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Junge Studenten: Mit 17 im Hörsaal
DPA

Jedes Jahr studieren mehr Minderjährige. Doch sind die Überflieger an der Uni angekommen, bleiben sie an vielen Stellen Nesthäkchen. Ohne Mama kriegen sie nicht mal einen Bibliotheksausweis. Drei 17-Jährige berichten.

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shanghai96 17.03.2017, 11:26
1. Mit 21

als Master in die Arbeitswelt entlassen werden... Es ist keine 10 Jahre her, da hat man als maennlicher Student mit 20 erst angefangen zu studieren...

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g_bec 17.03.2017, 11:36
2. Wieso Überflieger?

Was soll der Quatsch mit "Überflieger"? Es ist doch völlig normal, dass ein im Oktober geborenes Kind, das mit "fast" 6 Jahren eingeschult wird, nach 12 Jahren Schule mit "noch nicht ganz" 18 an die Uni geht. In BY gab es eine Zeit, da war der Stichtag für Muss-Kinder der 31.12., also war es normal, dass die "späten" Kinder mit fünf eingeschult wurden.
Und nebenbei: Werden die 17-jährigen Erstis nicht irgendwann auch 18?

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Paddel2 17.03.2017, 11:55
3. Normal, aber nicht ideal

Mit Überfliegern hat das nichts zu tun. Abhängig von Geburtstag und Stichtagen sind derartige Studenten normal. Ich empfehle jedoch allen Eltern, ihre jungen Abiturienten für ein Jahr eine soziale Tätigkeit nachgehen zu lassen. Ein erfolgreiches Studium setzt ein hohes Maß an Selbstdisziplin voraus, dass nur mit viel Eigenständigkeit erreicht werden kann. Studenten sollten nicht mehr zu Hause wohnen und er Unabhängigkeitsprozess hat idealerweise nicht erst mit der ersten Vorlesung begonnen.

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schreckgespenst 17.03.2017, 12:11
4. Blubb

Zitat von g_bec
Was soll der Quatsch mit "Überflieger"? Es ist doch völlig normal, dass ein im Oktober geborenes Kind, das mit "fast" 6 Jahren eingeschult wird, nach 12 Jahren Schule mit "noch nicht ganz" 18 an die Uni geht. In BY gab es eine Zeit, da war der Stichtag für Muss-Kinder der 31.12., also war es normal, dass die "späten" Kinder mit fünf eingeschult wurden.
Zumindest das krasseste Beispiel (17 Jahre und im 3. Semester) hat auch nichts mit G8 usw. zu tun, sondern am Überspringen von 2(!) Klassenstufen. Solche Einzelfälle gab es auch früher immer Mal wieder.
Die beiden anderen Fälle sind dagegen doch nichts außergewöhnliches. Beide sind mit 17 nur an der Uni, weil sie mit fünf Jahren eingeschult wurden. Mir ging es genauso (Geburtstag im September) nur waren es bei mir noch 12,5 Jahre bis zum Abitur, sodass ich 18 war als ich das Abi bekommen habe. Man ist es dann aber gewohnt, dass man immer "jünger" als die Klassenkameraden etc. ist. Da ist es im Studium auch nicht ungewohnt. Zu Beginn dürfte es ein paar bürokratische Hindernisse geben, aber nach einem halben Jahr wird man dann sowieso 18.

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g_bec 17.03.2017, 12:30
5. Altersbeschränkung

Zitat von Paddel2
Mit Überfliegern hat das nichts zu tun. Abhängig von Geburtstag und Stichtagen sind derartige Studenten normal. Ich empfehle jedoch allen Eltern, ihre jungen Abiturienten für ein Jahr eine soziale Tätigkeit nachgehen zu lassen. Ein erfolgreiches Studium setzt ein hohes Maß an Selbstdisziplin voraus, dass nur mit viel Eigenständigkeit erreicht werden kann. Studenten sollten nicht mehr zu Hause wohnen und er Unabhängigkeitsprozess hat idealerweise nicht erst mit der ersten Vorlesung begonnen.
Wieso? Gibt's da ein Mindestalter beim Erlernen von "Selbstdisziplin"?

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geoshd 17.03.2017, 13:16
6. Meine Erfahrungen

Nein, es gibt kein Mindestalter für das Erlernen von Selbstdisziplin. Allerdings stellen die jungen Abiturienten je nach Studiengang die Fakultät unter neue Herausforderungen. Ich habe einige Jahre einen Geländekurs in's Ausland für Zweitsemester in den Geowissenschaften mitorganisiert, die Teilnehmer wurden dabei immer jünger. Mit einmal waren nicht genug Fahrer dabei, da die Autovermietungen für Fahrer im Ausland als Mindestalter 21 Jahre voraussetzen. Auch mussten schriftliche Genehmigungen bei Eltern für alles mögliche eingeholt werden, und die Unselbstständigkeit nahm mit sinkendem Teilnemheralter zu. Ein gemeinsamer Einkauf für eine 5er-Unterkunft für einige Tage stellte manchen Studenten vor ein unlösbares Problem.
Wir haben dann die Vorbesprechungen dementsprechend angepasst, haben z.B. Einkaufsvorschläge als Listen rumgeschickt. So kann man diesem Trend eben proaktiv entgegenkommen.

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m.m.s. 17.03.2017, 14:07
7. Absturz garantiert

Wer derart die pädagogischen Entwicklungsschritte verengt, der braucht sich später nicht über die Konsequenzen bis hin zum Absturz inklusive seelischer Krise, Lebensunlust, Berufsverfehlung, etc. zu wundern. Die Früheinschulung, auch bei Mädchen, stärker jedoch bei Jungens, hat ihre Konsequenzen, die in den entsrprechenden Publikationen nachgelesen werden können. Die werden aber immer ignoriert, sind aber trotzdem da. Besser für das Mädel wäre es, erst einmal eine komplett Nicht-Intellektuelle Zwischenstufe einzuplanen, die etwas mit den Händen zu tun hat. Kann ja auch ein Pflegepraktikum sein, das dann gleich für das Studium verwendet werden kann. Jetzt aber Jahrelang auf das Medizin-Staatsexamen zu pauken, direkt von der Schule, wird ihr sicher irgendwann komplett über sein. Das steht schon fest. Und was dann? Also: besser etwas in der Planung als Zwischenschritt vorsehen, kann ja auch nach den ersten zwei Jahren als Einschub sein.

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w.o. 17.03.2017, 14:21
8.

Ich versteh' das nicht so richtig. Mitte der 60er-Jahre machte man das Abitur mit 18 oder 19; ohne Wehr- oder Zivildienst studierte man -wie ich- anschließend ohne großen Probleme mit Bibliotheksausweis oder Bank und wurde schließlich mit 21 Jahren volljährig. Niemand musste sich beklagen oder wurde eingeschränkt als minderjähriger Student.

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camilli79 17.03.2017, 14:30
9. Unselbständige Koryphäen

Zwei meiner Mitschüler im Gymnasium waren Zwillinge, mit 17 Abitur (G8 gab es d amals noch nicht) , wurden mit 28 Jahren beide die jüngsten Professoren Deutschlands, und wohnten mit 40 noch bei Mama.

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