Forum: Leben und Lernen
Kunststudenten: Top-Noten im Studium, hinterher Hartz IV
Larissa Kikol

Kunsthochschulen sind Kaderschmieden der Elite. Doch sie bilden in erster Linie potenzielle Arbeitslose aus. Denn selbst wer dort brilliert, hat danach oft keinen Erfolg - wie Gabriel und Tina.

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Freifrau von Hase 15.03.2017, 11:09
1.

Das alte Lied: Leben wir, um zu arbeiten? Soll eine Ausbildung ausschließlich dem Broterwerb dienen? Ist Spaß am Beruf/der Arbeit Grundvoraussetzung, um überhaupt ordentlich arbeiten zu können?
Wohl dem, der sein Hobby zum Beruf machen kann und wehe dem, der 45 Jahre in einem Beruf eingesperrt ist, denn er niemals machen wollte.
In Gefahr und Not, bringt der Mittelweg den Tod. Aber in diesem Fall ist die goldenen Mitte wohl vernünftig.

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darthmax 15.03.2017, 11:12
2. Mitleid

nö. so ist es nunmal in freien Berufen, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. Zeitgeschmack...na ja.. man will ein Bild/ Plastik ja in seine Wohnung/ Hotel hängen.
Dafür winken natürlich abenteuerliche Einkommen, bei internationalem Erfolg.
Also, wie bei gescheiterten Fussballern, kein Mitleid.

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joey55 15.03.2017, 11:18
3.

Und nun? Es heißt nicht umsonst brotlose Kunst. Hierauf sollte von vornherein hingewiesen werden. Dass es dem Professor ziemlich egal ist, was aus seinen Studenten später wird, ist bezeichend. Auch er lebt davon, dass es möglichst viele Studenten gibt, die er unterrichten kann.

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skater73 15.03.2017, 11:19
4. Auch wenn es sogenannte Kunstfachleute...

...anders sehen: Kunst kommt von Können. Man erkennt halt - auch als sogenannter Laie - ob nur irgendwelche Kleckse auf der Leinwand oder verunglückte Töpferformen als Kunst definiert werden oder ob es tatsächlich ein echter Künstler ist, der es kann. Nämlich das, dass er handwerklich die Stilmittel beherrscht, um mit ihrer Nutzung oder auch mal bewussten Auslassung eine echte Aussage zu treffen. LSD nehmen, bunte Punkte sehen und davon welche auf die Leinwand klatschen ist eben keine Kunst, sondern zu Recht die Grundlage für Hartz IV. Und jetzt können die "Kunstfachleute" gerne draufhauen.

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ifthetruthbeknown 15.03.2017, 11:27
5. breiter Berufswunsch?

wie soll jemand ohne entsprechende Ausbildung als Kunsttherapeut oder Kunstpädagoge arbeiten können? dafür muss auch das jeweilige lernen und als reiner "freier" Künstler wird das nichts.
Außerdem sind die guten Künstern sowieso nicht sozial integrierbar und haben andere Probleme :-)

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grabenkaempfer 15.03.2017, 11:28
6.

"Kunsthochschulen sind Kaderschmieden der Elite." ? Was für eine Elite soll das sein?
Es gibt nicht für umsonst den Spruch: Ist das Kunst oder kann das weg?

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virpoliticus 15.03.2017, 11:30
7. Brotlose Kunst eben

Malen ist ein schönes Hobby, und die allermeisten sollten es dabei belassen, wenn sie nicht reich heiraten können. Dieses Herumknappsen und Leben am Existenzminimum hält man bis 35 ganz gut aus, kann ich mir vorstellen. Aber auch, dass es danach richtig deprimierend wird.

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f_eu 15.03.2017, 11:31
8.

Zitat von joey55
Und nun? Es heißt nicht umsonst brotlose Kunst. Hierauf sollte von vornherein hingewiesen werden. Dass es dem Professor ziemlich egal ist, was aus seinen Studenten später wird, ist bezeichend. Auch er lebt davon, dass es möglichst viele Studenten gibt, die er unterrichten kann.
Genau so ist das. Das sind überflüssige Streichelzoos die einer Gesellschaft nichts und gar nicht bringen. Kunst kann man oder nicht, Kunst gefällt oder nicht.

Ähnlich ist das mit Architektur oder Design.
Bei letzterem Studiengang gibt es private Hochschulen die absurde Studiengebühren verlangen damit deren Absolventen, wenn sie dann einen Job ergattert haben, für Karstadt Blusen designen.

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mapcollect 15.03.2017, 11:32
9. Wozu überhaupt einen Studiengang Kunst,

wenn man als freier Künstler schaffen will ? Künstler wollen doch immer frei von Normen sein und Noten sind ja anscheinend auch überflüssig.

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