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Hochschulen: Jeder vierte Student kämpft mit überfüllten Hörsälen
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Die Luft ist schlecht und die Beine schmerzen vom Stehen: 27 Prozent der Studenten müssen regelmäßig in dicht besetzten Hörsälen und Seminarräumen lernen. An Unis ist die Situation schlimmer als an Fachhochschulen.

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lini71 05.08.2013, 16:01
1. Tja

Zitat von sysop
Die Luft ist schlecht und die Beine schmerzen vom Stehen: 27 Prozent der Studenten müssen regelmäßig in dicht besetzten Hörsälen und Seminarräumen lernen. An Unis ist die Situation schlimmer als an Fachhochschulen.
Wenn ich mich in die Hochschule begebe, die warum auch immer hip ist, muss ich mich wundern..

Wer im "nahem Osten" studiert hat Platz und tolle Hochschulen...

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experiencedsailor 05.08.2013, 16:31
2. Die Lösung ist einfach:

Alle Mitarbeiter des Bildungsministeriums und die Rektoren der Universitäten einmal in die Schweiz an die Uni St. Gallen und die ETH fahren. Dort zuhören und lernen. Und zurück in Deutschland das Gelernte umsetzen.

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r_w 05.08.2013, 17:03
3. Zu viele Masterbewerber

Wenn Medien und Arbeitsmarkt den Bachlor-Absolventen immer vorhalten, was sie alles nicht können, braucht man sich nicht wundern, wenn jeder einen Master machen will. Es geht auch anders, siehe USA, dafür fehlt in Deutschland aber die Einsicht.

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ralph.behr 05.08.2013, 17:14
4. ...

Zitat von lini71
Wenn ich mich in die Hochschule begebe, die warum auch immer hip ist, muss ich mich wundern.. Wer im "nahem Osten" studiert hat Platz und tolle Hochschulen...
Bitte lesen sie mal die Bildunterschrift. Wichtiger ist es wohl keines der hippen Fächer zu studieren. Habe noch von keinem Physiker gehört, der sich in überfüllten Hörsälen bewegt hätte.

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Schäfer 05.08.2013, 17:16
5. Vorschlag

Zitat von sysop
Jeder vierte Student klagt über überfüllte Hörsäle
Das sind dann etwa 12,5%, wenn also 3 von 4 Studenten und 4 von 4 Studentinnen überfüllte Hörsäle nicht für einen Grund zum Klagen halten.

Mag sein, dass jemand darin einen Handlungsbedarf sieht, aber in der U-Bahn sieht es oft genauso aus. Man könnte dem begegnen, indem man Leerstände eliminiert (Semesterferien, Nächte, Wochenenden) und die Studenten möglichst zeitlich gleich verteilt.

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rene.merkur 05.08.2013, 17:32
6.

Zitat von ralph.behr
Bitte lesen sie mal die Bildunterschrift. Wichtiger ist es wohl keines der hippen Fächer zu studieren. Habe noch von keinem Physiker gehört, der sich in überfüllten Hörsälen bewegt hätte.
Dann haben Sie noch nicht mit vielen Physikern gesprochen. Unsere Hörsäle sind zu Anfang des Semesters absolut überfüllt. Da werden die Fensterbänke als Sitzplatz verwendet und auf den Knien geschrieben.

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Spiegelwahr 05.08.2013, 18:31
7. Bessere Verteilung

Wenn alle Studenten an einer Innuniversität studieren wollen, dann wird es immer Probleme mit den Hörsälen, Seminarräumen, Wohnheimplätzen und auf dem freien Wohnungsmarkt geben. Studenten sollten ihren Studienplatz auch danach wählen, wie die Studienbedingungen sind und nicht nur, so scheint es, nach dem Partyangebot. Qualität im Studieum gibt es nicht an überfüllten Universitäten. Was nutzt mir ein Starprofessor, wenn ich diesen als Student nie zu Gesicht bekommen oder seine Vorlesungen nicht folgen kann, weil der Hörsaal brutal überfüllt ist. Ein kleine gute Fachhochschule kann mehr bringen als die Massenuniversität. Studenten sollten genau den Rufen einer Universität oder Fachhochschule prüfen, bevor sie ihre Zeit an dieser verschwenden. Manchmal ist das zweitbeste Angebot besser als das beste Angebot, weil die Studiumbedingung und das Umfeld ist besser.

