Forum: Leben und Lernen
Mangelnder Brandschutz an Schulen: Berliner Schülerin zieht vor Gericht
DPA

An vielen Berliner Schulen liegt der Brandschutz im Argen. Weil es an einer Grundschule im Ernstfall besonders gefährlich werden könnte, bemühen eine Siebenjährige und ihre Eltern nun die Justiz.

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zensurgegner2017 05.10.2017, 18:26
10.

Gut so
Denn genau das kommt raus, wenn man bis zum geht nicht mehr Personal abbaut.
Wieviele Schulstunden versäumen unsere Kinder, wieviele Existenzen nehmen auf lange Sicht einen schlechteren Verlauf, nur weil irgendwelche Politiker am Futtertrog "essenfassen" anstelle sinnvolle Arbeit zu machen

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ford_mustang 05.10.2017, 18:28
11. Interessant. ..

wie schnell man von TÜV und Polizei in die Mangel genommen wird, wenn ein Sicherheitsmangel am Fahrzeug festgestellt wird. Finde ich nicht schlimm, aber mit zweierlei Maß messen geht nicht. Wieder so ein menschengefährdender Mangel, wo die Verantwortlichen dann Betroffenheit heucheln, wenn was passiert. Mitgefühl heucheln wenn eine Fabrik in Bangladeh abfackelt und die Sicherheit dort anprangern, aber selbst nichts gebacken bekommen.

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C. J. 05.10.2017, 18:38
12. Berlin...

...wenn Ihr (Senat) die Nummer verkackt, seid ihr einer Hauptstadt nicht würdig. Ich denke mal, dass keiner will, dass süße, kleine Schüler aufgrund Eurer Versäumnisse sterben. Also, nimmt den kurzen Amtsweg und hört auf, das über Jahre mit Ausschreibungen zu verzögern. Für dringliche Fälle gibt es bestimmt eine Sonderregelung. DAS ist DRINGEND!!!!

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f_eu 05.10.2017, 18:38
13.

NRW - Arnsberg Neheim.

Forumserweiterung an der Michael Grundschule. Die Bauordnung verlangt hier die Bauweise F90. Dank Sachverständigengutachten heruntergestuft auf F30 damit es als Holzkonstruktion gebaut werden konnte. Das Absurde. Für die dort eingesetzte Art der Holzbauweise gibt es keine entsprechenden bautechnischen Zulassungen F30.

Der Rauchabzug unterschreitet das Maß der erforderlichen Öffnungsgröße um 25%. Das ist laut Schachverständigem eine geringfügige Unterschreitung.

Verantwortlich für alles ist Herr Hans Josef Vogel. Ex Bürgermeister und gerade vom Ministerpräsidenten Herrn Laschet zum Regierungspräsidenten befördert.

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Kanalysiert 05.10.2017, 18:41
14. Qui bono? Unserer Zukunft!

Und während man gerade vorher den Artikel über verschwendete Steuergelder gelesen hat, wird so etwas noch unverständlicher.

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zensurgegner2017 05.10.2017, 18:45
15.

Zitat von alaba27
Haben die kleine Helen (7) und ihre Helikoptereltern keine anderen Sorgen ? Oder brennt es dort wöchentlich ? Nach der Nicht-Eröffnung des BER nun die Schließung sämtlicher Schulen wegen Brandschutz ??
Sie gehören wohl auch zu denjenien, die glauben, alles zu wissen

Was ist denn, wenn es brennt, und dank mangelndem Brandschutz Opfer zu beklagen sind?
Was sagen Sie dann?

Grundsätzlich haben gerade Schutzbefohlene einen Anspruch darauf, dass Rechte, Grundrechte und Schutzmaßnahmen eingehalten werden.
Wenn diese Rechte jemand so wie Sie abtut, der hat von Demokratie keine Ahnung

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max-mustermann 05.10.2017, 18:50
16.

Tja, bei jedem kleinen Handwerker, Vermieter oder Privatmann würden die Behörden Terror machen und im zweifelsfall den Laden schließen. Aber hier geht es ja nur um eine Schule und im Zweifelsfall um das Leben von unzähligen Kindern, das interessiert Vater Staat dann nicht wirklich.

