Forum: Leben und Lernen
Grundschultest: Bildungsniveau ist bundesweit gesunken
DPA

Bei einem bundesweiten Test unter Grundschülern haben sich die Viertklässler in den Fächern Deutsch und Mathe deutlich verschlechtert. In einzelnen Bundesländern fällt der Trend besonders stark aus.

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ksail 13.10.2017, 11:54
1. Bildungspolitiker

Das Beispiel Baden-Württemberg zeigt mal wieder deutlich, dass - sobald in der Bildungspolitik die Ideologie ins Spiel kommt - es sofort zu Lasten der Leistung geht. Das könnte einem ja egal sein, weil es hoffentlich irgendwann mal wieder korrigiert wird. Leider geht das aber zwischenzeitlich zu Lasten vieler Schüler-Jahrgänge und die jenigen, die den Karren in den Dreck gefahren haben, müssen sich nicht persönlich verantworten.

Und das macht einen doch etwas wütend.

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sleeping_beauty 13.10.2017, 11:55
2.

Wen wundert das? Wenn Bildungspolitik nur noch nach ideologischen Maßstäben stattfindet und ohne den gesunden Menschenverstand, dann kommt eben Schrott dabei heraus. "Schreiben nach Gehör" ist so ein Beispiel, wie linksgrüne Ideologie eine komplette Generation von Kindern ruiniert hat. "Gesamtschule" ist ein anderes Beispiel.

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Cardio84 13.10.2017, 11:55
3. Analyse?

Soviel zu den blanken Zahlen, aber wo bleibt die Analyse der Ergebnisse? Was ist der Grund für die schlechteren Ergebnisse? Sind die Schüler dümmer? Sind die Lehr - und Lernbedingungen schlechter? Warum ist Bayern mal wieder Klassenbester? Warum rutscht Baden Württemberg unter dem grünen Lehrer in allen Kategorien ab? Fragen über Fragen!

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Wolfgang Heubach 13.10.2017, 11:56
4. Kein Wunder

Die Bildungspolitik in Deutschland ist doch längst zur Spielwiese von inkompetenten Politikerinnen und Politikern verkommen. Wie im Labor: Die Schülerinnen und Schüler sind Versuchskaninchen für jeden Blödsinn. Damit verschleudert Deutschland sein geistig dringend notwendiges Potenial und Kapital für die Zukunft. Besserung ist leider nicht in Sicht. Benötigt wird auch in einem förderalen System eine verlässliche, nachhaltige und kompetente Schul- und Bildungspolitik. Sowie das dafür notwendige Personal an qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern. Das wäre gut investiertes Geld.

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hornochse 13.10.2017, 11:58
5. Wen wundert es

Ich nehme immer mehr Schüler nicht mehr stillhalten können, kaum noch 10min. konzentriertes Arbeiten durchhalten und sich nur noch bedingt (an)leiten lassen. Sie daddeln und sind mit Smartphonen und den neusten Trends beschäftigt also dem womit sich sonst pubertierende 7./8. Klässler beschäftigten. Meine Vermutung: Eltern haben nur noch bedingt Zeit für eine entwicklungsgerechte Erziehung durch ihr eigenes Hamsterrad, mediale Einflüsse nehmen überhand, die Lehrkräfte verkümmern zu "Erziehungspersonal" und sind restlos überfordert auf Grund der hiesigen Zustände. Inklusive Bildungsanordnung überfordert zusätzlich durch den Mangel an ausgebildeten Kräften die dem begegnen könnnen. Strikte kaum flexible Vorgaben geben den Kindern den Rest, da sie nur noch schwer dem Tempo folgen können. Ein Teufelskreis der sich nur noch mit intensiver Umstrukturierung und viel Investition begegnen lässt wenn wir der Verantwortung gegenüber unseren Schülern (zukünftige verantwortungsvolle Generation) begegnen möchten.

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skylarkin 13.10.2017, 11:58
6.

Erschreckend. Schön wäre es zu erfahren welche sozialen und sonstige Hintergründe als Gründe vermutet werden. Solche Daten sollen ja erhoben worden sein. Also...

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GMA 13.10.2017, 12:00
7. Schulleiter haben zuviel Macht. 16 Kultusministerien noch zeitgemäß?

Erst, wenn man Kinder hat und in die Grundschule vor Ort eingeschult wird,
merkt man, wie der Hase läuft.
Wenn die Schulleiterin Bullerbü toll findet, wird an der Schule halt hauptsächlich gesungen und mitgeklatscht.
Schon Schulen im Umkreis von einigen KM sind mM nicht mehr miteinander vergleichbar.
SCHLIMM!
Bei meinem Kind (Eingangstufenkonzept) wurde nach den ersten Sommerferien bis zu den Herbstferien
genau ein Buchstabe neu durchgenommen.
Und dieser Buchstabe darf auch nur so genannt werden, wie er phonetisch klingt, nicht so, wie die Erwachsenen dazu sagen. (könnte ja die Kinder überfordern, erst recht bei einem ganzen Buchstaben in so einem ultrakurzen Zeitraum)
Im ersten Eingangsstufenjahr hatte man alle Vokale und 4 Konsonanten.
Kinder die Spaß am Lernen haben, sollen das bei dem Tempo weiterhin haben?

Grundschrift ist ein anderes Thema...sobald die Kinder die Schule wechseln sind sie aus dem Sinn.
Kein Mensch prüft später nach, ob mit der neuen Strategie überhaupt das ziel einer flüssigen Schreibschrift überhaupt erreicht wird.
Der Übergang von der Grundschule zu weiterführenden Schulen ist zumindest in unserem Kreis Null koordiniert.
Die Grundschule erwartet klar, dass die Kinder dort abgeholt werden wo sie stehen...
keine Spur von Diskussion und einvernehmlicher Einigung zu sehen.
Und auch keiner der involvierten sieht ein Problem darin, dass eine Einigung bei Kompetenzen eigentlich erforderlich wäre.
Alles VERANTWORTUNGSLOS - macht endlich bundeseinheitliche Lehrpläne!

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Newspeak 13.10.2017, 12:02
8. ...

Wie konnte man nur Millionen Menschen im Deutschland vor 50, 100 oder 200 Jahren, zumindest seit Einfuehrung der Schulpflicht (seit 1717 in Preussen), erfolgreich Lesen, Schreiben, und Rechnen beibringen, ohne all diese Evaluationen und ohne staendiges Herumpfuschen in der Organisation der Schule und des Lehrplans? Ich vermute mal, genau deswegen. Die heutige Situation gleich einem Bauern, der jeden Tag seine wachsenden Rueben herausrupft, um deren Wachstum zu messen, und dabei jede Woche eine andere Idee hat, wie er das Wachstum noch steigern kann, am Ende aber wegen all dieser gutgemeinten, aber nicht gutgemachten Anstrengungen jaemmerliche Rueben erntet.

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sir wilfried 13.10.2017, 12:03
9. könnte es sein...

...daß ein Leistungsabfall dort zu verzeichnen ist, wo in unverantwortlicher Weise mit Inklusion herumexperimentiert wird?

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