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Hilfe von der WG-Therapeutin: Was tun, wenn die Mitbewohnerin psychisch erkrankt ist?
plainpicture/ Gordon Spooner

Jakobs Mitbewohnerin schreit in der Nacht herum, lässt die Wohnungstür offen, vergisst, den Backofen auszuschalten - und sie hat eine Essstörung. Kann Jakob ihr helfen?

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emporda 01.05.2018, 18:49
1. Wie Demenz bei Alten

Unsere Schwiegermutter hatte mit 90 zwar andere Macken, aber sie war ebenso gemeingefährlich und konnte jede Minuten die große Katastrophe auslösen. Sie schlug blindwütig mit ihrer Stahlkrücke auf jeden ein, der ihr widersprach. Wir hatten das Überfallkommando mit 10 schwer bewaffneten Polizisten im Haus, die wollten einen schwer mißhandelten Sklaven befreien. Der saß ober in seiner Wohnung vorm Fernseher, grinste und genoß seine Gemeinheiten.

Zum Glück wurde die Schwiegermutter durch das Sozialgericht teilentmündigt, zwangsweise in ein geschlossenes Heim gebracht und dort mit Neuroleptika ruhig gestellt. Ohne Medikamente war ein Treffen mit anderen Menschen nicht zu veranworten

Es war danach das erste Mal seit Jahren, dass ich mit meiner Frau das Haus gemeinsam verlasen konnte, hinter uns abschließen und danach irgendwo etwas genießen. Ein unglaubliches Gefühl der Befreiung

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touri 01.05.2018, 19:12
2.

Ich würde sämtliche genannten Schritte, die höchst wahrscheinlich nichts bringen werden, überspringen und mir gleich eine neue Wohnung suchen.

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Immanuel K. 01.05.2018, 20:02
3. Sorry, aber das ist alles ziemlicher Stuss...

...was sind das denn alles für Ratschläge - was hat denn der Vermieter damit zu tun, wenn ein Mieter krank ist??? Es liegt offensichtlich sowohl Fremd- als auch Eigengefährdung (Herd nicht abgeschaltet) vor. Da ist eindeutig die Polizei der Ansprechpartner der Wahl - und man muss eine Zwangseinweisung in Erwägung ziehen. Die Polizei würde versuchen mit der Dame zu reden, sollte das nicht möglich sein, würde sie in eine Psychiatrie gebracht, wo psychiatrisches Fachpersonal die Sache beurteilen würde. Darüber hinaus würde ein Richter über eine Zwangsunterbringung befinden.

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alfredo24 01.05.2018, 20:02
4. Verhalten offenbar nur anerzogen?

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Mitbewohnerin nicht unbedingt eine psychische Erkrankung hat, sondern einfach ein Elternhaus hatte, in dem alles erlaubt war. So brachten die Eltern in jedem einzelnen Fall einen nachvollziehbaren Grund hervor, nur nicht den, dass sie die Erziehung vollkommen vermurkst hatten und keine Grenzen festlegten. Jetzt ist das arme Mädchen auch noch psychisch krank, denken wohl die Eltern. Dabei ist das Verhalten einfach nur anerzogen, so zumindest meine Meinung hierzu.

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ollis.post 01.05.2018, 20:34
5.

Als WG SPON Ratgeber würde ich klären wer hier Hauptmieter ist, denn wer hier auszieht sagt nicht der Ratgeber, sondern der Hauptmieter. Einfach zu sagen: „Zieh aus“ würde ich so nicht hinnehmen wenn das meine Wohnung wäre.

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genugistgenug 01.05.2018, 20:37
6. wieder mal Rat Schläge ohne Grundlage

es fehlen wieder mal die Grundlagen:
1. welchen Studiengang haben diese Leute überhaupt
2. in welchen Mietverhältnis stehen die? Wer ist Wohnungsmieter, Untermieter (un/möbliert)? "Mitbewohnerin" ist völlig schwammig und ein Erwachsener (auch Student) sollte wenisgtens die Fakten nennen können und die sollte man auch wissen, bevor man Rat Schläge gibt. Oder war das die ehemalige Freundin?

