Forum: Leben und Lernen
Lehrer über Klima-Proteste: Dürfen Schüler schwänzen, wenn sie demonstrieren wollen?
DPA

Wenn Schüler freitags gegen den Klimawandel kämpfen, bleiben in der Klasse Plätze leer. Können Schulen das gutheißen? Drei Lehrer erzählen, was sie von den jungen Protestlern halten.

Seite 1 von 6
bedireel 15.03.2019, 20:56
1.

Eine große Alterskohorte friedens- und wohlstandsgelangweilter, geschichtsignoranter, durch grünlinke Bildungspolitik sturmreif verblödeter Millenial-Jahrgänge, die für dieses Zeug empfänglich war,
ist in Multiplikatoren-Berufe hineingewachsen – während eine liberalere Alterskohorte aus diesen Berufen herausgewachsen ist und der Rest alles treudoof mitgemacht hat.” Genau so sehe ich das wie viele andere auch. Es handelt sich um eine ganz neue Stufe von Dekadenz, der man nur schwer etwas entgegensetzen kann, weil sie mit dem Gefühl arbeitet , sogar vom Gefühl lebt, statt von der Vernunft.
M.f.G

Beitrag melden
Der Sheldon 15.03.2019, 20:56
2. Chemie!

Die Kiddies sollten mal ihre Chemielehrer fragen, wie es sich mit der Löslichkeit von Kohlendioxid in Wasser und der Temperatur verhält... Vielleicht demonstrieren sie dann am Donnerstag gegen das Gendersternchen, schwänzen am Montag die Schule für mehr Sonnenschein im Winter. Gründe fürs Schuleschwänzen gibt es genügend in dieser durchgeknallten Gesellschaft, in der eine hilflose schwedische Göre benutz wird, um eine Bewegung zu starten.

Beitrag melden
BoMo_UAE 15.03.2019, 20:58
3. Duerfen sie das?

Ob die Schueler schwaenzen duerfen oder nicht ist doch nicht die Frage. Sie machen es einfach. Um Aufmerksamkeit zu erregen, um zu protestieren und den "Erwachsenen" endlich klarzumachen, dass es um die Zukunft ihrer Kinder und Kindeskinder geht. Da spielt das Schwaenzen keinerlei Rolle. Vielmehr sollte man die Erwachsenen und vor allem die Regierenden fragen: DUERFEN DIE DAS?

Beitrag melden
Rationator 15.03.2019, 21:00
4. Kein Schuleschwänzen!

Das Engagement der Schüler beruht natürlich auf einem Hype, den Medien und die öffentliche Aufmerksamkeit hiermit befeuern. Bewirken tut dies nichts, es ist so, als ob ein Sack Reis in China umfällt. Im übrigen sind die Schüler auch nicht authentisch. Sie gehören einer ferngesteuerten Facebook-Bewegung an, sie wollen einfach eine Show abziehen, und das Klima bietet sich vortrefflich an.
Bestimmt gibt es mehrere oder auch viele Teilnehmer, die den Schulunterricht sehr dröge finden, da ist ein öffentlichkeitswirksamer Protest mehr prickelnd.

Wenn Schüler erst mal Opfer bringen und ihre Demos in der Freizeit abhielten, dann würden sie ungleich authentischer rüberkommen.
So aber, ist das alles Hype, ohne es ernst zu nehmen, gesponsert von freundlichen Medien, die solche Jugendstreiche gerne unterstützen.

Beitrag melden
achim21129 15.03.2019, 21:01
5. Was für eine ...

... kleinkarierte Diskussion, typisch Deutsch! Meine Generation (1961) und 'echte Profis' wie Herr Lindner hinterlassen unseren Nachkommen eine desaströsen Umwelt, das haben wir total verbockt! Die Kids müssen auf die Straße, eigentlich müssen sie wochenlang die Schulen schwänzen um Politik und Gesellschaft richtig unter Druck zu setzen. Deren Zukunft und die Zukunft der folgenden Generation ist doch ein viel, viel höheres Gut als ein paar (hochtheoretische) Schulstunden. Kids geht auf die Straße!!!

Beitrag melden
mieze_0308 15.03.2019, 21:02
6. Eben nicht!

Warum sind diese Demonstrationen überhaupt Gegenstand von Debatten? Weil sie am Vormittag stattfinden. Würden sich die Herren Lindner etc. auch aufregen, wenn sie am Nachmittag stattfinden? Nein! Genau! Und deshalb müssen sie am Vormittag, am Freitag, während der Schulzeit demonstrieren, weil sie sonst nicht ernst genommen werden würden - die Kindern, die wenigstens den Mumm haben, sich gegen die Umweltverschmutzung zu stellen. Lasst sie demonstrieren- es geht hier nicht um irgendwelche Kühe, wie die Grundschullehrerin sagt, sondern darum, dass die Kinder ein politisches Bewusstsein entwickeln! Eine Meinung! Politisch mündig werden! Das ist Ziel meines Unterrichts, also ja, ich persönlich unterstütze sie, auch wenn ich es offiziell in meiner Position als Lehrerin nciht darf. Aber zum Glück bin ich auch noch Mensch und darf eine eigene Meinung haben...

Beitrag melden
MiguelD.Muriana 15.03.2019, 21:09
7. Knapp 10%

allen Unterrichts fällt laut einer Recherche der ZEIT aus oder wird vertreten. Wenn jedoch ein winziger Bruchteil aller Schüler mal an einem Freitag streikt um auf eine Umwelt-Demo zu gehen, ist plötzlich deren Bildung bedroht. Sollten ausfallende Schulstunden immer Freitags anfallen, wären Deutschlands Städte voller demonstrierender Schüler auf Umweltgroßdemos. Einfach mal nachrechnen. 50% allen Unterrichts an einem Wochentag fallen aus oder werden vertreten. Das ist Bildungsrealität.

Beitrag melden
utib 15.03.2019, 21:10
8. Natürlich!!!

Arbeiter streiken auch während der Arbeitszeit. Sonst wäre es ja auch ziemlich sinnlos. "He, ihr werdet fürs Arbeiten bezahlt, nicht fürs streiken! Streiken könnt ihr in eurer Freizeit!" Ziemlich sinnlos.

Warum also sollten Schüler in ihrer Freizeit streiken? Ihr Anliegen findet schließlich nur dann Beachtung, wenn es während der Schulzeit passiert. Also Kids: weiter so, nur so verschafft ihr euch Gehör.

Beitrag melden
lazyfox 15.03.2019, 21:12
9. Man muss nicht alles dürfen, was man tut

Manchmal muss man einfach machen, was man für richtig hält. Das gilt insbesondere für junge Menschen. Viele der letzten Generationen waren mir zu angepasst. Sehr gut, dass es wieder junge Menschen gibt, die ihre eigene Meinung über die Political Correctness stellen und protestieren. Bravo, Bravo, Bravo.

Beitrag melden
Seite 1 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!