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Hochschulseminare: NRW will Anwesenheitspflicht wieder zulassen
DPA

Soll die Uni kontrollieren, ob Studenten an Seminaren teilnehmen oder nicht? In NRW gab es drei Jahre lang keine Präsenzpflicht - nun will die Wissenschaftsministerin das "starre Verbot von Anwesenheitspflichten" abschaffen.

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Angelheart 28.09.2017, 14:23
1. Alles wie gehabt :

Sobald Schwarz-Gelb loslegt befindet man sich ruck-zuck in längst überwunden geglaubter Adenauer-Piefigkeit! Man kann gespannt sein, was denen noch einfällt!

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alternativloser_user 28.09.2017, 15:03
2.

Zitat von Angelheart
Sobald Schwarz-Gelb loslegt befindet man sich ruck-zuck in längst überwunden geglaubter Adenauer-Piefigkeit! Man kann gespannt sein, was denen noch einfällt!
Ich wüsste da was ! Studiengebühren um den ganzen Faulenzern so richtig Druck zu machen, damit die ihr Studium ja möglichst schnell abschließen !
Zusammen mit dem Professor der überprüft ob man auch wirklich anwesend war ist das das Mittel der Wahl um die ganzen Bummelstudenten loszuwerden, die nebenbei arbeiten müssen.

Denn wie alle Konservativen wissen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser !

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isi-dor 28.09.2017, 15:05
3.

Ich bin generell für Präsenzpflicht. Wer studiert, erhält vom Steuerzahler eine Ausbildung hat die entsprechend zu absolvieren. Er kann sonst auch eine Lehre machen.
Ich bin übrigens auch für eine strenge Präsenzpflicht von Abgeordneten bei Plenarsitzungen und die Abschaffung von Sitzungsgeld. Man kann zusätzlich zum Gehalt nicht noch verlangen, dass man für die ordentliche Ausführung seines Berufs auch noch extra Geld bekommt.

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jjcamera 28.09.2017, 15:28
4. Folge des kostenlosen Studiums

Zitat von Angelheart
Sobald Schwarz-Gelb loslegt befindet man sich ruck-zuck in längst überwunden geglaubter Adenauer-Piefigkeit! Man kann gespannt sein, was denen noch einfällt!
Für Schein-Studenten, die anderen den Platz wegnehmen und nicht am Unterricht teilnehmen, brechen schwere Zeiten an.

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Rolly 28.09.2017, 15:46
5. Ich verstehe die ganze Diskussion nicht...

... in der guten alten Zeit (TM) gab es in meinem Mathestudium:
- Vorlesungen: Da fand Stoffvermittlung statt. Wie und wo man sich den Stoff aneignet liegt in Verantwortung des Studierenden, das gehört nun mal zur akademischen Freiheit.
- Übungen: dort wurde der Stoff anhand von Beispielen vertieft. Anwesenheit ähnlich wie bei Vorlesungen. Allerdings mussten zur Erlangung eines Semesterscheins im Vordiplom eine hinreichende Anzahl von Übungsblättern richtig bearbeitet warden. Ohne Übungsschein keine Zulassung zur Prüfung.
- (Pro-) Seminare. Zur eigenständigen Erarbeitung und Präsentation eines Themas. Man mußte nicht nur zum eigenen Vortrag anwesend sein, sondern auch zu denen der anderen Kommolitonen. Meine persönliche Meinung: Das gehört sich auch so und es entstanden auch meist rege Diskussionen.
- Das bei Exkursionen und Praktia Anwesenheitspflicht herrscht ist doch wohl selbstverständlich, das sind schließlich bereits akademische Leistungen genau wie Prüfungen.

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fundador 28.09.2017, 15:58
6. Manchmal muss man die Leute zu ihrem Glück zwingen...

wer nicht da ist, kann auch nix lernen - deshalb: Die erste gute Entscheidung der neuen Landesregierung - und das, obwohl ich sie nicht gewählt habe!

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G.Real 28.09.2017, 16:15
7. Ist Frau Ministerin denn..

jetzt schon von allen guten Geistern verlassen und hat seit ihrem ersten juristischen Staatsexamen 1979 in Bonn (so jedenfalls Wikipedia) denn nun alles vergessen vom Studium? Anwesenheitspflicht ist eine völlig kontrakproduktive Pestilenz, die von ungeahnt vielen Hochschullehrern mißbraucht wird, ihre Belastung in der Veranstaltung und durch die Prüfungen zu minimieren. Die Hörer werden gehindert, wissenschaftlich zu studieren, sich insbesondere andere Auffassungen als die des Dozenten anzueignen; die Hörer werden gezwungen, sich den bisweilen bizarren Unfung ihres Dozenten anzueignen und in der Prüfung zu reproduzieren. Seit mindestens 30 Jahren ist gesicherte Erkenntnis der Lernforschung, dass die verbale Vermittlung von gedanklichen Inhalten die am wenigsten effiziente Methode ist. Weiß Frau Ministerin denn nicht, dass die Hochschulen in NRW gar nicht genügend große Räume hat für all die Pflichtteilnehmer? Gruselige Vorstellungen...

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warum_nicht? 28.09.2017, 16:23
8.

Was für ein Unsinn: Während meines Studiums in BaWü (damals übrigens schwarz regiert) gab es keine Anwesenheitspflicht. Wenn der Physik-Prof. sich dann in der 3. Vorlesung wundert, dass noch so viele da sind, wussten wir dann auch, was Sache ist. Gelernt hat man zu Hause und in den Übungsvorlesungen, die Vorlesung vom Prof. war häufig unnötig, da sowieso häufig total abgehoben (von den Vertiefungsvorlesungen mal abgesehen).
Wer die Prüfung besteht, darf weiter studieren, so einfach ist das.

Da sollte man mal lieber über die Anwesenheit unserer (bestens bezahlten) Politiker im Bundestag nachdenken, schon mal eine Debatte im Fernsehen gesehen?

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frenchie3 28.09.2017, 17:01
9. Hilfe !!

"das starre Verbot von Anwesenheitspflichten.... abschaffen". Die Leute müssen da sein aber es ist verboten daß sie da sein müssen und das wird abgeschafft? Echt?

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