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Kita-Plätze in Deutschland: Riesiger Bedarf, mickrige Finanzierung
DPA

400.000 Kita-Betreuungsplätze werden in Deutschland in den kommenden Jahren gebraucht - aber nur für ein Viertel davon steht Geld bereit. Experten warnen deshalb vor dem "Kita-Notstand".

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Atkins 11.11.2017, 07:28
1. Kein Problem

In Kürze bekommen wir doch neue Regierung, deren Parteien sich in Wahlkampf unisono für Verbesserung der Bildung eingesetzt haben. Und höhere Steuereinnahmen sind doch auch schon angekündigt, also kann es doch überhaupt kein Problem sein, oder?

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vliege 11.11.2017, 07:29
2. Die Alten und die Jungen,

sind eben noch nicht oder nicht mehr produktiv, also nicht wichtig in Deutschland im Jahre 2017. Der Staat zieht sich immer mehr aus seinen gesellschaftlichen Pflichten zurück. Seien es Kitaplätze oder die Lücke im Pflegesystem, wir zahlen/ subventionieren mit Steuermitteln jeden erdenklichen Unsinn in der Welt aber für die schwächsten in unserer "modernen" Gesellschaft ist kein Geld da.

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FinWir.de 11.11.2017, 08:26
3. Unsere Zukunft, also unsere Kinder, ist halt nichts wert

Wie schnell es doch in der Finanzkrise ging, Milliarden aus dem Ärmel zu schütteln um Banken, die sich verzockt haben zu retten. Bei der Finanzierung von Kitas, die gerade sozial schwächeren Familien helfen, wird um jeden Cent gefeilscht. Wir sollten in diesem Land wirklich neue Prioritäten setzen und die Politik frei von der massiven Wirtschaftslobby machen.

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hansgustor 11.11.2017, 08:28
4. Heute

Den Kita-Notstand gibt es heute schon in nahezu allen Großstädten. Passiert ist in den letzten 3 Jahren aber fast nichts. Immerhin ist bei uns jetzt eine neue Kita geplant: Fertigstellung Ende 2022.

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whitewisent 11.11.2017, 08:31
5.

Es sollte doch jedem klar sein, daß hier die Unfähigkeit von Provinzpolitikern der letzten 10 Jahre die Ursache ist. Wieso meint mancher, daß sich daran etwas ändern würde, wenn noch mehr Geld aus Berlin kommt.

Das durch eine geänderte Gesetzeslage und einem Anstieg der Geburten die Plätze gebraucht werden war schon lange klar. Aber per Fixierung auf die Rentner und Pflegebedürftigen wurde das Problem schlicht ignoriert. Klar, Kinder können ja auch nicht wählen.

Ansonsten sei der Hinweis gestattet, daß es derzeit in Deutschland gar nicht genügend Fachpersonal für noch mehr Betreuungsplätze gibt, wenn man die bisherigen (stark abweichenden) Standards der Bundesländer behalten will.

Seit 2012 gönnt man sich dazu den Luxus, die Betreuungsschlüssel auch noch zu senken, als ob es diesen Bedarf nicht gäbe. In den Krippen kommen heute 4,3 statt 4,8 Kinder auf eine Arbeitsstelle, bei den Kitas statt 9,8 nun 9,2 Kinder. Man könnte also auch die These aufstellen, daß die Gelder aus Berlin in der Vergangenheit zweckwidrig zur Verbesserung der Betreuung verwendet wurden, und nicht zur Erhöhung der Kapazitäten. Wenn Beides wichtig ist, aber nicht genug Geld vorhanden, erscheint es wie ein selbstgestricktes Problem der Kommunen.

Ansonsten vieleicht auch ein Blick auf die Betreuungsschlüsse. Im BW sind es 6 Kinder je Fachkraft, in MVP 14 Kinder. Selbst wenn man BW nicht auf diese Level heben möchte, schon bei einer Steigerung auf den bundesdeutschen Durchschnitt hätte die Schwaben auf einmal 50% mehr Kapazität. Luxus kann man sich aber nur leisten, wenn man ihn selbst bezahlt. MVP zeigt, wie es wirklich arme Regionen machen müssen.

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Märchenonkel 11.11.2017, 08:41
6. Fördermassnahmen vereinfachen

Ich würde sofort einen Kindergarten bauen und mit einem privaten, gemeinnützigen Träger betreiben, allerdings brauchen die Kommunen viel zu lange um geeignete Standorte zu entwickeln. Dann muss man sich noch durch die in jedem Bundesland unterschiedlichen Fördermassnahmenbedingungen durchkämpfen. Das dauert Monate, wenn nicht Jahre. Auch wenn Bildung Ländersache ist, warum vereinfacht man die Förderungen nicht? NRW hat bei diesen eine Vorbildfunktion.

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rambazamba1968 11.11.2017, 08:49
7. Plätze und Qualität

neben den weiteren Plätzen benötigen wir auch Qualität in den Kitas. D.h. mehr Betreuung, gut - qualifizierte und gut bezahlte Betreuung. Und eine gute Ausstattung.

Und die FDP und CDU zerbrechen sich den Kopf wie sie den Soli abschaffen können. Eine Schande. Man verbraucht Überschüsse im Haushalt nicht für soziales sondern um Reiche in diesem Land noch mehr Geld zu geben. Wahnsinn. Der Soli wird auf Einkommen und Kapitalerträge erhoben. D.h. ein Reicher mit z.B. riesigen Fondbeteiligungen soll bald weniger Steuern auf seine Erträge bezahlen. Wie kann man der FDP seine Stimme geben wenn man nicht steinreich ist. Ich bin jedes Mal geschockt.

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Onkel Drops 11.11.2017, 09:17
8. gut das Kitakinder nicht wählen dürfen...

die sich gar nicht wehren können, müssen sich halt mit den Resten begnügen! mehr für die kids statt mehr für die nicht Armen!!!

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ericstrip 11.11.2017, 09:36
9. Schreibt doch mal darüber...

...daß die KiTas, zumindest in NRW, bereits seit mehreren Jahrennicht einmal kostendeckend refinanziert sind. Die Träger machen z.Zt. heftige Verluste (oder betreiben Lohndumping), manche, gerade kleinere, sind schon kurz vorm Aufgeben. Wenn die Einrichtungen aufgrund von Trägerpleiten gezwungenermaßen auf die Kommunen übergehen, wird es richtig interessant...

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