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Gewalt an Schulen: "Mit dem Kopf gegen die Tafel geschlagen"
DPA

Ein Vater erhebt schwere Vorwürfe: An einer Schule in Oberbayern haben Lehrer offenbar die Kontrolle über den Unterricht verloren. Was steckt dahinter?

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v. m. photon 17.03.2018, 17:04
1. Billige Schuldzuweisung

Den Lehrern die Schuld zu geben finde ich unangemessen. Es findet eine erschreckende Verrohung statt. Pornos und Gewaltvideos dank Smartphone schon in der Grundschule (selbst erlebt). Dazu eine Elterngeneration, der es selbst an "guter Kinderstube" fehlt. Bei Betrachtung der heutigen Kinder bekommt man es mit der Angst zu tun, leider...

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Nordstadtbewohner 17.03.2018, 17:12
2. Alles schon bekannt

"Er hat seine Tochter von der Schule genommen. Sie besucht jetzt eine Privatschule in München. Er sagt, sie habe wieder Spaß am Unterricht."

Wer selbst Kinder hat, die zur Schule gehen, wird sich über den Artikel nicht wundern. Um meinen Kindern einen angstfreien Schulbesuch zu ermöglichen, habe ich sie bei einer Schule in freier Trägerschaft angemeldet, die Schulgeld erhebt. Das Schulgeld bildet dabei eine positive Barrierefunktion, die bildungsferne und gewalttätige Kinder und Jugendliche auf Distanz hält.

Ich kann von daher das Handeln des im Artikel zitierten Vaters nur zustimmen.

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artusdanielhoerfeld 17.03.2018, 17:17
3. Ein tolle Leistung...

...ein großes Problem zu beschreiben, ohne die offensichtliche Ursache zu nennen! Nun, ich werde es auch nicht tun. Die ideologische Blindheit nimmt in Deutschland allerdings bizarre Ausmaße an. Wenn die Inanspruchnahme einer Privatschule die letzte Rettung für ein Kind darstellt, sollte man mal überlegen, welches Schicksal man denen aufbürdet, deren Eltern sich das nicht leisten können. Daran tragen auch die verblendeten Medien eine Mitschuld!

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pfalzkapelle 17.03.2018, 17:24
4. Meiner Tochter geht es jetzt auch besser....

Wurde durch den Schulbesuch magersüchtig. War dann ein Jahr auf Therapie. Ihr Arzt sprach von "echtem" Mobbing. Die Schüler hatten Aufnahmen von ihr im Sportunterricht gemacht. Die Schulleitung wollte sich der Sache nicht annehmen, da wir mit dem Fachlehrer nicht gesprochen haben.
Meiner Tochter geht es wieder gut. Sie ist auf einer anderen Schule, auch staatlich, aber in einer anderen Stadt. Der Schulunterricht hätte anders organisiert werden müssen, sofern wir belegt hätten, dass es an der Schule lag. Hätte aber meine Tochter machen müssen, da sie gerade 18 Jahre alt geworden ist, war aber dazu zu krank. Kurz, es ist durchaus gewollt, dass es Schülerinnen und Schülern in Schulen nicht gut geht, dann braucht man nichts ändern. So einfach ist das eben. Und wenn Lehrerinnen und Lehrer eben Spaß daran haben, die Leistungen eines Schülers oder Schülerin nicht sehen wollen, dann lassen sie es eben bleiben.
Fazit: ich bin froh, dass ich solche Schule nicht besuchen muss. Als junger Mensch war ich mit meiner Schule immer unglücklich. Heute bin ich froh. Die Schule war einfach menschlich und unser bestes Stück war der Hausmeister. Er war der beste Pädagoge. Noch Fragen? Wenn man Schule zur Folterkammer ausbaut, braucht man sich nicht wundern, wenn gefolterte Schüler aus der Schule kommen. Und: das meiste, was man in der Schule lernt, braucht man nicht für das Leben. Vergessen Sie einfach den Müll. Es ist ein Problem, dass im Bezug auf Schule zu viele Leute mitreden, die von Schule einfach keine Ahnung haben.
Ratet mal, was wir in der Schule gemacht haben: also, die Klassenkameraden war regelmäßig im Kaffeehaus und haben Kaffee getrunken. Ich war berufstätig und hatte mehrere Jobs gleichzeitig, auch in den Sommerferien. Bei mir ist die Sache klar: Abitur bestanden, habe mein Berufsleben mit einer umfangreichen Berufserfahrung begonnen... Unser Abitur haben wir übrigens fast alle bestanden!

