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Hilfe vom WG-Psychologen: Mein Mitbewohner erzählt ständig Lügengeschichten
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Er habe ein Attest gegen Putzen und Verwandte im Königshaus: Denise hat einen Mitbewohner, der ständig wirre Geschichten erzählt. Wie soll sie damit umgehen?

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rwweide 23.05.2017, 13:35
1. Psychotherapie

dieser Mann hat ein schwaches Selbstvertrauen und wahrscheinlich einen Minderwertigkeitskomplex, deswegen diese Unwahrheiten. Mit ihm darüber zu diskutieren bringt nichts, das attakiert nur noch sein Ego und verschlimmert sein Verhalten. Ein guter Psychotherapeut, welcher sich mit Ego - Problemen auskennt, könnte ihn aufwecken. Ihn von der WG zu entfernen, entfernt zwar denn Mann, hilft aber nicht sein Problem zu lösen und verlagert dies in die nächste WG oder wohin auch immer. Er braucht dringend Hilfe.

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schlaueralsschlau 23.05.2017, 13:37
2. Liebe Denise

Das ist kein Lügen. Er nimmt euch beide einfach nicht ernst und verarscht euch, wissend dass er damit durch kommt. Ihr müsst ihm mal drohen damit sich das ändert!

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Shelly 23.05.2017, 14:15
3. Er ist alt genug

Zitat von rwweide
dieser Mann hat ein schwaches Selbstvertrauen und wahrscheinlich einen Minderwertigkeitskomplex, deswegen diese Unwahrheiten. Mit ihm darüber zu diskutieren bringt nichts, das attakiert nur noch sein Ego und verschlimmert sein Verhalten. Ein guter Psychotherapeut, welcher sich mit Ego - Problemen auskennt, könnte ihn aufwecken. Ihn von der WG zu entfernen, entfernt zwar denn Mann, hilft aber nicht sein Problem zu lösen und verlagert dies in die nächste WG oder wohin auch immer. Er braucht dringend Hilfe.
ein gewisses Maß an Selbstreflektion zu haben, die Mitbewohner sind auch nicht seine Erziehungsberechtigten.
Raus aus der WG, Hilfe soll er sich woanders holen oder auch nicht, sonst hätte er es schon getan.
Was wollen sie machen? Ihn zwangseinweisen?
Keiner ist für die Probleme der ganzen Welt zuständig.

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Msc 23.05.2017, 14:19
4.

Zitat von rwweide
Ihn von der WG zu entfernen, entfernt zwar denn Mann, hilft aber nicht sein Problem zu lösen und verlagert dies in die nächste WG oder wohin auch immer. Er braucht dringend Hilfe.
Es ist nicht die Aufgabe der Mitbewohner sich um die psychischen Probleme anderer zu kümmern. Dazu sind sie weder qualifiziert noch verpflichtet. Es gilt der gleiche Rat wie immer in dieser Serie. Einmal ansprechen und, wenn sich nichts ändert, die Geschäftsbeziehung beenden indem eine Partei auszieht.

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hh22763 23.05.2017, 14:50
5. Zwanghaftes Lügen

... kommt gar nicht so selten vor. Man nennt Leute, die das exzessiv netreiben, "Pseudologen". Unaufhörlich erzählen sie dramatische Geschichten von schlimmsten Schicksalsschlägen, bösen Dritten, unheilbaren Krankheiten, vielerlei aberwitzigen Ungerechtigkeiten usw., aber auch von eigener Grandiosität (gern genommen: die Verwandtschaft mit Berühmtheiten). Vor einigen Jahren hat evangelisch.de einen interessanten Artikel dazu veröffentlicht: http://bit.ly/2rwo9UD Was in einer solchen Situation nicht hilft, ist, den Wahrheitsgehalt an sich zu diskutieren. Ferndiagnosen sind immer schwierig, aber der beschriebene Fall klingt tatsächlich nach Therapiebedarf. Wie bei Drogensüchtigen, Alkoholikern, schwer Depressiven und anderen (seelisch) Erkrankten kann man dazu von außen bestenfalls einen Anstoß liefern. Ein (fair kommunizierter) Rausschmiss aus der WG mit ehrlicher Darstellung der Gründe kann meines Erachtens so ein Anstoß sein.

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Biegel 23.05.2017, 16:41
6. Sozial unverträglich

Im Grunde genommen ist es egal, warum er so viel dummes Zeug erzählt. Man muss sich nur klar sein, was man selber möchte. Will man ihm helfen? Dann sollte man versuchen, ein sozial verträglichliches Verhalten einzufordern, seien es Gespräche oder Bewegen zu einer Therapie etc. Ich denke aber, damit ist man überfordert. Notorische Lügner sind sehr fantasievoll und dickfällig. Denen fällt immer etwas ein.

Geht er einem mit seiner Lügerei auf die Nerven und raubt einem die Energie und ist einem das alles zu viel, sollte man ihm unmissverständlich klar machen, dass er in der WG fehl am Platz ist. Die Schwierigkeit wird darin bestehen, ihn rauszubekommen.

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Teilzeitalleinerzieherin 23.05.2017, 17:04
7. hmmm

wir hatten so jemanden im Studentenwohnheim - mit der Abweichung, dass er nicht königlicher Abstammung sondern vom CIA war. Eines Tages kam seine Mutter, holte ihn ab und steckte ihn wieder in die Psychiatrie - er hatte entgegen der Absprachen seine Medikamente nicht genommen.

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fempton 23.05.2017, 17:42
8. Ganz offensichtlich hatten Sie großes Glück

Donald ist ja jetzt ausgezogen und wohnt im Weißen Haus.

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schlipsmuffel 23.05.2017, 17:43
9. Gleich der erste Kommentar

zeigt eine Tendenz unserer Gesellschaft: Alles, aber auch wirklich alles zu entschuldigen, Gründe nie in der verursachenden Person zu suchen, alles zu beschwichtigen und kleinzureden. Wenn der werte Mitbewohner Probleme mit seinem Egto hat, oder Minderwerigkeitskomplexe mit sich rumschleppt, muss er dies selbst erkennen und Hilfe suchen! Einen Säufer heilen sie auch nicht durch gutes Zureden! Der wird erst versuchen sich zu ändern, wenn er ein paarmal schmerzhaft voll vor den Baum gelaufen ist!

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