Forum: Leben und Lernen
Meuthen in Brandenburg: Kommt ein AfD-Chef in die Schule...
DPA

AfD-Chef Meuthen hat die Podiumsdiskussion eines Gymnasiums in Brandenburg besucht - das sorgte im Vorfeld für Protest. Und nun? Verlief alles friedlich.

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kopi4 09.05.2018, 21:14
1.

Beim letzten Satz stimme ich Meuthen ausnahmsweise zu. Von Höcke bis Meuthen,von Gauland bis Storch: sie können alle noch viel lernen, es ist also nie zu spät um die Schulbank zu drücken.

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langenscheidt 09.05.2018, 21:37
2. Was will man tun...

... wenn die AfD bei der nächsten Bundestagswahl 15 Prozent der Stimmen erhält? Weiter so tun, als ob man mit der AfD nicht reden wolle? Die AfD ist drittstärkste Kraft im Bundestag, unter ferner liefen sind FDP, Linke und Grüne. Man tauscht sich doch lediglich Positionen aus. Mit der NPD brauchte man nicht reden, weil die gar nicht reden konnten und eine Sprache sprachen, die nur ihresgleichen verstand. Am Besten kann man politisch sich bilden, wenn man Positionen öffentlich austauscht, um sich ein Bild zu machen. Mit Ausgrenzung und Etepetete macht man den politischen Gegner interessanter.

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Senf-Dazugeberin 09.05.2018, 21:38
3. Respekt vor dieser Schule

Die Beteiligten haben das Wesen einer Demokratie besser verstanden als der Großteil der Altparteien-Politiker.

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Phil2302 09.05.2018, 21:45
4. Hatten wir auch

Ein Lehrer unserer Schule hatte alle Spitzenkandidaten unserer Stadt eingeladen, vor der letzten BW. Das lief auch relativ friedlich ab. Gerade die muslimischen Schüler hatte natürlich ein Diskussionsbedürfnis mit dem AFD Kandidaten, und die Gräben waren natürlich nicht zu überwinden, aber ganz im demokratischen Sinne hat bei uns niemand dagegen demonstriert, dass der Kandidat auch eingeladen wurde. Einzig die Kandidatin der Linken hatte abgesagt, da sie sich an der Runde nicht beteiligen wollte.

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zynik 09.05.2018, 21:55
5. Jaja, die netten Biedermänner von nebenan.

Zitat von langenscheidt
... wenn die AfD bei der nächsten Bundestagswahl 15 Prozent der Stimmen erhält? Weiter so tun, als ob man mit der AfD nicht reden wolle? Die AfD ist drittstärkste Kraft im Bundestag, unter ferner liefen sind FDP, Linke und Grüne. Man tauscht sich doch lediglich Positionen aus. Mit der NPD brauchte man nicht reden, weil die gar nicht reden konnten und eine Sprache sprachen, die nur ihresgleichen verstand. Am Besten kann man politisch sich bilden, wenn man Positionen öffentlich austauscht, um sich ein Bild zu machen. Mit Ausgrenzung und Etepetete macht man den politischen Gegner interessanter.
Ein Beispiel von vielen:

"Doch mindestens 27 der Fraktions- und Abgeordnetenmitarbeiter der AfD haben einen eindeutig rechtsradikalen bis rechtsextremen Hintergrund. 18 AfD-Mandatsträger beschäftigen Mitarbeiter aus diesem Milieu. Unter ihnen sind Anhänger der NPD und der neonazistischen, verbotenen Organisation Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ), Aktivisten der Identitären Bewegung und der rechtsradikalen Gruppe Ein Prozent, extrem rechte Burschenschafter und neurechte Ideologen."

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-03/afd-bundestag-mitarbeiter-rechtsextreme-identitaere-bewegungDoch mindestens 27

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prodemo 09.05.2018, 22:02
6. Demokratie

So einfach ist es Demokratie zu leben und nicht in irgendwelchen Schubladen zu hängen. Respekt!

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jozu2 09.05.2018, 22:06
7. In einer Demokratie zählt das Wort - dachte ich

In einer Demokratie kämpft man fair und mit Worten. Und Politiker und viele der Schüler wollen AfD-Politikern erst gar nicht zuhören oder das Wort an sie richten?

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pepe83 09.05.2018, 22:17
8. Finde ich gut

Demokratie lebt vom Wettbewerb der Meinungen. Redeverbote sind da kontraproduktiv. Und Schülern im Politik Leistungskurs traue ich durchaus einen reflektierten Umgang auch mit schwierigen Positionen von Links und Rechts zu.

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McManaman 09.05.2018, 22:25
9. Keine Legitimierung von Rassisten

Ich finde es falsch, im Rahmen einer demokratischen Diskussion auf schulischer Ebene einer Partei eine Bühne zu bieten, die antidemokratisches und zumindest faschistoides, teils gar unverbrämt faschistisches Gedankengut verbreitet und Personal in den eigenen Reihen duldet, das ohne jeden Zweifel dem neonazistischen Spektrum zuzuordnen ist (z.B. Höcke, Poggenburg, Meier, Kalbitz). Dieser Partei gilt es in jeglicher Hinsicht entgegenzuwirken. Wehret den Anfängen!

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