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NC-Check: Wo es Studienplätze auch ohne Spitzenabi gibt
DPA

Knapp die Hälfte aller Studiengänge in Deutschland sind zulassungsbeschränkt - kann man trotzdem BWL oder Jura studieren? Ja, aber für den Wunschstudiengang müssen künftige Studenten schon kräftig suchen.

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napoleonwilson 06.07.2017, 05:39
1. Nc

Ob es wirklich Sinn macht, Jura mit einem mittelmässigen Abi zu studieren ? MIttelmässige Juristen braucht niemand. Richterlaufbahn ist nicht, Wirtschaft ist nicht , Kanzleianstellung ist auch nicht.... Da bleibt nur eine eigene Kanzlei ohne Mandanten.

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elvezia 06.07.2017, 06:41
2. Allein der Titel ist so köstlich und passt so

perfekt in unsere Zeit.
Wo gibt es was ohne viel Leistung .
Eine Anleitung.
"7 Tipps wie ich mich durch die Aufnahmeprüfung schummle"
"10 richtige Antworten auf kritische Fragen"
In Insiderkreisen ist es sturzbekannt (zu deutsch: es pfeifen es die Spatzen von den Dächern) dass die Staatsexamen in Humanmedizin in Palermo weltweit die "softesten" sind.
Italien ist uns eben etwas voraus.
Aber die Deutschen versuchen aufzuholen:
"7 Unis wo es auch Studienplätze auch für Versager gibt."
Danach ein halbes Erasmus-Jahr in Palermo und 3000 Euro richtig disponiert und du darfst in Europa als Kardiologe oder in Plastischer- und Wiederherstellender Chirurgie wirken. Wobei die "plastische " anzustreben ist (Kim Kardashians Arschimplantate gegen eine Hasenscharte? Der Unterschied sind mehrere Hunderttausende Euros ) , weil die anderen harte Nerven braucht.
p.s. Palermo: Es werden auch Nullen die die erste Prüfung versemmeln erneut zugelassen.(der zu disponierende Betrag erhöht sich auf 5000)
modern times ...


.

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elvezia 06.07.2017, 06:55
3. Beweise nachliefern

Sorry da habe ich doch eben vergessen unterlassen Beweise zu liefern. Hier zum nachlesen für alle die italienisch können und das sind ja ziemlich alle hier. Gelle ihr Erasmus -Auslandsstudentenjahrabsolvierer hier seis nachgeliefert:
http://roma.repubblica.it/cronaca/2011/02/17/news/medicina_la_mussolini_bocciata_all_esame_di_abilit azione-12583031/?refresh_ce

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erst nachdenken 06.07.2017, 07:08
4.

Ein NC kann auch bei 3,7 liegen - dann ist der Studiengang zulassungsbeschränkt. Was soll diese Statistik jetzt aussagen?

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citizen2011 06.07.2017, 07:39
5. Leistung, von der Wiege bis zur Bahre

12- 13 Jahre Schule, für zig Prüfungen pauken, sich durch den Bachelor und Master- Wust quälen, zig Bewerbungen schreiben, meist und oft lange prekäre bis maximal mäßig bezahlten Tätigkeiten ausfüllen, von schnellem sozialen Abstieg bedroht sein, wenig Erfüllung und Freude im Beruf, immer unter Druck. DAS ist die Realität und Perspektive für die meisten Abiturienten. Und nicht nur die.
Der ganze Aufwand und Kraftakt lohnt sich für die Wenigsten. Und das geht schon seit Jahrzehnten so. Habe selbst studiert, finanziell wenig davon, aber wenigstens noch zu einer Zeit die Uni erlebt, wo das Studium noch nicht jede Minute durchorganisiert hat (zumindest in meinem Fall). Heute sehe ich zu, bescheiden zu leben, so wenig wie möglich zu arbeiten. Ganz einfach weil es sich nicht lohnt (und nie wirklich sich gelohnt hat). Heute würde ich stark dazu tendieren zuerst eine Ausbildung zu machen. Und davor - in Praktika- lange ausprobieren WO und WAS Befriedigung verschaffen kann. Aber ich gebe zu: als junger Mensch hat man nach fast anderthalb Jahrzehnten Schule oft keine Lust sich in die Ausbildungskonzept einer dualen Berufsausbildung zu pressen. Man glaubt die Uni/Fachhochschule biete mehr Verwirklichungsmöglichkeiten und Freiheiten. Davon ist aber kaum etwas übrig geblieben. Selig sind die, die in den 70ern studiert haben und danach noch einen guten Job bekommen haben (freilich, da hat sich für so machen auch einiges zum Schlechten gewandelt) . Zu einem großen Teil ist "Lebensglück" eben davon abhängig, in welcher Zeit man geboren ist. Und natürlich auch wo.

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Politische Bildung? 06.07.2017, 08:19
6. Nc

@1
Ich habe mit einem mittelmäßigem Abitur (2.7) 2010 mein Jurastudium begonnen und habe das 1. Examen als 34t bester Kandidat in ganz Hessen mit der Note "gut" abgeschlossen.

