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Mathe und Englisch: Sechs Bundesländer müssen Abi-Aufgaben austauschen
DPA

Die Abi-Affäre ist noch größer als gedacht. Nach dem Einbruch in eine Stuttgarter Schule müssen Tausende Aufgabenhefte eingestampft werden.

dangernoodle 14.04.2017, 18:34
0. Warum...

Ich verstehe nicht, warum die Aufgaben bereits so früh in einer Schule liegen müssen? Da ist ja nicht nur die Gefahr eines Einbruchs, es könnte sich ja auch ein Lehrer mit Zugriff auf den Tresor was durch heimliches Kopieren dazuverdienen, oder vielleicht eigenen Kindern auf der Schule einen Vorteil verschaffen. Bei uns wurden die Aufgaben am Prüfungstag frühmorgens von einem Kurier vom Ministerium zur Schule gebracht. Die Lehrer hatten dann noch ein paar Stunden Zeit, die Aufgaben selbst durchzugehen, um z.B. eine von zwei möglichen Aufgaben für ihren Kurs auszuwählen.

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jing&jang 14.04.2017, 18:43
1. Wenn wir nicht weiter wissen gründen wir eine Arbeitsgruppe

ja wo sind wir denn? Wieso ist es nicht möglich die Aufgaben den Schulen per *.de.mail zu zusenden, die Dateien ausdrucken und austeilen. Armes Deutschland

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el_grande_reader2 14.04.2017, 20:06
2. Als Jahrgang '75 habe ich '95...

... Abi gemacht. An der höchstangesehensten Schule im Kreis.In den meisten ?Kursen? wurde bei jedweder Gelegenheit gespickt was das Zeug hält, kaum eine Klausur, bei der nicht unzählige Prüflinge das Lehrbuch auf den Knien liegen hatten. In den Abiklausuren hat sich das natürlich keiner getraut, aber es liefen sehr viele Studenten zur Toilette... von denen die meisten unter normalen Umständen wahrscheinlich gar nicht so weit gekommen wären, überhaupt das Abi machen zu dürfen. Betrügen hat in der Deutschen Bildungslandschaft meiner Meinung nach eine lange Tradition, Achselzuckend dabei wegzuschauen auch - insofern wundert mich dieser Vorgang überhaupt nicht, eher die Dummheit, die Prüfungsunterlagen mitzunehmen. Da hat es wohl zufällig mal einer nicht mehr rechtzeitig zurück geschafft vom Kopierer, möchte ich meinen. Übrigens, an der Uni ging es genau so weiter - naive Studenten wie ich, die an ein gerechtes Leistungsprinzip glaubten, studierten eben länger, meine Schulkamaraden mogelten sich durch das Aussiebeverfahren des Grundstudiums bis zur Promotion und starteten damit voll durch, unter Schulterklopfen der Professoren. Diesselben Professoren übrigens, die von jetzigen Studentengenerationen erwarten, Prüfungen, die in den alten Studiengängen jahrelange Vorbereitung erforderten und dafür beliebig oft wiederholt werden durften, in nur einem einzigen Semester und maximal vier Versuchen zu absolvieren. Selbstverständlich bei gleich hohen Anforderungen, so sei studieren ja immer schon gewesen... kein Wunder, dass auch hier das mogeln extrem zunimmt, zu lasten ehrlicher Studenten. Hier müsste mal gründlich reformiert werden...

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helro56 14.04.2017, 20:10
3. die Organisation durch den Staat wo auch immer in D........

jetzt im schulischem Bereich, ist immer mehr vergleichbar mit Bananenrepubliken die keine Ahnung haben, was
Schule und Ausbildung wirklich bedeutet! Hauptsache die Schüler kommen durch und bestehen die Prüfung!!
daran lassen sich Schulen und Länder bemessen und NICHTS anderes ist die Ursache für solche Vorkomnisse!!

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herbert_schwakowiak 14.04.2017, 21:13
4.

Zitat von el_grande_reader2
Betrügen hat in der Deutschen Bildungslandschaft meiner Meinung nach eine lange Tradition, Achselzuckend dabei wegzuschauen auch ..
Da haben Sie Recht. Ich habe mein Abi zwar noch ehrlich gemacht (93), heute helfe ich anderen beim Bescheißen.
Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Hausarbeiten und Vorträge ich für Freunde geschrieben habe, von Beatmungspflege über Geografie bis zu 3D Modellierung von Gebäuden.
Aktuell ist es eine Bachelor-Arbeit.
Die Professorin weiß es, und es ist ihr egal, denn sie will lieber was Gutes geliefert bekommen, weil das Programm später weiterentwickelt werden soll.
Die 'Erklärung über die eigenständige Erstellung der Arbeit' ist meist eine Lüge.

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rjb26 16.04.2017, 18:33
5. Da koennen die schüler

einem nur leid tun. Die Aufgabenstellungen seit Übernahme durch die Schulverwaltung waren schon mit ausreichendem Vorlauf zum Teil haarsträubend. Wenn die verwaltungsfuzzis jetzt auch noch etwas kurzfristig leisten sollen....

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dickebank 17.04.2017, 07:47
6. Verwaltung?

Zitat von rjb26
einem nur leid tun. Die Aufgabenstellungen seit Übernahme durch die Schulverwaltung waren schon mit ausreichendem Vorlauf zum Teil haarsträubend. Wenn die verwaltungsfuzzis jetzt auch noch etwas kurzfristig leisten sollen....
Sie sollten sich nicht wirklich zum Thema äußern, es scheint dass Sie keinerlei Ahnung haben, wie die Aufgabenstellungen im Zentralabirur entwickelt werden.
Die Verwaltung ist bei der Erstellung der Aufgaben weniger beteiligt - außer Sie meinen das Aussuchen der Aufgabensteller.

Übrigens, die Ersatzklausuren sind doch bereits fertig. Schreiben die Abiturienten eben zum regulären Termin die Nachschreibklausur. So gewinnt man Zeit und es müssen nur neue Nachschreibklausren entwickelt werden.
Wo wir gerade dabei sind, ab dem dritten Termin ist Schluss mit Zentral, da muss ohnehin der unterrichtende Fachlehrer eine Ersatzklausr erstellen und sich von der Schulaufsicht genehmigen lassen. Letztere sind nur in der regel schwieriger als die zentral gestellten..

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