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santoku03 05.10.2017, 18:56
17.

Was soll der Unsinn "Schülerin zieht vor Gericht", wenn doch ganz offensichtlich die Eltern klagen?

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rips55 05.10.2017, 18:58
18. Kein Einzelfall

Ich drück die Daumen, dass ein Richter endlich mal ein Einsehen hat. Die Situation der Schulgebäude in Berlin ist menschenunwürdig. Meine Kinder gingen um die Jahrtausendwende in die Grundschule und schon damals war die Situation katastrophal. Passiert ist nichts, damals nicht und bis heute nicht. Repariert wird nur das Nötigste, um den Betrieb irgendwie aufrecht zu erhalten. Aber ich hab die Hoffnung aufgegeben und meine Töchter sind rausgewachsen. Und meine Enkel werden nicht in Berlin die Schulbank drücken.

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geraldwinkeler 05.10.2017, 19:06
19. Wirklich Schlendrian?

Zugegeben. Berlin hat eine Verwaltung, bei der vieles im Argen liegt. Und doch trifft der Begriff "Behördenschlendrian" den Kern der Sache wahrscheinlich nicht. Ich tippe eher auf die über lange Jahre vorherrschende Kultur des Sparens, Schiebens, Knapsens und Streckens bei der öffentlichen Infrastruktur, die noch immer fortwirkt. Die Partei, die frech behauptete, dass jeder Euro, der in den Taschen der Bürger und Unternehmen bliebe, dort besser aufgehoben sei als in den öffentlichen Haushalten, ist gerade wieder in den Bundestag gewählt worden. Symptomatisch auch das Gerede von den sprudelden Steuereinnahmen, das verschleiern soll, dass diese Mehreinnahmen angesichts der Hunderte von Milliarden Euro Rückstand bei den öffentlichen Investitionen ziemlich mickrig sind. Das Umdenken hat begonnen, aber es gibt noch immer viele Bremser und Beschöniger. Nicht umsonst scheut unsere Bundesregierung eine umfassende Bestandsaufnahme der erforderlichen Investitionen. Das Ergebnis wäre wohl, dass man bei Haushaltsmitteln auf dem jetzigen Niveau noch Jahrzehnte weitermachen kann, ohne flächendeckend auf hinreichende Standards zu kommen. Die Kommunen sind auf dem Papier zwar für die meisten öffentlichen Investitionen verantwortlich, können diese aber ohne Unterstützung von Bund und Ländern gar nicht stemmen. Typisch ist auch eine offensichtlich unwirtschaftliche Kultur des Sparens an der laufenden Instandhaltung zugunsten von irgendwann anstehenden Grundsanierungen, die dann aus Sonderprogrammen gefördert werden. Ich habe selbst in einer Verwaltung gearbeitet, in der solche Strategien mit dem Spruch "wer arm ist, lebt teuer" gerechtfertigt wurden. Und schließlich wird noch immer gerne mit Baumitteln Branchen- und Regionalpolitik gemacht. Die preiswerte und zügige Fertigstellung des Objektes gerät da leicht zur Nebensache. Aber all dies wird nicht von Sachbearbeitern, sondern von Politikern und ihren Helfershelfern an der Spitze der Verwaltungen, den politischen Beamten, entschieden. Bei vielen öffentlichen Bauskandalen findet man beim genauen Studium der Akten warnende Vermerke von weitsichtigen Beamten auf der Arbeitsebene und dann die Entscheidung höherer Ebenen, die sich darüber hinwegsetzen. Für viele Politiker gehört es noch immer zum Handwerkszeug, per Ordre de Mufti anzuordnen, dass eins plus eins eben nicht zwei ergibt. Ein schönes Beispiel dafür ist zum Beispiel die Dreistigkeit, mit der Leute wie Herr Dobrindt wider besseres Wissen behaupten, private Investitionen in die öffentliche Infrastruktur im Wege der öffentlich-privaten Partnerschaft seien wirtschaftlich.

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