Forum: Leben und Lernen
Hamburger Expertenkommission: So geht besserer Mathe-Unterricht
Getty Images

Hamburger Schüler haben Probleme mit dem Mathematikunterricht, Experten sollten Lösungen suchen. Ihre Vorschläge werden für Diskussionen sorgen.

Seite 1 von 15
spon-facebook-1566228675 03.12.2018, 16:58
1. Ohne Noten!

Unser Sohn geht auf eine Freie Schule - 10. Klasse jetzt. Der Mathelehrer sagt, er übernimmt die Kinder in der Siebten - mit einem Wissensstand von Zweit/-Drittklässlern. Mit klassischem Unterricht bereitet er alle seine Kinder binnen 4 Jahren dann auf die Prüfungen am Ende der 10. Klasse vor - Werkrealschulprüfung. Das funktioniert einwandfrei. Ohne Noten.
So geht besserer Unterricht.

Beitrag melden
Brathering 03.12.2018, 17:01
2. Am besten wie bei der Rechtschreibung

Nach Gehör rechnen. 3+3 ergibt dann 33. Ein paar Jahre später kann man den Kindern ja sagen, dass das alles falsch war.

Beitrag melden
remedias.cortes 03.12.2018, 17:02
3. Prä- Mathematik

habe ich in den Neunzigern in Lateinamerika im Kindergarten unterrichtet - da geht es erstmal um Orientierung im Raum - laufe eine Acht oder um Hindernisse herum beispielsweise - um geometrische Formen, um das Gespür für Zahlen - Tischdecken für die Kindergruppe, Verdoppeln, Halbieren , Würfeln, aber wie gesagt , besonders um Raumwahrnehmung. Ich frage mich, ob die zunehmenden körperliche Ungeschicklichkeit , also Dyspraxie und mangelhafte Propriozeption , nicht mit prämathematischem Verständnis gekoppelt sind. Dann wäre die Lösung nicht mehr Matheunterricht, sondern viel früher in den Kita prämathematische Förderung.

Beitrag melden
helgeharder 03.12.2018, 17:05
4. Äh... bitte?

"In der Grundschule ab Klasse 3 und in der Sekundarstufe 1 sollten vier Klassenarbeiten pro Jahr verpflichtend sein, in der gymnasialen Oberstufe zwei Klausuren pro Halbjahr", heißt es in dem Bericht."

Soll das heißen, daß es Schulen gibt, in denen keine zwei Mathearbeiten im Halbjahr geschrieben werden? Das ist doch völlig normaler Standard, oder habe ich was verpaßt?

Beitrag melden
hinundwieder 03.12.2018, 17:07
5.

Mehr qualifizierte Lehrer - mehr Pauken, mit frequenten Klassenarbeiten und Tests.
Nach das hoert sich doch gut an.
Mehr Mathe - weniger Genderstudies.
Fortschritt!!

Beitrag melden
Zita 03.12.2018, 17:09
6.

Wenn ich sehe, was meine Kinder (Gymnasium, 6. Klasse, nicht in HH) in Mathe machen, wundert mich nicht, dass die später nichts können: Durch dieses dämliche G8 geht es in einem irren Tempo voran, nichts wird wirklich vertieft, nichts richtig eingeübt. Erklärung, Hausaufgabe, Test, nächstes Thema. Da kann gar nichts hängen bleiben.

Abgesehen davon glaube ich ja, dass die gesamte Didaktik im Fach Mathe überholt werden müsste. Da gibt es völlig andere Ansätze, die viel erfolgreicher und nachhaltiger sind als der übliche in Westdeutschland. Da helfen dann auch nicht mehr Mathestunden, wenn die Vermittlung suboptimal ist.

Beitrag melden
The Restless 03.12.2018, 17:10
7. Kinder konzentrieren sich nicht mehr

Ich habe mit älteren Mathelehrern gesprochen, die schon seit fast 30 Jahren unterrichten - die Schüler werden schlechter, ohne dass die Lehrer noch erfolgreich gegensteuern können. Klausuren aus den 1980er Jahren können heute von Schülern desselben Jahrgangs nicht mehr gelöst werden, die Standards müssen kontinuierlich gesenkt werden. Die Kids, an Smartphones und pausenlose Kommunikation gewöhnt, schaffen es nicht mehr, sich zwei Minuten auf ein einziges, schwieriges Problem zu konzentrieren.

Beitrag melden
e-matt 03.12.2018, 17:12
8. Wow! Was für ein tolles Konzept!

Das ist ja revolutionär, was sich die Damen und Herren "Experten" da ausgedacht haben. Die dummen Kinder müssen einfach mehr lernen! Und wenn wir gerade dabei sind, sollten die Kinder auch mehr Deutsch, Religion, Englisch, Geschichte, Informatik, Physik, Chemie und Bio lernen. Dann klappt es bestimmt. Aber mal im Ernst, vielleicht kann man Kindern auch so Mathematik beibringen, dass es ihnen Spass macht. Nur mal so ein blöde Idee ...

Beitrag melden
jogola 03.12.2018, 17:12
9. 13 Jahre

Zitat von Brathering
Nach Gehör rechnen. 3+3 ergibt dann 33. Ein paar Jahre später kann man den Kindern ja sagen, dass das alles falsch war.
haben sie uns erklärt, man könne keine Wurzeln aus negativen Zahlen ziehen. Dann, in der Ehrenrunde zwischen Abiarbeit und Entlassung, kam er uns mit "i". Alles falsch.

Schreiben nach Gehör sollten sie aber noch mal googlen.

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!