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Nach der Blockade durch die Bundesländer: Wie es jetzt mit dem Digitalpakt weitergeht
DPA

Der Grundgesetzänderung ist erst einmal gestoppt, die Schulen müssen weiter auf das Geld für neue Geräte und digitale Technik warten. Was bedeutet das jetzt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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hansgustor 05.12.2018, 18:09
1. Bloß keine Einheitsschule

Nachher könnten Schüler und Lehrer einfach in ein anderes Bundesland wechseln, das wäre ja furchtbar...

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vnv_muc 05.12.2018, 18:13
2. Meine Politikverdrossenheit

wandelt sich grad in Wut. Bei der Angst um den Föderalismus geht es wieder nur um die eigenen Posten, die evtl. wegrationiert werden könnten mit einer Föderslismusreform. Alles an die Wand!

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equigen 05.12.2018, 18:21
3. Die Bildungskleinstaaterei in DE gehört endlich abgeschafft

Sie widerspricht der von den arbeitenden Menschen erwartetetn Mobilität innerhalb DEs im Falle des Arbeitspaltzverlustes. Genau die fordert der Staat ein - und sie geht dann zu lasten der Kinder, die in Hessen was anderes lernen als in Bayern.
Sie widerspricht der Tatsache, dass Mathematik in Berlin genauso funktioniert wie in Bayern. Und Englisch, Physik, Biologie auch. Und sogar das Fach Deutsch muss in allen Ländern die selbe Grammatik und Rechtschreibung lehren. Wozu also die Unterschiede? Wozu mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Lehrpläne?
Es geht nur um Macht der Länderfürsten und das Versorgen von Spezeln mit lukrativen Posten in den jeweiligen Ministerien. Und natürlich darum, dass die herrschende Partei jeweils ihre Vorstellung von „guter Bildung“ ohne Rücksicht durchdrücken kann.
Erbärmliche Situation.

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briefzentrum 05.12.2018, 18:23
4. Nicht digitale Bildung sondern Bildung für die digitalisierte Welt

Die Bedenken der Bundesländer sind nachvollziehbar. Offenbar ging es dem Bund nicht nur darum, die Länder für eine Digitalisierung der Schulen zu finanzieren, sondern ein weitreichendes Steuerungsinstrument zum eigenen Einfluss auf die Bildungspolitik der Länder zu erhalten. Mit der geplanten 50% Finanzierung wäre künftig jede Finanzierung der Länder durch den Bund an Landeszuschüsse im gleichen Umfang gebunden, über die aber der Bund entscheidet. Die Länder verweigern das zu Recht. Der Digitalpakt erscheint ohnehin zwiespältig. Sicher brauchen die Schulen mal wieder eine Finanzierung zur Moderrnisierung ihrer Technik- und Medienausstattung. An vielen Schulen fehlt schon die Grundausstattung - erst recht für einen leistungsfähigen W-Lan-Anschluss der Schulen und die Ausstattung mit mobilen Geräten. Andererseits wird wie Anfang der 00er Jahre wieder ein Hype um eine angebliche digitale Bildung entfaltet, als wenn die Zukunft des Landes davon abhinge. Tatsächlich werden die meisten Probleme der Schulen nicht durch diesen Digitalpakt gelöst. Es fehlen Lehrer für Informatik, es fehlt technische Bildung, es fehlen Curricula für eine Bildung, die sich mit Medien, Technik und digitalen Onlinewelten beschäftigen. Es fehlen nach wie vor effiziente Konzepte, um insbesondere Mädchen für Technik, Computer und Informatik zu begeistern - allen bisherigen staatlichen und verbandlichen Anstrengungen zum Trotz. Der Digitalpakt liefert vorrangig Geld für Hardware. Was aber die Lehrer anschließend im Unterricht mit den vielen iPads anfangen sollen, ist nach wie eine offene Frage. Die paar Apps, die für Schulen auf dem Markt sind, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es kaum Konzept für eine "digitale Bildung" gibt. Letztlich bleibt die Überzeugung der klassischen Bildungstheoretiker gültig: es geht nicht um neue Spezial-Bildung sondern um eine hochwertige Allgemeinbildung für möglichst viele Schülerinnen und Schüler: Bildung für die technische Zivilisation.

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willy63 05.12.2018, 18:24
5. Eine Schule für alle

Die Bildung gehört in Bundeshand.
Gruß aus Potsdam

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Klaugschieter 05.12.2018, 18:31
6. Engstirnige Kleinstaaterei

Ja, das ist praktizierte deutsche Politik. An jeder Kneipenecke labern Politiker aller Coleur über die Zukunft und wie wichtig die Digitalisierung doch ist. Und beim nächster Gelegenheit wird eine Grundgesetzänderung, die den digitalen Fortschritt ermöglichen kann, durch engstirnige Kleinstaaterei ausgebremst. Einen Förderalismus der Eigenbrötler und Blockierer ,(die witzigerweise aus denselben Parteien kommen wie die Abgeordneten, die im Bundestag dafür stimmten) ist jetzt wohl das Letzte, was Deutschland braucht.
Jetzt ist die Jugend aufgefordert, sich kreativ gegen den politischen Nonsens aufzulehnen. Geht auf die Straße, macht Euch bemerkbar, fordert Euer Recht auf digitale Bildung ein.

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renker2001 05.12.2018, 18:32
7.

Ulkig vor allem

Diese Föderale Komplettabschottung des Schulwesens geschah erst 2006
Es ist also nicht so, dass man da hundert Jahre alte Errungenschaften zurückdrehen will

Aber letztendlich ist es ganz simpel:

Erfindung und Verbreitung Radio/Fernsehen: 30, 40 Jahre
So ähnlich viel Zeit haben und hatten Politik und Kultusminister, Lehrpläne und Ausstattung und Sonstiges peu a peu an das "Heute" anzupassen

Dummerweise geschehen heute Neuerungen SCHNELLER als die Politik und die Kultusminister-meist alte Menschen- hinterherkommen
Wir haben noch nicht mal überal Internet in den Schulen, ganz zu schweigen von Schulbüchern , in denen das Wort Whatsapp vorkommt

Und so lahm wie diese Minister sind werden die Deutschland vollends zugrunderichten.

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spon-1229797972773 05.12.2018, 18:33
8. Anderes ist wichtiger!

Schön wäre es wenn in einer Stadt zwei benachbarte Grundschulen die gleichen Schulbücher verwenden würden, wenn Bücher, von den Eltern gekauft, auch weiter verwendet werden könnten und nicht nur Einmal-Arbeitshefte gekauft werden müßten und das bis zum Abitur, wenn der Unterricht in einem Bundesland, besser im gesammten Bundesgebiet, so abgestimmt ist das auch von einer Schule auf eine andere gewechselt werden kann. Aber nachdem es mit natürlicher Intelligenz nicht funktioniert hat, versucht man es in der Schulpolitik eben mit künstlicher. Und wir wollen bloß keine Vereinheitlichung, obwohl laut Grundgesetz für einheitliche Lebensumstände zu sorgen ist.

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petreg5544 05.12.2018, 18:39
9. Vereinheitlichung...

...der Schulenausstattung könnten vergleichbare Abschlüsse positiv beeinflussen... nicht "leichte' und "anspruchsvolle" ABI's
Das wäre doch absolut erstrebenswert...von der Angst um die vielen föderalen "Pöstchen" ganz zu schweigen... allerdings bedarft es auch eines flächendeckendes Digital-Netz...wo Germany auf Platz 65 liegt...wie man den Medien entnehmen kann.

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