Forum: Leben und Lernen
Kita-Erzieher: Mann, mach das doch!
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Pädagogen, Eltern und Politiker sind schon lange einig: Kitas brauchen mehr Erzieher. Doch nach wie vor wollen zu wenige Männer den Job - trotz jahrelanger Kampagnen. Waren die Ziele zu hoch gesteckt?

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ReinhardZiegler 19.02.2018, 08:27
1. Eltern unersetzbar

Kein Erzieher oder Betreuer kann die Eltern - vor allem die Mutter - ersetzen. Man kannn Erziehung nicht delegieren bzw. "Outsourcing". bis zum dritten Lebensjahr sollten die Kinder bei den Eltern bleiben und dann in eine Kita/Kindergarten gehen. Was vor allem an Waerme und Herzensbildung in den ersten drei Lebensjahren versäumt wird, kann später nicht mehr " repariert" werden. Wenn heutzutage immer mehr Psychotherapeuten an den Schulen benötigt werden, zeigt das doch, dass etwas krank ist im System.

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dr.eldontyrell 19.02.2018, 08:36
2. Im Vorletzten Abschnitt

werden alle Antworten gegeben: "Laut Rohrmann ist die Arbeitszufriedenheit unter Erziehern hoch - trotz der Nachteile des Jobs: hohe Arbeitsbelastung, geringes Gehalt, mangelnde gesellschaftliche Anerkennung."
Sprich wie bei den Pflegern: Der Idealismus und die Verantwortung, die diese Menschen in den Job einbringen, werden von denen, die damit Geld verdienen, knallhart ausgenutzt. Heraus kommen Jobs, die nur Idealisten machen, mit den oben genannten Nebenwirkungen: Hohe Arbeitsbelastung, geringes Gehalt, mangelnde gesellschaftliche Anerkennung. Deshalb wirken diese Jobs auch nur auf eine ganz kleine Gruppe Menschen anziehend, wovon im Laufe der Karriere so mancher das Handtuch wirft. Aber: Der heilige Markt wird es richten.

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ulmer_optimist 19.02.2018, 08:38
3. Geschmackssache

Letztlich muss doch jeder für sich entscheiden, wo und wie er oder sie arbeiten will. So wie sich manche Frau "auf´m Bau" nicht wohlfühlen würde, wäre mir die Arbeit in einer weiblich dominierten Umgebung im Kindergarten zu anstrengend. Ich habe eine Weile lang im sozialpädagogischen Umfeld mit vielen Frauen gearbeitet - die Zickerei der Damen untereinander brauche ich nicht mehr.

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DJ Doena 19.02.2018, 08:45
4.

Zitat von ReinhardZiegler
Kein Erzieher oder Betreuer kann die Eltern - vor allem die Mutter - ersetzen. Man kannn Erziehung nicht delegieren bzw. "Outsourcing". bis zum dritten Lebensjahr sollten die Kinder bei den Eltern bleiben und dann in eine Kita/Kindergarten gehen. Was vor allem an Waerme und Herzensbildung in den ersten drei Lebensjahren versäumt wird, kann später nicht mehr " repariert" werden. Wenn heutzutage immer mehr Psychotherapeuten an den Schulen benötigt werden, zeigt das doch, dass etwas krank ist im System.
Früher war eine Lebensweisheit, dass Kinder vom *ganzen Dorf* erzogen werden. Spätestens wenn die Mutter ein zweites oder drittes Kind bekommt (was heute zugebenermaßen immer weniger passiert), muss der/die Älteste auch mal mit sich selbst zurechtkommen. Viele andere Kinder um sich herum zu haben, mit denen man nicht verwandet ist, ist in weiten Teilen der Welt immer noch usus. Nur in der westlichen Welt hat sich ein Muterkult entwickelt, weil man es sich in den 50er Jahren als Frau mal erlauben konnte, zu Hause zu bleiben und sich Vollzeit auf die Kinder zu glucken.

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stoffi 19.02.2018, 08:45
5. Eigentlich

wollte mein Enkel Erzieher werden, aber nach seinem Praktikum erzählte er, das er von den Eltern teilweise skeptisch betrachtet wurde. Ein Mann? Na der wird doch wohl nicht ?
,,Nee, Oma, da denken sicher immer welche was BÖSES und das will ich nicht." erzählte er mir, als ich ihn fragte, warum er sich um entschieden hat. Er arbeitet gern mit kleinen Kindern und übernimmt in den Ferien immer die Betreuung einiger Gruppen bei Ferienaktivitäten . Nur den Beruf selber, will es nicht mehr.

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uhrentoaster 19.02.2018, 08:45
6. Bezahlung

Wer möchte schon einer Tätigkeit nachgehen, die anstrengend ist und auch noch schlecht bezahlt wird? Das sind Leute, die das einfach trotzdem gerne machen, aber das sind wenige. Wie wäre es denn hier mit einer Männerquote?

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PaulWalker 19.02.2018, 08:47
7. Na ist doch klar

Zu wollen, dass mehr Männer den Job machen nur um das Problem der Unterversorgung zu lösen erscheint mir sexistisch, weil das Problem über eine Gleichverteilung des Geschlechts gelöst werden soll. Man Leute wir leben nun mal im Kapitalismus, also verdammt nochmal, zahlt halt besser, damit löst ihr das Problem! Alles andere ist Nonesense! Angebot und Nachfrage! Das von jemanden, der die FDP als gelbe Pest bezeichnet.

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Him 19.02.2018, 08:51
8. Ich kann verstehen, dass niemand in dem Sektor arbeiten will

Vorallem die miese Bezahlung macht es vielen doch schlicht unmöglich, so einen Job anzunehmen. Dazu die hohe Gefahr, ständig krank zu werden usw. Würden die genausoviel verdienen, wie unserer "Manager" und "Projektleiter", die in der Masse keine Gesellschaft und kein Unternehmen benötigt, dann sähe das sicherlich anders aus...übrigens könnte man auch einfach ein oder zwei soziale Pflichtjahre für ALLE einführen...das würde sehr viele Probleme lösen. Habe nie verstanden, warum man den so sinnvollen Zivildienst eingedampft hat

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Sissy.Voss 19.02.2018, 08:55
9.

Zitat von DJ Doena
Früher war eine Lebensweisheit, dass Kinder vom *ganzen Dorf* erzogen werden. Spätestens wenn die Mutter ein zweites oder drittes Kind bekommt (was heute zugebenermaßen immer weniger passiert), muss der/die Älteste auch mal mit sich selbst zurechtkommen. Viele andere Kinder um sich herum zu haben, mit denen man nicht verwandet ist, ist in weiten Teilen der Welt immer noch usus. Nur in der westlichen Welt hat sich ein Muterkult entwickelt, weil man es sich in den 50er Jahren als Frau mal erlauben konnte, zu Hause zu bleiben und sich Vollzeit auf die Kinder zu glucken.
Bei all den romantischen Vorstelluungen von früher muss man auch bedenken, dass damals in Verkehrsberuhigten Strassenm keine Autos mit Tempo 60 daherdonnerten und dass die Dorfbewohner einander kannten und Fremde praktisch keine Chance hatten, auf die Kinder zuzugreifen, gell.

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