29.08.2017, 12:08
4. Wie wahr!

Die Sommerferien sind zu Ende. Ich habe es daran gemerkt, dass die Anzahl der angefragten Kuchenspenden, die nach Schulfest, Ausklang Kindergartenjahr, etc. zu Beginn der Sommerferien nachgelassen hatte, nun mit dem Neustart rapide wieder zunimmt. Uns hilft da ungemein der promovierte Kuchenbäcker, wenn hier Schleichwerbung gemacht werden darf :-).
Und speziell zum Vater, wie ich es einer bin und mich auch mit Augenmaß melde. Wir werden mit der gleichen Genderbrille angeschaut wie die Muttis. Wenn die Muttis alles backen können, trösten (etc.) sind wir Papas per se die besseren Hausmeister und können alles reparieren. Aber hey, ich bin nicht als Automechaniker auf die Welt gekommen und werde es auch qualitativ nie sein. Das darf ich aber in meiner Schule auch nicht sagen.

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fatherted98 29.08.2017, 12:12
5. Schon blöd...

...wenn man Kinder hat und sich auch noch um dieselben kümmern muss....eine schwere Bürde....gibt es da keine Entlastung durch den Staat?

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Newspeak 29.08.2017, 12:12
6. ...

Meine Mutter ist nicht mal zu Elternabenden gegangen. Wozu auch?

Schulen sind heute uebergriffig. Frueher hat man Eltern als das betrachtet, was sie an Schulen sind: Stoerfaktoren. Leider uebernimmt heute kein Bereich mehr seine Grundaufgaben, die Eltern versagen bei der allgemeinen Erziehung, die Schule bei der Vermittlung spezieller Kulturfaehigkeiten, und meine Hypothese ist, dass es unter anderem daran liegt, dass die Bereiche vermischt werden. Das macht es naemlich leicht, die Verantwortung immer auf den jeweils anderen Teil zu schieben.

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g_bec 29.08.2017, 12:26
7. Nichts.

Zitat von howard_phillips
"ich würde mich freuen, wenn ich auf Ihre Hilfe bei einigen Aufgaben zählen könnte. Sagen Sie mir Bescheid, wie Sie uns unterstützen könnten," was würde denn ach so schreckliches passieren wenn man einfach sagt: Geht nicht keine Zeit, ich muss arbeiten!" und Ende!
Dann passiert gar nichts. Ein paar Elternteile haben aber Zeit. Warum nicht nutzen? Auch Ihre Kinder profitierten ja davon. Ist doch nett.
Und die Artikelautorin lässt ja erkennen, dass es ihr Spaß macht. Nur übertreiben sollte man es nicht.

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Biegel 29.08.2017, 12:34
8.

Zitat von Krokodilstreichler
Meine Mutter hat solche Dinge in der Schule nie gemacht, warum auch?
Ja, warum auch. Und vor allem, wobei? Ich kann mich nicht erinnern, jemals in der Schule Kekse gebacken zu haben, bei der eine Mutter helfen musste. Wir haben das in der Weihnachtszeit auch zuhause gemacht. Oder Laternebasteln funktionierte gänzlich ohne weitere Hilfe, da wir alle mit der Schere umgehen konnten und Kinder mit 5 Daumen an einer Hand nicht vorkamen.
Unser Lehrer durfte auch allein mit uns einen Ausflug machen, ohne sich Gedanken um die Aufsichtspflicht machen zu müssen, weil ein Kind mit dem Fuß umgeknickt ist.
Und zur Einschulung wurde keine Beköstigung mit Kaffee, Schnittchen und Kuchen von unseren Müttern erwartet. Die Väter hatten an diesem Tag eh keine Zeit.
Mütter helfen übrigens sehr gern in der Schule, besonders Helicoptermütter. Dann können sie noch öfter mit ihren Kindern zusammen sein.

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Teilzeitalleinerzieherin 29.08.2017, 12:41
9. mir reichen schon die Kuchenbackorgien anlässlich der Geburtstage

1 Kuchen für die Klasse, 1 Kuchen für den Hort, 1 Kuchen für die Familienfeier und dann mindestens noch ein Kuchen für den Kindergeburtstag.
Mehr mache ich nicht. Umgekehrt erwarte ich aber auch von den Lehrern nicht, dass sie meinen Job machen und die Kinder abends ins Bett bringen, morgens die Schulbrote schmieren, sich nachmittags und am Wochenende um sie kümmern oder sie zu irgendwelchen Aktivitäten fahren, sie außerhalb der Schulzeiten trösten oder bei Krankheiten betüteln. Ich erwarte nur, dass sie ihren Job machen und den Kindern den Lernstoff beibringen. Gerade in den Grundschulen findet viel zu viel nichtschulische Aktivität statt, bei der dann ganz selbstverständlich die Unterstützung der Eltern eingefordert wird.

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