Kündigungsfrist (möbliert) zum 15/Monatsende und Tschüss.

Rauchmelder ging an - kam da die Feuerwehr? Wer hat den Einsatz bezahlt? Ist das sonst dokumentiert?

PS kann es vielleicht sein, dass der "Ratsuchende" diese Behandlung braucht und nun nur eine Ausrede für sich selbst sucht um weiterzumachen?

Satire? War das mit dem Vermieter etwa Ernst? Muss der Vermieter nun auch bei Partnerproblemen helfen? Geh in eine Partei, am besten die GRÜNEN und die werden dann sicher ein entsprechendes Gesetz fabrizieren.

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Sueme 01.05.2018, 22:22
7.

Zitat von genugistgenug
Rauchmelder ging an - kam da die Feuerwehr? Wer hat den Einsatz bezahlt? Ist das sonst dokumentiert? Satire? War das mit dem Vermieter etwa Ernst? Muss der Vermieter nun auch bei Partnerproblemen helfen? Geh in eine Partei, am besten die GRÜNEN und die werden dann sicher ein entsprechendes Gesetz fabrizieren.
Wenn keiner die Feuerwehr gerufen hat, war die Feuerwehr auch nicht vor Ort. Gewöhnliche Rauchmelder sind nämlich nicht in der Lage selbstständig die Feuerwehr zu informieren.

Was der Vermieter damit zu tun hat?
Dem Artikel nach lässt sich vermuten das der Vermieter die Zimmer, zum Zweck der Gewinnmaximierung, einzeln vermietet. Denn der Rat-suchende tituliert weder sich noch die Dame als Hauptmieter.
Und in dem Fall kann halt auch nur der Vermieter der Dame kündigen.

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dasfred 02.05.2018, 03:12
8. Heute mal wieder vernünftige Ratschläge

Ungefähr das selbe ist mir auch eingefallen, als ich den Fall gelesen habe. Ic schließe aus dem Zusammenhang, dass die Mitbewohnerin hier selbst einen Mietvertrag mit dem Vermieter hat, denn sonst hätte der Schreiber sicher schon selbst die fristlose Kündigung ausgesprochen. Leider muss sich der Schreiber eventuell auf mehrere unruhige Monate einstellen, wenn er sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst wendet. Behörden brauchen nun mal viel Zeit. Da bietet es sich an, parallel nach einer neuen Wohnung zu suchen.

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Mila McCarthy 02.05.2018, 04:33
9.

Rufen Sie den psychosozialen Notdienst an und sagen dort nachdrücklich, Ihre Mitbewohnerin würde selbst- und fremdgefährdendes Verhalten zeigen. Ziehen Sie am besten außerdem umgehend aus, immerhin vorrübergehend zu Freunden oder Verwandten. Sie selbst können Ihrer Mitbewohnerin leider kaum helfen. Sie tun am meißten für sie, wenn Sie dafür sogen, dass sie psychologische Hilfe bekommt. Wie die aussieht, ist schwer zu sagen, aber ich vermute, dass gerade ganz akut sogar ein Aufenthalt in der Psychiatrie nötig sein könnte. Weil Ihre Mitbewohnerin das nicht wollen wird, ist der schon erwähnte sozialpsychiatrische Notdienst so wichtig. Ansonsten rufen Sie am besten per 112 einen Krankenwagen pder tatsächlich die Polizei, wenn Ihre Mitbewohnerin wieder herumschreit oder ähnliches Verhalten zeigt. Schildern Sie dann genau, was passiert ist und wovor Sie Angst haben (agressives Verhalten, Feuer durch angelassenen Ofen...) Sie selbst müssen und können keine Verantwortung für das Wohlergehen einer offensichtlich psychisch kranken Person übernehmen!

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