Forum: Leben und Lernen
Jugend und Politik: Engagement ja, Partei nein
Paula Markert/ UNI SPIEGEL

Studenten interessieren sich nicht mehr für Politik, klagen Wissenschaftler und Minister. Dabei ist der Nachwuchs so politisch wie lange nicht mehr.

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Phil2302 29.05.2016, 12:06
1.

Woher nehmen die eigentlich alle die Zeit? Ich bin froh, das Wochenende mit meiner Familie verbringen zu können, unter der Woche bin ich natürlich arbeiten. Ich kannte 2 Jungpolitiker während meines Studiums, die sind beide jetzt bei 20+ Semestern und immer noch weit vom Abschluss entfernt.

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observerlbg 29.05.2016, 12:10
2. Wirklich löblich, das Engagement der Jugend

Aber solange damit kein Einfluß auf das globale Geschehen genommen werden kann, werden auch diese Jugendlichen vom Establishment verarscht, wie wir alle. Dennoch handeln sie richtig, denn Macht korrumpiert unweigerlich. Und Parteienarbeit, egal an welcher Stelle, ist derzeit außerordentlich unbefriedigend. Möge Herr Laing unbeschadet aus den sPD-Sitzungen kommen.

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christiewarwel 29.05.2016, 12:12
3. Wie erstaunlich

Wenn man sich unsere Politik aus Lobbyismus, Parteiengekungel, Hinterzimmerkommissionen und Seilschaften anschaut, können darüber eigentlich nur Politiker erstaunt sein.

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curiosus_ 29.05.2016, 12:13
4. Tja, da scheint ...

... die Weiterentwicklung der parlamentarischen Demokratie hin zu einer direkten doch zwingend zu sein.

Wenn starre, inflexible Parteiprogramme in unserer schnelllebigen Zeit viel zu langsam Antworten auf neue Herausforderungen liefern, dann dürfte die sachorientierte Einzelfallentscheidung die Lösung sein um die Zeitkonstanten in den Entscheidungsprozessen drastisch zu reduzieren.

Und um das Ohnmachtgefühl der Einzelnen zu bekämpfen.

Das stutzt natürlich die Politikerkaste drastisch zusammen - weg von selbstherrlicher Entscheidungsgewalt hin zum Moderatorentum. Da dürfte das Beharrungsvermögen das größte Problem sein.

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tina777777 29.05.2016, 12:19
5. stimmt!

Ich kann dem Beitrag nur zustimmen. Politik ist nicht nur in bundes- oder landtag. und ganz ehrlich die heutige Politik spricht mich als 30jährige nicht an. z.Z wird eine Politik für alte Menschen gemacht und nicht für junge. Unsere Familienpolitik und das Bildungssystem richtet sich nicht an junge menschen, geschweige denn die Rentenpolitik. Ich empfinde die Parteiprogramme für überholt und altbacken. Wählen ist wichtig das ist klar aber der Rest? spricht mich nicht an, selbst schuld wenn die politische Zielgruppe Menschen ab 50 Jahre sind. Dann mache ich lieber was im kommunalen umfeld, und nehme Einfluss auf mein direktes Umfeld.

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wecan 29.05.2016, 12:19
6.

"Junge Menschen entwickeln zu vielen gesellschaftlichen Themen schnell eine Meinung - verwerfen diese aber genauso schnell wieder, wenn jemand sie vom Gegenteil überzeugt."

Das sieht Soziologe Bargel als Gefahr an und ihm wäre es dann wohl lieber, wenn diese jungen Menschen in Parteien wären, die sie auf Linie halten, obwohl sie bereits vom Gegenteil überzeugt wurden.

Naja, sehe ich anders. Die Nibelungentreue in der deutschen Politik wird uns nämlich bald richtig auf due Füße fallen.

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Tolotos 29.05.2016, 12:20
7. Sie interessieren sich wohl eher nicht für Parteipolitik!

Die offizielle repräsentative Politik entfernt sich immer mehr von demokratischer Willensbildung und repräsentiert fast nur noch die Interessen der Wirtschaftseliten! Am besten sieht man das, wenn man z. B. vergleicht, wie die Interessen von Normalsteuerzahlern und der Klientel von Steueroasen in der Realpolitik gewichtet sind. Demokratische Vertretung kommt dabei nicht vor. Ähnlich ist es auch beim Thema Freihandelsabkommen. Auch dort werden weniger die Interessen der Mehrheit der Arbeitnehmer vertreten, als der Minderheit, die sie vermarkten wollen.

Es gibt wohl viele, die im derzeigen politischen System keine Möglichkeit sehen, ihre politischen Interessen zu vertreten. Denen zu unterstellen, dass sie politisch uninteressiert sind, blendet schlicht und ergreifend die Tatsachen aus.

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Menschundrecht 29.05.2016, 12:21
8. Vereinte ProletArierInnen

Ja, der 'Nachwuchs' ist 'so politisch wie lange nicht mehr', er ist nämlich Objekt der Politik und politische Manövriermasse.

Für die Politik in Deutschland ist es seit zehn Jahren offenbar zunehmend wichtig, mit dem Verblöden, Aufhetzen und gegeneinander Ausspielen so früh wie möglich und am besten schon beim 'Nachwuchs' zu beginnen.

Kinder gegen Eltern.
Frauen gegen Männer.
Junge gegen Alte.
Reiche gegen Arme.
'Volksgemeinschaft' gegen Familie.
Nichtdeutsche gegen Deutsche.
Ausländer gegen Inländer.
Dünne gegen Dicke.
Dumme gegen Intelligente.
Die anderen gegen die Rentner.
Die anderen gegen die Russen.
Die Beamten gegen die anderen.
Schlechtmenschen gegen Gutmenschen.
Juden gegen Christen.
Christen gegen Moslems.
Konservative gegen Verfassungsfeinde.
Moslems gegen Juden.
Freunde der USA gg. Feinde der USA.
Spieler gegen Nichtspieler.
Homosexuelle gegen Heterosexuelle.
Ungläubige gegen Gläubige.
Weisse gegen Schwarze.
Weisse gegen Gelbe.
Spione gegen Spione.
Idioten gegen Idioten.


And the list goes on and on.

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bamesjond0070 29.05.2016, 12:23
9.

Morgen werde ich wieder in der Schule sitzen (auf kaputten Stühlen in Räumen mit defekter Heizung), Sport haben (in der vollkommen maroden Sporthalle), es werden erfahrungsgemäß mindestens 1-2 Stunden ausfallen (und das beim ungewollten G8) und danach gehe ich Mittagessen, aber bei Rewe oder dem Dönerladen, das Essen unserer Mensa ist ja leider praktisch ungenießbar. Anschließend dann zum Sportverein, der leider Bei so viel Ignoranz gegenüber jungen und Menschen und deren Wünschen, ist die Frage für mich (als dennoch Politik-interessierter Mensch), wieso man den Eindruck haben sollte, dass sich auch nur ein Politiker für uns interessiert. Und wenn einem dann einfällt, das wir nich

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