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Mangelnder Brandschutz an Schulen: Berliner Schülerin zieht vor Gericht
DPA

An vielen Berliner Schulen liegt der Brandschutz im Argen. Weil es an einer Grundschule im Ernstfall besonders gefährlich werden könnte, bemühen eine Siebenjährige und ihre Eltern nun die Justiz.

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mkrauskopf 06.10.2017, 14:15
70. Soviel...

...Unsinn bekommt man nicht jeden Tag zu lesen. Nicht brennende Treppenräume, Bestandschutz und ähnlichen Schwachsinn.
Das Treppenhaus ist ein Fluchtweg und das der nicht brennen kann ist klar, aber wenn es qualmt kommt niemand mehr durch. Ergo benötige ich einen zweiten Fluchtweg, der entsprechend funktionieren muss. Ist in öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben. Und wenn ich so einen Quatsch lese von wegen Bestandschutz...
Im Brandschutz gibt es KEINEN Bestandschutz. Vielleicht einfach mal zu dem Thema die entsprechenden Normen und Verordnungen zur Hand nehmen und lesen, bevor man so einen Müll schreibt...

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fairnes 06.10.2017, 14:51
71. 2012 wurde der Schulleitung das schon mitgeteilt!

2012 habe ich als Praktikant in der Schule schon festgestellt und der Schulleitung mitgeteilt das es dort keine richtigen Fluchtpläne gibt für den Brandfall und das es keine Feuertreppe vom 2 Stock hinab gibt. nur das Treppenhaus kann genutzt werden was aber im schlimmsten Fall keine Ausweg ist da starke Rauchentwicklung es unpassierbar macht.

ich hoffe für die Schüler und Angestellten das sich das jetzt ändert.

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heinz.murken 06.10.2017, 15:26
72. Sparen bis es quietscht

Wenn man sich vorstellt, wie Wowereit angehimmelt wurde...
BER: die SPD war mit Wowereit u d Müller verantwortlich beteiligt
Schulsanierungrn: die SPD war mit Wowereit und Müller verantwortlich beteiligt
Es gab Zeiten, da wäre eine Regierung mit diesem Ergebnis einer Revolution zum Opfer gefallen.
Die Berliner nehmen es hin, oder wählen (vor allem im Osten) AFD.
Leider

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ohjeee 06.10.2017, 15:58
73. 1

Zitat von cobaea
Logisch ist die Vergabe von Geldern an Bedingungen geknüpft. Ich kann auch keine Fördergelder für - sagen wir mal - für Sonnenkollektoren auf dem Hausdach bekommen, wenn ich mich nicht an die Vergabekriterien halte. Aber von jedem privaten Bauherrn wird erwartet, dass er die Richtlinien lesen und sich daran halten kann. Das wird ja wohl ein Schulträger auch noch schaffen. Wie zuvor geschrieben: Der Bund hat viel Geld für die Sanierung von Schulgebäuden zur Verfügung gestellt. Wenn man also seit Beginn des Jahrtausends weiss, dass der Brandschutz in einer Grundschule ungenügend ist und die Verbesserung lange Zeit an knappen Finanzen gescheitert sein sollte, dann....könnte man sich vielleicht mal auf die Hinterbeine stellen und jetzt - da Geld zur Verfügung steht - ein entsprechendes Projekt ausarbeiten und zur Finanzierung einreichen. Jedenfalls kann "das wird teurer als 3000 Euro" keine Ausrede sein. Und Nein - bisher wurden die Gelder nicht mal annähernd ausgeschöpft.
es geht darum, dass ggf. in den Richtlinien für die Zuschüsse Hürden eingebaut sind, wegen der eine Förderung nicht in Frage kommt, oder aber die Maßnahme so viel teurer würde, dass man besser ohne Förderung einen günstigeren Weg wählt.
Soll heißen: Nur weil es einen Fördertopf "Brandschutz" gibt, bedeutet das noch lange nicht, dass auf den Fördertopf im konkreten Fall zurückgegriffen werden kann. Wahrscheinlich werden solch kleine und einfache Maßnahmen nicht gefördert, sondern größer angelegte Maßnahmen, komplette Brandabschnitte zu erstellen,...
Klar ist, dass der hier beschriebene Fall eigentlich kein Artikel wert sein sollte, weil die Missstände schnell behoben werden könnten.

Ich weiß nicht, ob das hier der Fall ist oder an was es in Berlin krankt (neulich von Bekannten zugetragen bekommen, dass sie auf ihren Termin für die ANmeldung einer Eheschließung 4 Monate warten müssen! Das ist ja wohl ein Witz).
Ich verteidige mitnichten Berlin. Das ist ein einziger Schlamperladen. Aber hey, arm ist ja sexy und so.

