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OECD-Experte über deutsches Schulsystem: "Lehrer wie Fließbandarbeiter behandelt"
DPA

Gute Vorsätze fürs neue Jahr? Der OECD-Bildungsexperte Andras Schleicher findet, Deutschlands Bildungspolitiker und Lehrer sollten sich einiges für 2019 vornehmen. Es gebe diverse Missstände.

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dirkozoid 01.01.2019, 15:03
1. Absprechen? Nie im Leben

Lehrer sollen sich absprechen? Das funktioniert doch nicht mal bei Klassenarbeiten, die immer alle in denselben Wochen geschrieben werden und dann ohne Ende Stress in der ganzen Familie auslösen. Und förderlich für die Ergebnisse ist das auch nicht. Wenn nicht mal hier eine Absprache funktioniert, sind die Forderungen des Forschers doch nur fromme Wünsche fernab der Realität...

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monsieurlechef 01.01.2019, 15:06
2.

Ließe man die Lehrer mal in Ruhe arbeiten und würde nicht permanent eine neue Sau durchs Dorf treiben (G8, VERA...), stiege die Qualität des Unterrichts sowie die Zufriedenheit der Kollegen erheblich.

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dasfred 01.01.2019, 15:11
3. Viel geredet und nix gesagt

Was ist den ein guter Lehrer? Ein Lehrer ist meisten irgendeine Art Mensch, den manche gern haben und den andere mal gern haben können. Allein die Sympathie zwischen Schüler und Lehrer hat immensen Einfluss darauf, ob ein Schüler aktiv lernt, oder den Unterricht nur über sich ergehen lässt. Und das betrifft auch noch jeden Schüler einzeln. Da ist es schon wichtig, dass das Material so aufbereitet ist, dass der Schüler auch bei einem schlechten Lehrer erfolgreich arbeiten kann. Es gibt nun einmal keine Qualitätskriterien für gute und schlechte Menschen.

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ulijoergens 01.01.2019, 15:19
4. Seit 40 Jahren die gleiche Leier - die Schüler sind am Ende die Dummen

Schon zu meiner Schulzeit vor gut 40 Jahren wurden die die gleichen Themen immer wieder diskutiert. Die Problemursachen sind immer die gleichen:
- Der Bund kann nichts machen, weil Bildung Ländersache ist
- Dies meisten Länder unterschätzen den Bedarf an Lehrkräften respektive die Schulen arbeiten einfach extrem ineffizient
Seit meiner Kindheit ist die Bildungspolitik ideologisch verbrämt. Politische Positionen verhindern vor allem in den Schulen jeglichen Fortschritt.
Wann hört das elende Lamentieren endlich auf und Bildung wird Bundessache damit die strukturellen Hindernisse endlich beseitigt werden? Das ist doch eine Grundvoraussetzung für einen effizienten und effektiven Schulbetrieb und vor allem für eine bessere Lehrerausbildung. Danach kann der Bund dann auch Autonomie an die Schulen zurückgeben. Der Bund setzt die Leitlinien und die Ziele, die Schule setzt um. Für Schulen, deren Schüler systematisch die Ziele nicht erreichen können dann wirkungsvoll Maßnahmen zur Verbesserung definiert und umgesetzt werden. Anstelle von Ideologien können Danzig Fakten herangezogen werden - Dank bundesweitem Vergleich - anstelle die Verantwortung zwischen Bund, Ländern, Parteien, PHs, Lehrern und Eltern hin- und herzuschieben.
So wie es heute läuft sind doch am Ende die Schüler die Dummen - im wahrsten Sinne des Wortes.

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sagichned 01.01.2019, 15:25
5. Fließbandarbeiter

Warum sollen Fließbandarbeiter es schlechter als die Lehrer haben?

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k-20 01.01.2019, 15:25
6. Sollten lieber mal die Eltern entlasten

Endlos Ferien, Bildungstage, Fortbildungen, Lehrerausflug.. aber auf der anderen Seite nicht genug Zeit um den Stoff durchzubringen... ja schon klar

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jana45 01.01.2019, 15:26
7. er sollte zurücktreten

Es ist beleidigend sich so über Fließbandarbeiter zu äußern. Deren Meinung ist häufig durchaus relevant, damit ein Fließband gut funktioniert. Jeder Mensch und jede ehrliche Arbeit sollten wertgeschätzt werden.

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neonerl 01.01.2019, 15:32
8. Lehrer endlich nach Leistung beurteilen

Wenn ich die Lehrer am Gymnasium meiner Tochter sehe, fordere ich umgehend die Einstellung aller Verbeamtungen von Lehrern und eine strenge Leistungskontrolle. Gemessen an der Zielerreichung der Schüler. Englischlehrer die einen (britischen) Nativspeaker in Englisch eine 3 geben, obwohl das Kind mit großem Abstand besser Englisch spricht wie die Lehrerin, das kann nicht sein. Die Lehrerin ist ja nicht mal in der Lage ihre eigenen Fehler zu erkennen weil ihr Englisch dafür nicht ausreichend ist.
Eine andere sagt einer Schülerin, die in der 9ten Klasse für ein Jahr nach England zum Schüleraustausch geht, daß diese nicht erwarten brauche, daß ihr Englisch im Anschluß besser ist. Wie inkompetent muß diese Lehrerin sein. Sie fürchtet wohl, daß sie dann die Schülerin nicht mehr gängeln kann. Mathelehrer die bewusst Übungsaufgaben für die Vorbereitung zur Schulaufgabe verteilen die nicht in der Prüfung drankommen.
Schuld ist allerdings auch der ganze G8 Blödsinn. Statt bei der Einführung den Lehrplan zu entrümpeln, presst man den teilweise sinnlosen (z.B. Primfaktorzerlegung) Stoff in ein knapperen Zeitfenster und wundert sich, warum die Schüler es nicht verstehen. Wer an die Zukunft denkt, sollte sich mal Gedanken machen, welchen Sinn eine dritte oder sogar eine zweite Fremdsprache in 5-10 Jahren noch macht. Jedes Mobiltelefon wird dann in Echtzeit Übersetzungen in jede beliebige Sprach machen können - ja sogar in und von Latein. Die Zeit könnte in sinnvolles wie Informatik oder Naturwissenschaften investiert werden. Das würde natürlich ganz andere Lehrer erfordern - und so manchen Lehrer eben nicht mehr. Nur wie wird man die desillusionierten, frustrierten und teilweise hinterfotzigen verbeamteten Lehrer los.

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realist4 01.01.2019, 15:38
9. Oecd?

Sind das nicht diejenigen welchen alle suspekt sind, welche nicht nach amerikanischem Schulsystem ausbilden? An was Deutschland krankt ist, dass Schüler, Schulen und Lehrer von Ideologen gegängelt werden, welche alle paar Monate neue tolle Systeme einführen. Seitdem kann keiner mehr das und dass unterscheiden.

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