Forum: Leben und Lernen
Klage abgewiesen: Kinder dürfen Musik machen - auch wenn's nervt
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Die Kinder sollen Instrumente lernen, dachten sich Eltern aus München und ließen den Nachwuchs fleißig Saxofon, Tenorhorn und Schlagzeug üben, zum Ärger der Nachbarn. Die klagten vor Gericht - erfolglos.

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4meere 18.06.2017, 22:49
1. Mehr Lärm in Deutschland!

Danke, liebes Gericht! Dass Hektik und Lärm zu viele Menschen krank machen, ist einfach eine Lüge! Uns geht's zu gut - Wir brauchen noch mehr Lärm in Deutschland!

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grabenkaempfer 19.06.2017, 08:17
2.

Wie lange hat der Richter das wohl überprüft?
Es ist schon ein Riesenunterschied ob man mal eine halbe Stunde hinhört und weiß das man dann wieder abhauen kann oder ob man schon morgens weiß, das man sich wieder den ganzen Tag Übungsgedudel anhören kann.
Die Einhaltung der Ruhezeiten ist dabei auch fast egal wenn es von 15-22Uhr Lärm gibt, dann ist das das Störende und nicht das unter Mittag musiziert wird.

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kritischerleser50 19.06.2017, 12:15
3. Wieso klagen ?

Wie kann es das Ehepaar auch wagen, Klage einzureichen ? Die haben dabei übersehen, dass Kinder in unserem Land mittlerweile in den Rang von "heiligen Kühen" aufgerückt sind, die ALLES dürfen, egal was... Alleine die Formulierung "Die Entwicklung von Kindern steht unter besonderem Schutz". Was bitte heißt das denn ? Ja genau das: Eine heilige Kuh eben... Bald muss dann wohl auch der Rentner aufstehen, wenn ein Kind einen vollen Bus betritt. Nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen die Kinder. Aber dieser Hype, der mittlerweile um sie gemacht wird, schießt über das Ziel hinaus. Und das wirkt sich auch auf das Anspruchsdenken der Eltern aus ("Wir haben zwei Kinder..." ist dann gerne das Argument von "Na wir haben doch wohl deshalb Sonderrechte, oder ?") Gerne würde ich einmal unsere Ministerin für "Familien, Senioren, Frauen und Jugend" fragen, was ihr Ministerium denn in den letzten, sagen wir mal 5 Jahren, für Senioren auf den Weg gebracht hat. Medienwirksam geht (insbesondere ihre Vorgängerin) ja immer nur vor die Kameras, wenn es um "Kinder" geht.

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hikage 19.06.2017, 12:18
4.

Zitat von 4meere
Danke, liebes Gericht! Dass Hektik und Lärm zu viele Menschen krank machen, ist einfach eine Lüge! Uns geht's zu gut - Wir brauchen noch mehr Lärm in Deutschland!
Wer durch musizierende Kinder krank wird, der hat ganz andere Probleme...

Im übrigen ist tatsächlich erwiesen, dass neben der Lautstärke die Qualität des Lärms eine entscheidende Rolle spielt, was seine schädliche Wirkung angeht.

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seeheldin 19.06.2017, 12:57
5. Wo kämen wir hin

wenn Eltern ihre Kinder erziehen würden?
Regeln sind nun mal für alle da, und es schadet auch Kindern nicht, Rücksicht auf ihre Mitmenschen zu nehmen.
Das Einzige, was mich wirklich mit Schadenfreude erfüllt ist, dass diese Kinder auch erwachsen werden und sich dann über die Rücksichtslosigkeit ihrer Mitmenschen und der Nachkommenschaft beschweren können.

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Berg 19.06.2017, 15:13
6.

Wenn es einem Kind noch Spaß macht, auf Trommeln und Blechtellern herumzupochen, womöglich noch mit Mikro-Verstärker, dann ist es bereits geschädigt.

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whead 19.06.2017, 15:21
7. Gesellschaftlicher Egoismus

Ich staune über die Sachkenntnis mancher Vorredner, die offensichtlich vor Ort gewesen sein müssen, um sich ein derartiges Urteil über den Sachverhalt erlauben zu können. Wer sagt Ihnen, dass besagtes Klägerpaar auch nur ein einziges Mal versucht hat, die Nachbarn im Guten darauf hinzuweisen, dass man die Kinder doch bitte an die Ruhezeiten erinnern möge? Ich erlebe als Vater zwar viel Verbitterung und gesellschaftlichen Egoismus gegenüber Kindern und ihren speziellen Bedürfnissen, solche Fälle und auch solche Kommentare schlagen aber dem Fass noch den Boden aus.

Wir sprechen hier außerdem vom musizierenden Kindern! Natürlich mag gerade zu Anfang der ein oder andere Ton sehr schräg daherkommen, jedoch kann ich mir kaum vorstellen, dass man auf Dauer überhaupt von "Lärm", gerade bei dieser Instrumentengattung, sprechen kann. Insbesondere glaube ich auch nicht, dass von 12 Stunden am Tag ein solcher "Lärm" entsteht. Nichtsdestotrotz könnte ich mir gut vorstellen, dass man sich hätte gütlich einigen können, wenn man einfach miteinander gesprochen hätte, statt den Anwalt einzuschalten - das gilt für beide Parteien und ohne, dass ich eine bessere Kenntnis des Falles hätte! Davon abgesehen muss es für Kinder möglich sein, zu spielen, zu toben und auch zu musizieren, selbst wenn es dann zu "Lärm" kommt. Eigentlich gibt es keinen schöneren "Lärm", als den von Kindern und neben den Rechten einer kinderfeindlichen Erwachsenengeneration, gibt es auch noch die Rechte von Kindern.

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hebbe 19.06.2017, 18:40
8. Mal ganz ehrlich…

… das Übegedudel den ganzen Tag ist schon echt nervig. Die Kids sollten lieber Instrumente lernen, mit denen man nicht lange Üben muss um an Jobs zu kommen. Bass zum Beispiel…

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Sopherl 19.06.2017, 19:00
9. Miteinander

und nicht gegen einander. Jeder Mensch hat Rechte, natürlich auch Kinder. Aber das heißt, dass man auch die Rechte aller zu beachten hat. Als Elternteil habe ich die Verantwortung, und zwar ich allein, darauf zu achten, dass sich alles in einem normalen Rahmen hält. Und vielleicht muss ich den Kindern auch mal sagen, bitte ein bisschen leiser oder auch jetzt nicht. Wie sollen Kinder Respekt und Rücksicht lernen wenn ich es ihnen nicht beibringe?

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