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dickebank 06.10.2017, 16:23
74. Rauchgase

Zitat von dr.w
vorbeugend schützend und ist wohl nicht davon abhängig, wieviele Schulen in Deutschland schon gebrannt haben. Es kommt auch nicht täglich in Deutschland zu Hochhausbränden und trotzdem sind in Wuppertal oder Dortmund Hochhäuser wegen mangelnden Brandschutzes geräumt worden. Und was die Paniksituation betrifft: genau das soll durch Brandschutzmaßnahmen entschärft werden. Ich bin kein Helikoptervater - aber das würde ich auch mit großer Sorge betrachten und gerne meine Zeit darauf verwenden - zumal der Besuch beim Anwalt nicht so zeitaufwändig ist.
Als ob das Feuer das eigentliche Problem wäre. Einige Foristen sollten vielleicht einmal eine Veranstaltung der örtlichen Feuerwehr besuchen.
Im Berliner Fall geht es um einen zweiten Fluchtweg, der vorgeschrieben ist. Eine Schule - auch wenn sie nur zwei- oder dreigeschossig ist - kann nicht wie ein Wohnhaus über Drehleitern evakuiertwerden, wenn das Treppenhaus verqualmt ist.
Brandopfer sind in der Regel keine Toten infolge von Verbrennungen. Die Toten bei Bränden sind die Folge von Rauchgasvergiftungen und Zu-Tode-Getrampelte, die infolge der entstandnen Panik umgestoßen und überrant worden sind.

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sponifix1977 06.10.2017, 17:16
75.

Zitat von Koda
Ich arbeite an einer Hochschule in NRW - und da sind die einmal jährlich stattfindenen Brandschutzübungen unbekannt. Aber was die Hilfe für die Flüchtlinge bzw. die Gelder hierfür angeht: der eine Topf ist vom Bund, der Andere vom Land und selbst dort gibt es unterschiedliche Ressorts. Schnappen Sie sich lieber mal das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler und kritisieren Sie lieber die dort aufgeführte Verschwendung der Steuergelder für 2stufige Treppen in der freien Landschaft, für goldene Türklinken oder neue Dienstwagen, selbst wenn es die Alten noch tun. Die dort aufgeführte Verschwendung ist viel schlimmer.
Vielen Dank für Ihre Hinweise.

Mein Kommentar: Bitte nicht missverstehen. Für mich steht ausser Frage, dass jedem Menschen in Not zu helfen ist. Ohne wenn und aber. Bitte lesen Sie meinen Kommentar aufmerksam!

Brandschutzübungen: Ich finde es nicht richtig, dass es keine jährlichen Brandschutzübungen in öffentlichen Gebäuden gibt. War mir bisher so auch nicht bekannt. Gerade im öffentlichen Dienst entstehen ja keine zusätzlichen Kosten.
In Bruxelles scheint man das wohl auch so zu sehen. Da gibt es nämlich jährlich stattfindene Brandschutzübungen in der Grundschule. Zumindest in der Schule, in die mein Sohn geht.

à propos Kosten: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-laender-erwarten-kosten-von-16-7-milliarden-euro-fuer-2016-a-1084930.html
Damit tragen also Länder auch ihren Teil der Kosten. Und gerade weil es die Wahrheit ist, wenn auch nur die halbe, sind solche Berichte für jede AfD-Veranstaltung Gold wert.

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kratzdistel 06.10.2017, 20:05
76. jeder gesetzliche eingriff bedarf eines förmlichen gesetzes

Zitat von troy_mcclure
Selbst wenn es nervige Eltern sein sollten, so ist Brandschgutz un mal wichtig. Nur weil die aus mancher Sicht Falschen wtwas Richtiges sagen, wird es dadurch nicht falsch.
so steht es im grundgesetz. das gilt auch für den brandschutz. was die Gesetze und die dazu ergangenen Rechtsvorschriften nicht vorsehen, muss auch nicht erfüllt werden. alle Gebäude haben nunmal nach den baugesetzen der länder die notwendigen notausgänge. ansonsten hätte keine Baugenehmigung erteilt werden dürfen. es gibt auch sogenannte oberverdachtsschöpfer. deren wünsche müssen nicht erfüllt werden, wenn es rechtlich nicht gefordert ist.

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alaba27 06.10.2017, 22:09
77. Mea Culpa !

Also ich bin für Verbreiterung sämtlicher Treppe auf mindestens 25 m und tägliche Übungen in dieser Schule.

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rettetdemdativ 06.10.2017, 23:19
78. Richtiger Umgang mit der Gefahr??

Ich erinnere mich, besonders wenn gerade Klausuren geschrieben wurden, dass wir Schüler die Klasse nicht verlassen durften, wenn ein Feueralarm ausgelöst wurde. Es ist unbestritten, dass die meisten Alarme von "hilfsbereiten" Mitschülern ausgelöst wurden. Aber dann noch mal 10 Minuten Warten, ob es vielleicht doch echt ist?!
Das hat einfach nichts mit Verantwortungsvollem Handeln seitens der Schule zu tun.
Ich kann auch nicht verstehen, dass der Sachverständige das Gebäude nicht einfach geschlossen hat, nachdem schon nach der ersten Prüfung niemand bereit war etwas zu verändern. Beim Zweiten Mal wäre das mit Sicherheit drin gewesen.

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ansv 07.10.2017, 09:18
79. Das Geld ist immer da

Wir bezahlen alle Steuern. Diese dienen der Aufrechterhaltung des Gemeinwesens. Also sind die Mittel für die Instandhaltung von Schulen und öffentlichen Gebäuden immer vorhanden. Die explizite Erwähnung im Artikel zeigt wo das Problem wirklich liegt: Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, dass die Dinge so falsch laufen!

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