Nur weil ich schlecht in Physik / Chemie / Mathe war heißt das nicht, dass mir die Fähigkeiten fehlen die ich für Jura benötige.

Der NC wird überbewertet.

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scooby11568 06.07.2017, 08:31
7. @ Napoleon klar macht das Sinn...

wenn die Abinote mit Fächern versaut würde, die nichts mit dem Studium zu tun haben, also für einen Juristen z.B. Mathe, Physik, Bio oder Chemie. Ein NC ist nur Ausdruck dafür, dass sich Unis jeden weiteren Blick auf Bewerber sparen wollen oder zwecks Masse müssen. Ich hatte ein Abi mit 3,4 und einen BWL Abschluss mit 2,0. Klar, ich bin sicher die Ausnahme, oder? Falsch. Die reine Abi Note sagt nichts über die Fähigkeiten aus. Ohne Mathe wäre mein Schnitt bei 2,1 gelandet. Komischerweise habe ich im Studium Mathe, Statistik und Sonstiges immer auf Anhieb gepackt. Weil mir endlich mal klar war, wo der praktische Nutzen liegt.

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faepse1337 06.07.2017, 08:44
8.

Zitat von napoleonwilson
Ob es wirklich Sinn macht, Jura mit einem mittelmässigen Abi zu studieren ? MIttelmässige Juristen braucht niemand. Richterlaufbahn ist nicht, Wirtschaft ist nicht , Kanzleianstellung ist auch nicht.... Da bleibt nur eine eigene Kanzlei ohne Mandanten.
Also können nur Leute mit gutem Abi gute Juristen werden? Das stell ich mir bei einer Bewerbung witzig vor: "Der Herr Wilson hat ein 12 Punkte Examen! Huch aber leider nur ein Abitur mit 2,9. Der kann nur ein mittelmäßiger Jurist sein."

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isar56 06.07.2017, 08:48
9.

Zitat von citizen2011
12- 13 Jahre Schule, für zig Prüfungen pauken, sich durch den Bachelor und Master- Wust quälen, zig Bewerbungen schreiben, meist und oft lange prekäre bis maximal mäßig bezahlten Tätigkeiten ausfüllen, von schnellem sozialen Abstieg bedroht sein, wenig Erfüllung und Freude im Beruf, immer unter Druck. DAS ist die Realität und Perspektive für die meisten Abiturienten. Und nicht nur die. Der ganze Aufwand und Kraftakt lohnt sich für die Wenigsten. Und das geht schon seit Jahrzehnten so. Habe selbst studiert, finanziell wenig davon, aber wenigstens noch zu einer Zeit die Uni erlebt, wo das Studium noch nicht jede Minute durchorganisiert hat (zumindest in meinem Fall). Heute sehe ich zu, bescheiden zu leben, so wenig wie möglich zu arbeiten. Ganz einfach weil es sich nicht lohnt (und nie wirklich sich gelohnt hat). Heute würde ich stark dazu tendieren zuerst eine Ausbildung zu machen. Und davor - in Praktika- lange ausprobieren WO und WAS Befriedigung verschaffen kann. Aber ich gebe zu: als junger Mensch hat man nach fast anderthalb Jahrzehnten Schule oft keine Lust sich in die Ausbildungskonzept einer dualen Berufsausbildung zu pressen. Man glaubt die Uni/Fachhochschule biete mehr Verwirklichungsmöglichkeiten und Freiheiten. Davon ist aber kaum etwas übrig geblieben. Selig sind die, die in den 70ern studiert haben und danach noch einen guten Job bekommen haben (freilich, da hat sich für so machen auch einiges zum Schlechten gewandelt) . Zu einem großen Teil ist "Lebensglück" eben davon abhängig, in welcher Zeit man geboren ist. Und natürlich auch wo.
Sie haben recht. Ich gehöre noch zu den Seligen, die Ende der 70er bis Beginn der 80er studiert haben. Es lohnt sich kaum /Sozialwissenschaften. Viel Verantwortung, viel Elend bei wenig Geld und Tag-und Nachteinsätzen. Idealismus ade. Ich sehe zu dass ich die letzten Jahre vor der mickrigen Rente noch mit bestmöglichem Einsatz bringen kann. Als junger Mensch würde ich mir ein Studium heute gut überlegen. Ein Kollege von mir ist im Erstberuf Schreiner und verdient sich eine goldene Nase mit Schwarzarbeit. Das große Haus ist mit Mitte 30 bereits bezahlt. Früher lehnte ich sowas ab. Heute ist es mir egal. Politik und Wirtschaft machens im Großen vor. Junge Leute haben fast keine Chance angemessen zu verdienen (dazu zähle ich Anfangsgehälter von 1300.-- Euro). Man muss nicht gierig sein, um in Städten wie München damit nicht auskommen zu können. Stichwort: politisch akzeptierte und geförderte Ausbeutung.

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