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parresia 05.08.2013, 19:44
8. optional

Das hat nun wirklich nichts mit "Innuniversitäten" zu tun, da kein Fachbereich mehr Studierende aufnimmt als Studienplätze vorhanden sind plus einen relativ geringen Überhang - nicht ohne Grund sind auch mittlerweile sogenannte Orchideenfächer mit einem NC belegt. Das Problem liegt darin, dass die Sache mit den vorhandenden Studienplätzen ein Statistiktrick ist. Ob Physik oder Latein: Ein ganzer Studienplatz wird nur für einen Vollstudierenden angerechnet, die Masse der Lehrämter zählt, je nach Uni, nur 1/3 oder knapp mehr. Habe ich die Lehrämter jedoch vor mir sitzen, macht er in einem Seminar 100% Arbeit und belegt einen ganzen Stuhl. Damit ist die sowieso schon beklagenswerte Diskriminierung von Lehramtsstudierenden an Universitäten einer Verstärkung und ihre Ausbildung einer wissentlichen Verschlechterung ausgesetzt.
Hinzu kommt, dass verbeamtete Professoren sich nicht um größere Räume bemühen, auch wenn Ihnen die Datenbank längst mitteilt, dass der Raum für 50 kaum für 500 Ausreicht - Vorlesungen sind schließlich mittlerweile mit Klausuren "belastet", wer will sich das schon antun. Die Ausbildung verlagert sich auf den Mittelbau, der zeitleich abgeschafft wird (denn dank der Statistiktricks ist er ja nicht notwendig), frisch gebackenen Doktoranden geben Hauptseminare, Menschen, die keinerlei pädagogische Erfahrungen haben geben Fachdidaktikseminare. Erklärtes Ziel ist es, die Lehre über LEhraufträge oder noch besser kostenfrei arbeiten müssende Privatdozenten abzuschieben. Der PDler bekommt seine 2 Pflchtstunden nur, wenn er auch 4 gibt, der Lehrbeauftragte bekommt kein Fahrgeld und auch nur jede zweite Stunde bezahlt. Für die Studienplätze zählen diese modernen Sklaven natürlich voll. Allzu oft kommt es vor, dass so ein Lehrbeauftragter oder PDler kurzfristig abspringt, so dass dann seine Studierenden auf den noch verbleibenden Mittelbauer abgeschoben werden, der das natürlich macht, denn es gibt ja die vage Hoffnung, den eigenen Vertrag, gekürzt um 66% verlängert zu bekommen. Wenn man sich dann erst zur Mitte des Semesters einen angemessenen Raum erkämpft hat, ist das Seminar dahin.
Das ist deutsche Bildungspolitik im Jahre 2013 - und zusammen mit meinen Kollegen suche ich immer noch jemanden, der jemanden kennt, der aufgrund des Hochschulpakts sozialversicherungspflichtig eingestellt worden ist.

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noer 05.08.2013, 20:01
9. NC-Problem

Nach deutscher Rechtsprechung hat jeder Studierfähige einen Anspruch auf einen Studienplatz, solange es dafür Kapazitäten gibt. Offensichtlich wird dieses Prinzip völlig falsch angewendet. Sollen Studenten wegen einer hinzugerechneten Schwundquote das erste Jahr auf dem Boden sitzen müssen? Dann doch besser über NC/Auswahltests aussieben und gescheiterte Bewerber (ausser Härtefälle) nach Ostdeutschland verweisen.

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