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Mietpreise in Uni-Städten: So teuer sind WG-Zimmer
imago/Westend61

Für Studenten ist es oft schwer, bezahlbare Zimmer zu finden. Seit 2015 sind die Mieten für WGs im Schnitt um zwölf Prozent gestiegen. Eine Analyse zeigt, wo es Wohnungssuchende am härtesten trifft.

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scgtef 07.08.2018, 14:02
1. Ideen sammeln

Wie kann das Wohnen zu vernünftigen Preisen im ganzen Land erreicht werden? Wie kann der Anteil an Wohneigentum in D erhöht werden, auch zur Vermeidung von Altersarmut? Wie können die Preise in den Metropolen sinken? Wer hat Ideen?

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Sibylle1969 07.08.2018, 14:46
2.

Ich habe seinerzeit im Ruhrgebiet studiert, der wichtigste Grund dafür waren die vergleichsweise niedrigen Mieten. Ein Studentenwohnheimzimmer 1989 kostete rund 200 Mark warm im Monat, meine spätere Einzimmerwohnung rund 280 Mark warm. Eine teurere Unistadt hätte ich mir nicht leisten können, die Alternative wäre dann gewesen, bei den Eltern wohnen zu bleiben und zu pendeln. Das wollte ich nicht, es war auch absolut wichtig und richtig für mich, zum Studium eine eigene Bude zu haben. Auch heute sind die Mieten im Ruhrgebiet recht niedrig, und an den Ruhrgebietsunis Duisburg-Essen, Bochum und Dortmund sowie an mehreren FHs kann man viele Fächer studieren. Der Freizeitwert dieser Städte ist auch recht hoch, die öffentlichen Verkehrsmittel gut ausgebaut. Ich kann das Ruhrgebiet nur empfehlen, wenn man knapp bei Kasse ist.

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Korken 07.08.2018, 15:55
3. Umland

Die genannten Städte haben eine gute ÖPNV Verbindung ins Umland. Wenn man etwas flexibel ist kann man da sparen.

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fundador 07.08.2018, 18:46
4. Klarer Aufruf an alle Studierenden:

Geht zum Studieren nach Wittenberg, Chemnitz, Senftenberg, Salzgitter, Cottbus und Iserlohn, wenn Ihr dort Euer Lieblingsfach findet. Zumindest die Ost-Universitäten sind frisch renoviert und bestens ausgestattet, die Anzahl der Studierenden pro Lehrendem überdurchschnittlich gering und Ablenkung durch Nachtleben findet dort wohl eher nicht statt, führt also auch zu kürzerer Studiendauer als an den überfüllten Unis auf dem teuren Pflaster von München, Berlin, Stuttgart, Tübingen, Köln usw.

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lachina 07.08.2018, 20:21
5. Leider ist es doch noch so, dass die Unis

einen gewissen Ruf haben, ein Geisteswissenschaftler aus Heidelberg anders als einer aus Kiel, und ein Ingenieur von der TU Karlsruhe anders als einer von Cottbus. Die Lebensverhältnisse in D sollten gleich sein, sind sie aber nicht.

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Sibylle1969 07.08.2018, 20:40
6. @lachina Beitrag 5

Der Einfluss der Uni, an der man studiert hat, auf den späteren Berufserfolg wird m.E. überschätzt. Hat man erst mal den Berufseinstieg geschafft, interessiert es später niemanden mehr, wo man studiert hat.

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bernard_bs 08.08.2018, 00:00
7. Wen es interessiert,

möge einen Blick nach Suderburg werfen. Das liegt auf halbem Weg zwischen Hannover und Hamburg. Ist keine Stadt, aber mit dem Semesterticket und dem Bahnhof ist man in einer Stunde in Hannover oder Hamburg. Geringe Mieten, kurze Wege - studieren auf dem Dorf, wen es vom Studienfach passt.

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kulinux 08.08.2018, 00:37
8. Korrekturvorschlag für die Überschrift:

Mietpreise in Uni-Städten: So gierig sind die Vermieter von Studentenwohnungen.
Damit wäre dann auch gleich die Frage des ersten Postings beantwortet, was man dagegen machen könnte: Einfach die Möglichkeiten zur schamlosen Bereicherung radikal reduzieren. Z.B., indem jeder Vermieter offen legen muss, welche Kosten die Wohnung verursacht (Bauen, Betrieb, Reparaturen) und wie hoch die Miete wäre, wenn man dazu einen aktuellen bankenüblichen Zinssatz als Gewinnmarge aufschlägt.
Achso, das geht nicht, meinen Sie? Nun: Im Grundgesetz steht: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig.…" Der Gebrauch des Eigentums "Wohnung" zur Erzielung leistungslosen Einkommens dient offensichtlich nicht dem Wohle der Allgemeinheit.
Q.E.D.

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curly988 08.08.2018, 01:53
9. Keine Wahl

Ich studiere in Frankfurt am Main und hatte das Glück im Studentenwohnheim unter zu kommen. 410 Euro kalt für 10 m^2 wurden mir auf der Wohnungssuche angeboten. Das Problem ist, dass viele Studenten solche "Angebote" in Anspruch nehmen müssen, damit sie nicht obdachlos werden. Zu meinem Semesterbeginn bot der AStA Notfallübernachtungsstellen an. Ja das Leben in den neuen Bundesländern ist günstiger. Dennoch sollte Wohnraum bezahlbar sein, wir Studenten klagen da glaube ich auf hohen Niveau. Ich möchte nicht wissen wie es einem Rentner, Hartz4 Empfänger etc geht.

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