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Mobbing in der Schule: "Und die ganze Klasse lachte mit"
DPA

Sie warfen ihr Bälle an den Kopf, hänselten sie, lachten sie aus - bis sie sich kaum noch in die Schule traute. Anna Belitz über das Gefühl, von allen im Stich gelassen zu werden - und was man dagegen tun kann.

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torpedo-of-truth 02.12.2016, 11:31
1.

Ich glaube kaum das ein Schüler SPON liest. Also ich habe das nicht, als ich noch zur Schule ging. Aber vielleicht lesen es Eltern und geben es weiter. Mobbing sollte nicht unterschätzt werden.

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joe_ann 02.12.2016, 11:31
2. Mein Mitgefühl

hat sie. Es ist unglaublich, wie dumm und grausam Menschen sein können. Ich habe in solchen Situationen immer versucht, es zu ignorieren. Klappte meist ganz gut und es hielt sich dadurch in Grenzen, es hinterlässt aber Spuren. Und dabei sind die Trottel, die der Meinung sind, andere mobben zu müssen, meist ganz arme Würstchen. Aber sie hat es richtig gemacht und ihre Intelligenz genutzt um die degenerierten Würstchen abzuhängen.

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joes.world 02.12.2016, 11:38
3. Viele Lehrer verstehen nicht, dass sie DIENSTLEISTER sind.

Und das dieser Dienstleister einige Anforderungen zu erfüllen hat.
1. Er muss es schaffen, den Stoff den er unterrichtet, so vorzubringen, dass er auch verstanden werden kann. Es gibt genügend Lehrer die genau an dieser Aufgabe scheitern.

2. Er muss es schaffen, genau solche Fälle zu minimieren. Natürlich kann man von einem Lehrer nicht erwarten, dass er alle Mobbingfälle löst. Das ist unmöglich. Aber bei vielen Lehrer herrscht der Glauben, dass sie Mobbing überhaupt nichts angeht, sie damit nichts zu tun haben müssen. und es auch nicht wollen.

Das ist falsch. Denn sie sind Dienstleister. Was würden sie sagen, wenn sie eine Woche in einem Hotel mit Vollpension buchen und die Kellner beachten sie nicht, wühlen in ihren Essen mit den Fingern? Natürlich wären diese Lehrer sofot beim Hoteldirektor und würden von ihm erwarten, dass er dies abstellt. Immerhin bezahlen sie viel geld für ihren Urlaub.
Nicht anders ist das mit der Schule. Der Steuerzahler, also die Eltern dieser Kinder, bezahlen viel geld für die Lehrer. und dürfen sich dafür auch einen engagierten Dienstleister erwarten.
Ist jemand dazu nicht bereit oder nicht in der Lage - hat er seinen Beruf verfehlt und gehört ausgetauscht.

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tgu 02.12.2016, 11:40
4. Traurig!

Warum greifen die Lehrer bei sowas nicht viel öffter durch. Den "Rädelsführern" Strafstunden aufbrummen und den restlichen Schülern welche mitlachen eine Standpauke halten.
Sprüche wie du musst dich dem selbst stellen oder eine Gesprächsstunde über Mobbing ohne Lehrer ist der Falsche Ansatz.
Solch beschriebenes Mobbing ist im höchsten Maße unsozial und sollte/muss entsprechend von der Lehrerschaft auch geahnded werden. Es muss den Mobbern gezeigt werden, wo ihre Grenzen sind. Sie müssen bestraft werden, nur reden hilft ja anscheinend nichts. Sonst passiert sowas wie im Sommer in München immer mal wieder.

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loncaros 02.12.2016, 11:42
5.

Tip #4
Den Lehrern und dem Direktor mit Rechtsfolgen drohen, wenn sie weiterhin die Situation vernachlässigen.
Dann springen die meisten. Jammern und heulen ordentlich über die bösen Eltern, die ständig mit Anwälten kommen, aber sie springen.

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Hagbard 02.12.2016, 11:46
6.

Dass man als Mobbing-Opfer nur schwer Hilfe bekommt war früher so und ist auch heute noch so.
Das liegt zum Teil am mangelnden Unrechtsbewusstsein, zum Teil an der Angst der Opfer und deren Eltern, sich z.B. bei den Lehrern unbeliebt zu machen. Darum wird das Problem gar nicht erst angesprochen.
Der Leidtragende ist das Opfer, das allein gelassen wird und das Gefühl hat, NIEMAND hilft ihm.
Schlimmer noch: Mitunter wird den Opfern sogar von den eigenen Eltern die Schuld gegeben.

Als Elternteil wurde ich genau ein Mal mit dem Thema konfrontiert und konnte sehen, dass sich seit den 70ern nicht viel geändert hat.

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user123456789 02.12.2016, 11:48
7.

Als jemand, der über 6 Jahre lang Mobbingopfer war, muss ich sagen, dass es schwer ist, einen kompetenten Lehrer zu finden, zumindest war das 1992 noch so. Teilweise hatten die Lehrer das alles noch gefördert. Später wurde ich von meinem Klassenlehrer sogar als Linker verschrien. Er war gut Rechts, lobte sogar die "Heldentaten" A. Hs. Das führte dann zu lautstarken Streitereienk, er wollte dann sogar zuschlagen. Erst nach dieser Zuspitzung wurde es besser mit dem Mobbing, als ich zu ihm sagte, er könne schreien, wie er will und er ab dem Zeitpunkt sich zusammennahm. An einer Klassenfahrt nahm ich aber nicht mehr teil.

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fördeanwohner 02.12.2016, 11:51
8. -

Mich wundert immer wieder, dass es an vielen Schulen keine Schulpädagogen zu geben scheint. Die betroffenen Kids haben eine Anlaufstelle, ohne sich verstecken oder Lehrern anvertrauen zu müssen. Und auch Klassenlehrer können dort sehr viel Unterstützung erfahren, wenn sie mit solchen üblen Fällen überfordert sind. Im Team kann man Mobbern nämlich besser beikommen. Wahrscheinlich meint man, an Gymnasien sei so etwas nicht nötig.

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wasserkante 02.12.2016, 11:55
9. Gegen Mobbing hilft manchmal nur eins.

Ich war auch Mobbingopfer. Ich hab zunächst versucht, mich mit guten Worten, Argumenten und ironischen, witzigen Bemerkungen zu wehren. Das half aber nicht, und ich bin sicher, dass diese zivilisierte Methode bei vielen anderen auch nicht geholfen hat. Was geholfen hat war dies : ich hatte damals einen Kumpel, einen grossen und starken. Der ist in der Pause mal vorbeigekommen und hat den Tätern eins auf die Zwölf gegeben.
Von da an hatte ich eine schöne Zeit auf meiner Schule. Manchmal hilft eben nichts anderes. Und man sollte es auch nicht zu lange auf die zivilisierte Art und Weise versuchen. Man macht sich sonst bloss unglücklich und wird traurig.

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