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lachina 17.03.2018, 17:26
5. Unsichere Lehrer? Nicht das Problem.

Lehrer haben hier wenig in der Hand, um Schüler zu disziplinieren. Strafarbeit? Nachsitzen? Ein Witz? Schulausschluss - na und? Schulverweis - da muss der Schüler schon die Schule abfackeln.
Ich habe an einer Auslandsschule gearbeitet, da gab es jeweils einen männlichen und einen weiblichen Schulpsychologen. In eskalierenden Situationen konnte ich Schüler dort hinschicken. Sie kamen auch in die Klassen und haben Situationen wie Mobbing analysiert. Aber hierzulande gibt es nichts davon.
Die Schülerschaft ist anders als früher. Wir müssen die Kinder da abholen, wo sie stehen. Das kostet Geld:
Psychologen, Team- Teaching etc. Da aber Wissen unser einziger Rohstoff ist, ist es kein Cent zu viel.

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abwinken 17.03.2018, 17:28
6. von vorne weg

Die GEW ist ein Teil des Problems. Ich weiß wovon ich rede. Das ganze Schulsystem dient seit Jahrzehnten! nur noch dazu Pöstchen zu verteilen, in allen! Ebenen. Der Kittel brennt so lichterloh, dass man zu jedem Strohhalm, sei er auch verfault. Ich rate jedem, der an seinem Nachwuchs etwas liegt, die Flucht nach vorne zu ergreifen. Das ist die einzige Chance, wenn überhaupt.

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thenovice 17.03.2018, 17:28
7. Traurig

Hier kämen Lehrer oft schlechter mit den Schülern zurecht... Den Satz habe ich mir mehrfach auf der Zunge zergehen lassen... es sind doch wohl eher die Schüler, welche den Lehrern weder Achtung noch Respekt entgegenbringen... Gedeckt durch die Eltern... Die Lehrer können nichts für ihr Klientel...

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aljoschu 17.03.2018, 17:32
8. Wieder so ein Artikel,

der mich als Leser ratlos zurücklässt.
Sind es die schlecht ausgebildeten und quereinsteigenden Lehrer die den Schüler mit dem Kopf gegen die Tafel geschlagen haben oder war das ein Mitschüler aus den "Problemvierteln". Letzteres kommt ja wohl nicht in Frage, weil, woe es heißt: "Die Jugendkriminalität geht in Deutschland seit Jahren sogar deutlich zurück."
Also als Leser finde ich mich durch den Autor einfach für blöd verkauft. Er weiß doch genau wie ich, dass die Jugendkriminalität in Deutschland gerade in den Delikten Gewalt und sexuelle Übergriffe eklatant gestiegen ist. Und mittlerweile darf man auch sagen, welches seltsame Phänomen für diese Verrohung ursächlich ist.
Dann möchte ich bitte einfach nicht mehr, dass wir alle so tun, als könnten wir uns die Ursachen der Gewalt partout nicht erklären. Wir sind nicht im Kindergarten oder in der Klasse 9 der Gesamtschule.

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Info@wemssen.de 17.03.2018, 17:34
9. Schuld der 68er

Man muss sich nicht wundern, wenn selbsternannte Pädagogen, die sich Eltern nennen, für uneingeschränkte Freiheit und Entwicklung ihrer Kinder sind. Da wird der Schratz von Pontius-zu Pilatusveranstaltungen gefahren, in der kurzen Feierabendzeit der Eltern total ummuttert, oder ignoriert und gedacht, das Kind entwickelt sich schon alleine. Im schlechtesten Fall, sind Kindergärten und Schulen schuld, die ihren Erziehungsauftrag nicht ordentlich wahrgenommen haben. Stellt der Lehrer die Defizite des missratenen Kindes dar, wird der Lehrkörper der Unfähigkeit bezichtigt. Erziehung gehört in die Hände der Eltern! Der Lehrer lehrt Wissen! Wenn die Kinder daheim allerdings mehr zu sagen haben, als die Eltern, muss man sich nicht wundern. Meine Kinder mögen mich sehr und ich war sehr streng.

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