Forum: Leben und Lernen
Kosovo: Wo sich ein Studium kaum lohnt - und trotzdem so viele studieren
SPIEGEL ONLINE/ Maria Feck

Akademiker haben im Kosovo kaum bessere Jobchancen. Trotzdem strömen überproportional viele junge Kosovaren an die zahlreichen Hochschulen des Landes. Warum?

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Sonnestrandundmeer 03.09.2018, 10:35
1. Unausgewogener Artikel

Sorry, wenn ich mich hier kritisch äußere. Zu guten Journalismus gehört, dass immer beide Seiten neutral dargestellt werden. Dies fehlt hier.
Umgekehrt wird nämlich auch kein Schuh daraus. Man stelle sich vor, dass ein armes und rohstoffarmes Land seine jungen Menschen nicht akademisch ausbilden würde. Dann würde die Zukunft noch schwieriger. Auch die Stärke des rohstoffarmen Deutschlands beruht im wesentlichen auf der guten Ausbildung der Deutschen.

Alle Märkte globalisieren sich. Wie sollten die Kosovaren dort ohne akademische Ausbildung mithalten? Allerdings müsste Unternehmertum und Vertrauen in die eigenen Fähigkeit im Kosovo gestärkt werden. Zum Beispiel könnten junge Leute, die im Kosovo Chemie studiert haben, eigene Labore gründen, die Versuche und Analysen für deutsche oder amerikanische Firmen durchführen. Dies ist keine Theorie, sondern ist bereits heute das Geschäftsmodell einiger italienischer Labore.
Nichts gegen Fliesenleger. Aber die Dienstleistung "Fliesenlegen" ist nicht wirklich als Exportgut geeignet, um eine daniederliegende Volkswirtschaft wieder aufzubauen. Gleichwohl ist der richtige Aspekt an dem Artikel, dass auch die Handwerksberufe nicht vernachlässigt werden dürfen. Sie können vielen sonst arbeitslosen Kosovaren Arbeit geben und helfen das Land wiederaufzubauen. Am besten gelingt dies, wenn der Kosovo duale Ausbildung anbietet.

Fazit: Der Kosovo braucht BEIDES, duale Handwerksausbildung UND akademische Ausbildung.

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Europa! 03.09.2018, 10:36
2. Nein danke!

So, so, da warten also Tausende von hübschen Fachkräften darauf, dass AM das Kosovo endlich in die EU holt, damit sie hier richtig zulangen können. Dabei gibt es doch schon so viele Kosovaren in Deutschland. Das letzte Mal (2015) kamen sie aber nicht in blond, sondern als "syrische Flüchtlinge". Ein nettes Stück Propaganda der Bertelsmann-Stiftung.

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hansfrans79 03.09.2018, 10:54
3. Ja, bitte!

Zitat von Europa!
So, so, da warten also Tausende von hübschen Fachkräften darauf, dass AM das Kosovo endlich in die EU holt, damit sie hier richtig .....
Wenn es ihnen ein besseres Leben ermöglicht, dann immer her mit ihnen!
Kann ja nicht sein, dass Glück und Wohlstand nur für gemeine Hetzer erreichbar sein sollen.
Lässt tief blicken, was Sie sich da vor lauter Fremdenangst zusammenstricken.

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Rosenhag 03.09.2018, 10:56
4.

Sehr gut, lauter intelligente junge Leute im Kosovo die studieren können. Deutschland sollte sich ein Vorbild nehmen und auch noch viel mehr Leute zu Akademikern ausbilden. Mehr Bildung Wagen.

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Chris_7 03.09.2018, 11:19
5. Pseudoakademiker

Sind wir doch mal ehrlich. Das sind doch im Zweifel keine Akademiker. Das ist eine Schmalspurausbildung vom Schlage Bätscheler und Master. Mehr nicht. Das ist (beim Bätscheler) eine besser Berufsausbildung aber rein theoretischer Natur ohne praktischen Nutzen. Von fragwürdigen Niveau diese "Hochschulen" (vor allem wenn es Private sind die davon leben dass immer mehr Menschen kommen und dafür bezahlen) mal ganz abgesehen. Und das Kosovo ist jetzt nicht gerade als Hort der akademischen Eliten bekannt... Also kann man sich diese Abschlüsse im Zweifel von innen an die Toilettentür hängen...

