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Neues Schulfach Wirtschaft: Was kostet ein Döner und warum?
DPA

Schule soll Wirtschaftswissen vermitteln, das fordern Unternehmer wie Gewerkschafter. Baden-Württemberg nimmt das Fach Wirtschaft jetzt in den Stundenplan auf - doch es gibt Streit um die Inhalte.

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widower+2 04.09.2017, 16:38
1. Neu?

Im Artikel wird es so dargestellt, als ob Baden-Württemberg da nun irgendwie Vorreiter wäre. Meine Kinder haben in Niedersachsen seit geraumer Zeit das Fach Wirtschaft in der Schule und ich hätte es schon vor 40 Jahren als Grundkurs in der Oberstufe wählen können. Gähn.

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ironcock_mcsteele 04.09.2017, 18:03
2.

Die Argumente der Gewerkschaften lesen sich wie eine frühe Mitgliederwerbung. Inklusive Martwirtschaften haben nichts Negatives, sondern ermöglichen durch den Schutz des Einzelnen und seines Eigentums die Freisetzung wirtschaftlicher Energien, die zum Gedeihen der ganzen Gesellschaft führen.
Insofern sollte der Inhalt eines Faches "Wirtschaft" nicht nur durchaus, sondern ganz selbstverständlich den Weg zum eigenen Unternehmen lehren. Wie sonst lernen junge Menschen, dass ihr späterer wirtschaftlicher Erfolg in ihrer eigenen Verantwortung liegt und durch Einfallsreichtum, Ehrgeiz und Fleiß erreicht wird.

Sicher nicht durch ein verquastes Politikseminar, bei dem über über Prekarisierung oder Arbeitnehmerrechte lamentiert wird.

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edugaff 04.09.2017, 18:35
3.

Die mediale Behandlung des Themas 'Wirtschaft in der Schule' bleibt - wie üblich - einseitig platitüdenhaft und entsprechend ohne tiefere Auseinandersetzung mit dem konkreten Thema. So kommt niemand zu Wort, die die Ausgestaltung in Ba-Wü sinnvoll, da in vielerlei hinsicht kritisch und multiperspektivisch, finden. Der Bildungsplan (der Sekundarstufe I) sieht auch nicht nur die Rollen des Konsumenten, Geldanlegers und Kreditnehmers vor, sondern auch des Berufswählers, Arbeitnehmers und Unternehmers sowie des gestaltenden (Wirtschafts)Bürgers, des Steuerzahlers und des Leistungsempfängers.

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widower+2 04.09.2017, 18:38
4. Soziale Markwirtschaft

Zitat von ironcock_mcsteele
Die Argumente der Gewerkschaften lesen sich wie eine frühe Mitgliederwerbung. Inklusive Martwirtschaften haben nichts Negatives, sondern ermöglichen durch den Schutz des Einzelnen und seines Eigentums die Freisetzung wirtschaftlicher Energien, die zum Gedeihen der ganzen Gesellschaft führen. Insofern sollte der Inhalt eines Faches "Wirtschaft" nicht nur durchaus, sondern ganz selbstverständlich den Weg zum eigenen Unternehmen lehren. Wie sonst lernen junge Menschen, dass ihr späterer wirtschaftlicher Erfolg in ihrer eigenen Verantwortung liegt und durch Einfallsreichtum, Ehrgeiz und Fleiß erreicht wird. Sicher nicht durch ein verquastes Politikseminar, bei dem über über Prekarisierung oder Arbeitnehmerrechte lamentiert wird.
Die vom Grundgesetz vorgegebene Wirtschaftsordnung in Deutschland ist die einer sozialen Marktwirtschaft. Und zu dieser gehören selbstverständlich die Arbeitnehmerrechte. In diesem Zusammenhang ist die Thematisierung der mit einer nicht sozial eingebundenen, völlig freien Marktwirtschaft - wie zum Beispiel die drohende Prekarisierung größerer Bevölkerungsgruppen - einhergehenden Probleme selbstverständlich und unverzichtbar Bestandteil eines Schulfachs Wirtschaft.

Wie hätten Sie es denn gerne? So eine Art Trump University? Trump hat übrigens ein riesiges Vermögen geerbt. Von wegen Einfallsreichtum, Ehrgeiz und Fleiß.

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frenchie3 04.09.2017, 19:42
5. Wirtschaft ist im Prinzip

wie Mathematik. Wie kann man dabei schon wieder ein Politikum draus machen?? Wenn etwas hergestellt wird muß man kalkulieren und der Kalkulation ist es Wurscht ob sie von einem Unternehmer oder einem Gewerkschafter gemacht wird,

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afks 04.09.2017, 19:56
6. Nichts Neues

Da ist Baden-Württemberg definitiv kein Vorreiter. Das Fach Wirtschaft& Recht gibt es in Bayern schon seit vielen Jahren und da werden beispielsweise Themen wie Preisbildung, Geldanlagen usw. behandelt

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spmc-12355639674612 04.09.2017, 19:58
7. Wirtschaft und Recht

steht in bayerischen Schulen schon seit geraumer Zeit auf dem Stundenplan. Wichtiger als Wirtschafts"wissen" ist für unsere heranwachsenden Staatsbürger meiner Meinung jedoch ein fundiertes Verständnis unseres Rechtssystems. Das wird in den meisten Bundesländern im Unterricht viel zu bruchstückhaft vermittelt.

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widower+2 04.09.2017, 20:48
8. So einfach?

Zitat von frenchie3
wie Mathematik. Wie kann man dabei schon wieder ein Politikum draus machen?? Wenn etwas hergestellt wird muß man kalkulieren und der Kalkulation ist es Wurscht ob sie von einem Unternehmer oder einem Gewerkschafter gemacht wird,
Die Preiskalkulation ist nur ein winzig kleines Teilgebiet der Wirtschaft. Und da auch nur der Betriebswirtschaft. Volkswirtschaft, Marketing und rechtliche Rahmenbedingungen kommen zum Beispiel auch noch hinzu. Mit reiner Mathematik kommen Sie in der Wirtschaft nicht weit.

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jo123 04.09.2017, 20:59
9. Großes Manko des Artikels

ist wie von den Vorrednern schon festgestellt, dass es das Fach Wirtschaft und Recht, nicht nur in Bayern, schon lange gibt. Die Darstellung hier verzerrt leider die Realität. Da sollte dringend noch was ergänzt werden.

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