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NRW plant Landarztquote: Wer in die Provinz geht, soll leichter Medizin studieren kön
DPA

Wer später in einer unterversorgten Region praktiziert, hat bessere Chancen auf einen Studienplatz: Nordrhein-Westfalen plant neue Auswahlkriterien für Medizinstudenten.

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DieButter 05.06.2018, 17:56
1.

Vertragsstrafe?
Na, da werden die sich aber ins Hemd machen... Wer einmal seine Approbation erhalten hat, ist nunmal Arzt - Vertragsstrafe hin oder her. Und was der dann macht, ist - der Berufsfreiheit sei Dank - allein sein Bier.

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M-Cyte 05.06.2018, 18:00
2. Die zweite Wahl unter den Medizinstudierenden...

... ist für die Landbevölkerung immer noch gut genug. Auf die Idee, ÄrztInnen auf dem Land einfach einmal besser zu bezahlen, kommt anscheinen niemand.

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hileute 05.06.2018, 18:10
3. sehr sinnvolle idee

nur weil man n 1,0 er Abi hat heißt das nicht das man n guter Arzt wird. so kriegen alle die Chance Arzt zu werden und nach den 10 Jahren kann man ja immer noch in der Stadt praktizieren

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citizen01 05.06.2018, 18:20
4. Vor'm Studium selbst verpflichtet. Und danach?

Vielleicht haben sich dann die Aussichten und Meinung geändert. Wer will dann noch von einem knurrigen Zwangslandarzt versorgt werden, dessen Frau ja auch auf's Land gesetzt ist und eigentlich eine andere Perspektive hatte, vielleicht dort gar nicht berufstätig sein kann. Langfristige Verträge, Geld gegen Einsatz in der Walachei entstehen vielleicht aus der Notlage des Kandidaten und nicht unbedingt seinem freien Willen. Keine gute Lösung.

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sybilvane 05.06.2018, 18:30
5.

Ich könnte mir vorstellen, dass das rechtlich schwierig wird. Immerhin unterschreibt hier ein 18-jähriger einen Vertrag, der frühestens 9 Jahre später (6 Jahre Studium + mindestens 3 Jahre Akutkrankenhaus) fällig wird. Was kann in dieser Zeit nicht alles passieren? Einfachstes Beispiel: man gründet eine Familie mit jemandem, der die Großstadt nicht verlassen kann, weil er z.B Angehörige pflegt. Den Richter will ich sehen, der dann nicht die "Vertragsstrafe" kippt...
@M-Cyte: Ihr Kommentar fußt auf der Vorstellung, dass die "erste Wahl unter den Medizinstudierenden", d.h. die mit den guten Abinoten, später auch die besten Ärzte hervorbringt. Sie würden sich wundern wie viele herausragende Ärzte heute keine Chance hätten, mit ihrer Abiturnote für ein Medizinstudium zugelassen zu werden...

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m.sc. 05.06.2018, 18:33
6. Bedingungen auf dem Land berbessern

Ich halte es für ratsam, die Bedingungen für Landärzte zu verbessern, statt mit irgendwelchen Quoten zu arbeiten.

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ksail 05.06.2018, 18:33
7. Besser bezahlen?

Zitat von M-Cyte
... ist für die Landbevölkerung immer noch gut genug. Auf die Idee, ÄrztInnen auf dem Land einfach einmal besser zu bezahlen, kommt anscheinen niemand.
Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass zu schlechte Bezahlung das größte Problem eines Allgemeinmediziners ist. Laut statistischem Bundesamt hat er einen durchschnittlichen Bruttogewinn (nach Abzug der Kosten, vor Steuern) von 107.000 € pro Jahr.

Ich denke nicht, dass man einfach mehr Geld in das System stecken muss, eher sollte man vielleicht umverteilen. Ob das auf große Gegenliebe bei den Ärzten stößt, weiss ich aber nicht so recht...

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hausfeen 05.06.2018, 18:36
8. Was ein Quatsch. Numerus Clausus runter, Studienplätze verdoppeln.

Das wäre die Lösung. Deutschland, Europa und die ganze Welt hat zu wenig Ärzte. VIel zu wenig. Das liegt vorallem daran, dass die Ärzteschaft sich als ökonomische Klasse versteht und nicht mit jedermann teilen möchte. Der Mangel macht einige wenige reich.
Ach ja. auch weg mit der Professorenquote.

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sicks 05.06.2018, 18:55
9. Quote für Promotionen

Zitat von hausfeen
Das wäre die Lösung. Deutschland, Europa und die ganze Welt hat zu wenig Ärzte. VIel zu wenig. Das liegt vorallem daran, dass die Ärzteschaft sich als ökonomische Klasse versteht und nicht mit jedermann teilen möchte. Der Mangel macht einige wenige reich. Ach ja. auch weg mit der Professorenquote.
Professorenquote? Lol. In keinem Fach kann man so einfahc habilitieren,wie in der Medizin. Da ist fast jeder Prof,was ziemlich amüsant ist ,da die den systemimmanenten Wert nicht verstehen. Ärzte legen ja auch sonst immer Wert auf Staatsferne,wenn es um Transplantationslisten oder Abrechnung geht.

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