Es geht nichts über ein solides duales Berufsausbildungssystem wie in D mit Weiterbildungsmöglichkeiten wie Meister, Techniker, Fachwirt,... Das ist das Fundament für den Wohlstand einer Gesellschaft, da diese Menschen als Handwerker Dinge tun, die auch wirklich täglich gebraucht werden. Zugleich sind sie als gut ausgebildete Facharbeiter das Fundament für eine erfolgreiche Industrie.

Auch wir in D sollten dringend die Zahl der "Studien"Plätze drastisch reduzieren, ebenso die der Abiturienten. Ja, wir brauchen Bildung. Nein, das heißt nicht zwingend Studium.

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Europa! 03.09.2018, 11:27
6. Volle Zustimmung

Zitat von Chris_7
Sind wir doch mal ehrlich. Das sind doch im Zweifel keine Akademiker. Das ist eine Schmalspurausbildung vom Schlage Bätscheler und Master. Mehr nicht. Das ist (beim Bätscheler) eine besser Berufsausbildung aber rein theoretischer Natur ohne praktischen Nutzen. Von fragwürdigen Niveau diese "Hochschulen" (vor allem wenn es Private sind die davon leben dass immer ......
Die Ausbildung in geisteswissenschaftlichen Fächern ist heute (in Deutschland genau wie im Kosovo) in vielen Fällen eine Fahrkarte ins Prekariat. Und der mit Fotos von hübschen Mädchen garnierte Artikel ist sexistisch und zynisch - ist der Redaktion nicht bekannt, dass die kosovarischen und albanischen Clans laut BKA in überdurchschnittlich an Mädchenhandel, Prostitution und Drogenhandel beteiligt sind?

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matthias.ma 03.09.2018, 12:20
7. These

ich Stelle Mal die These in den Raum, dass die akademische Bildung an den kosovarischen Hochschulen übersichtliche Qualität hat, der Abschluss aber für ein paar hundert Euro Bakschisch zu haben ist. Ist also wie der "Dr." in der deutschen Politik. Sieht gut aus, braucht ein paar gute Connections und 4000? für den Ghostwriter. Im Kosovo reichen vermutlich 300? für den Prof.

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creusa 03.09.2018, 12:34
8. Pseudoakademiker?

Selbst wenn der Standard evtl. (was wir nicht wissen, zumindest haben sie jetzt keine konkreten Nachweise genannt) niedriger ist, also bei einem vergleichbaren Studium in Deutschland:
diese ewige Gemecker über den Bologna-Prozess finde ich 20 Jahr nach ihrem Beginn nicht mehr nachvollziehbar. Sicher ist da nicht alles so gelaufen, wie erwünscht, aber viele der angestrebten Ziele sind auch erreicht worden.
Und den Bachelor oder Bätschelor wie Sie so schön unvoreingenommen verunglimpfend sagen und erst recht den Master sollte man nicht so ohne weiteres und derartig pauschal schlechtreden. Da habe ich kein Verständnis für.
Bei Ihrem Lob des dualen Systems in Deutschland bin ich ja ganz bei Ihnen, aber die universitäre Bildung in Deutschland so abschätzig zu bewerten halte ich für Blödsinn. Natürlich braucht man Handwerker und Akademiker beide, deswegen braucht man auch die einen nicht immer gegen die anderen auszuspielen.
Man kann und sollte für die handwerklichen Berufe werben und ihren Ruf stärken, weil sie in der Tat zu wenig geschätzt werden. Das sollte aber auch möglich sein, ohne dabei die universitäre Bildung herabzuwürdigen.

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thoscha 03.09.2018, 12:54
9.

Der Kosovo lebt einzig und allein davon das der "reiche Westen" ihm die Hilfsgelder zusteckt. Natürlich kann man nicht allen Uniabsolventen unterstellen das ihr Studium definitiv nicht mal die qualität eines Lehrberufs in D-Land hat. Aber mit einem Schein als Scheinstudent kann man(n) und Frau natürlich auch hierzulande von den Gaben der Sozialsysteme
partizipieren. Bei einem Durchschittseinkommen von ca. 350 -400 Euro, liegt hier der Hartz IV Satz höher als alles was es im eigenen Land gibt. Da müsste man doch blöd und blond sein - wenn man diese Gaben ausschlägt. Auch klar das dies nicht für alle Kosovaren gilt. Jedoch die Verlockungen des freien Europa und insbesondere Deutschlands sind leider für viele arme Menschen unwiederstehlich. Der Bürgerkrieg um die Freiheit der einzelnen Kleinstaaten hat doch nichts ausser Armut, Hass und Leid gebracht. Ess wird noch viele Jahre dauern, bis sich eine Art von Normalität gebildet hat!

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