Forum: Leben und Lernen
Patentstreit: US-Uni verklagt Professor, der Erfindung eines Studenten geklaut haben
AP

Hat er die Forschungsergebnisse eines Studenten für 1,5 Millionen Dollar an die Pharmaindustrie verkauft? Die University of Missouri macht einem Professor schwere Vorwürfe. Diese beschäftigen nun die Justiz.

brutus972 04.03.2019, 18:15
1. Das passiert hier andauernd.

In Deutschland lässt der Professor etwas von den Studenten ausarbeiten, das er dann persönlich als sein Eigentum vermarktet.
In den USA laufen solche Sachen unter Public Domain. So sind Microsoft & Apple etc. groß geworden, indem sie Sachen der Universitäten angewendet und ausgebaut haben. Unsere Politik sollte sich mal überlegen, welches System für das Land besser ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TS_Alien 05.03.2019, 01:02
2.

Zitat von brutus972
In Deutschland lässt der Professor etwas von den Studenten ausarbeiten, das er dann persönlich als sein Eigentum vermarktet. In den USA laufen solche Sachen unter Public Domain. So sind Microsoft & Apple etc. groß geworden, indem sie Sachen der Universitäten angewendet und ausgebaut haben. Unsere Politik sollte sich mal überlegen, welches System für das Land besser ist.
Das passiert hier nicht andauernd. Es gibt einschlägige Gesetze, die das verhindern. Was glauben Sie, wie schnell da jemand seinen Ruf los ist, der so etwas probiert?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haraldbuderath 05.03.2019, 04:10
3. Hochschule und Patenten

Wer bezahlt die Hochschulen und Ihre Angestellten ? Patente die aus Untersuchungen in Hochschulen/Uni entstehen ist immer Eigentum des ganzen Teams, sollten Gelder fließen sollte jeder den gleichen Anteil erhalten nach Abzug aller Kosten für Untersuchungen/Angestellte, es abgeben an Firmen wie Apple,Microsoft sollte sicher nicht der Weg sein, es ist nicht nötig mit Patente und vermeint Geistigen Eigentum Milliardengewinne einzufahren,

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Theya 05.03.2019, 08:45
4. @1

Zitat von brutus972
In Deutschland lässt der Professor etwas von den Studenten ausarbeiten, das er dann persönlich als sein Eigentum vermarktet.
Könnten Sie mal ein Beispiel nennen? Mir ist kein solcher Fall bekannt, aber das mag von Fachbereich zu Fachbereich unterschiedlich sein. Von öffentlicher Hand geförderte Forschung, z.B. von der EU, legt jedoch entgegen Ihrer Darstellung Wert auf die Verbreitung und Verwertung erzielter Forschungsergebnisse, im von Ihnen genannten Bereich IT etwa durch Open-Source-Veröffentlichungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Theya 05.03.2019, 08:54
5.

Zitat von haraldbuderath
Wer bezahlt die Hochschulen und Ihre Angestellten ? Patente die aus Untersuchungen in Hochschulen/Uni entstehen ist immer Eigentum des ganzen Teams, sollten Gelder fließen sollte jeder den gleichen Anteil erhalten [...].
Das ist nicht ganz korrekt: Sie arbeiten als Angestellter ja nicht selbstständig, sondern für Ihren Arbeitgeber. In der Regel fallen diesem daher auch die Verwertungsrechte zu für Entwicklungen, die im Zuge ihrer Tätigkeit für diesen Arbeitgeber entstehen. Ihr Anspruch erstreckt sich lediglich auf Ihren Arbeitslohn - dies gilt sowohl für Hochschulen als auch für die Privatwirtschaft.

Universitäten leben jedoch andererseits davon, Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, auf einschlägigen Fachkonferenzen oder in wissenschaftlichen Zeitschriften. Damit stehen die Ergebnisse natürlich jedermann zur Verfügung, auch Firmen wie Apple und Co., denen es freisteht, solche Ergebnisse aufzugreifen und ggf. weiterzuentwickeln.

Die Steuergelder, mit denen der Bürger die ursprüngliche Forschung mitfinanziert hat, kommen ihm insofern wieder zu gute, als dass er ihm zeitverzögert neue, moderne Produkte zur Verfügung stehen. Dass diese für den Bürger nicht kostenlos, d.h. durch die Steuergeldeiträge bereits abgegolten sind, liegt auch daran, dass Universitäten und Forschungseinrichtungen keine Produkte entwickeln, sondern grundlegende Konzepte und sog. Proofs-of-Concept. Diese dann in Produkte weiterzuentwicken, die allen Ansprüchen und Erwartungen des Kunden sowie den relevanten Gesetzen und Vorschriften gerecht wird, ist die Zusatzleistung der Unternehmen, für die diese auch Geld verlangen dürfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sarang he 05.03.2019, 08:54
6. Es passiert hier nicht andauernd sondern nur zu häufig

Zitat von TS_Alien
Das passiert hier nicht andauernd. Es gibt einschlägige Gesetze, die das verhindern. Was glauben Sie, wie schnell da jemand seinen Ruf los ist, der so etwas probiert?
und es gibt auch nur wenig Unrechtsbewusstsein, weil diese Professoren in de Regel der Meinung sind, dass diese einschlägigen Gesetze lediglich eine lästige Einschränkung ihrer Rechte auf ihr persönliches Eigentum (Lehrstuhl mitsamt Personal und Studenten und wissenschaftliche Ergebnisse) darstellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
st_anja 05.03.2019, 11:45
7. Irrtum

Zitat von TS_Alien
Das passiert hier nicht andauernd. Es gibt einschlägige Gesetze, die das verhindern. Was glauben Sie, wie schnell da jemand seinen Ruf los ist, der so etwas probiert?
das passiert wirklich dauernd. Ich habe selbst mehrfach erlebt, wie Professoren Entwürfe ihrer Architekturstudenten erfolgreich für sich selbst verwendet haben.....völlig legal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefan7777 05.03.2019, 13:50
8. Wer schreibt wohl große Teile der Doktorarbeiten?

Ja der Student hat ja meist auch was davon, aber ich kenne einige die den Doktoranden schon große Teile der Doktorarbeit geschrieben haben, ohne Erwähnung der Urheberschaft. Gerade die aufwendigen Ausarbeitungen, die Zeit kosten.

Und an einige, die mal wieder Urheberrechte nicht von Verwertungsrechten unterscheiden können oder mögen:
Ein Angestellter hat zwar die Verwertungsrechte an seinen Auftraggeber/Arbeitgeber abgegeben, Rechteinhaber und Urheber/Miturheber bleibt er aber trotzdem, diese Rechte sind unveräußerlich!!! Das Mindeste ist eine Erwähnung der Urheber im oder am Werk.

Eine Firma ist insofern immer ein Verwerter und kein Urheber. Durch die Lizensierung ihrer Mitarbeiter/Urheber, wird die Firma aber zusätzlich zum Urheber zum dauerhaften Rechteinhaber. Eine Juristische Firma tut sich in Ermangelung ihrer Körperlichkeit schlicht schwer der Schöpfer/Urheber einer Werkes zu sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
murun 05.03.2019, 20:09
9. Beispiel, wenn auch nur Diplomarbeit (FH)

Zitat von Theya
Könnten Sie mal ein Beispiel nennen? Mir ist kein solcher Fall bekannt, aber das mag von Fachbereich zu Fachbereich unterschiedlich sein. Von öffentlicher Hand geförderte Forschung, z.B. von der EU, legt jedoch entgegen Ihrer Darstellung Wert auf die Verbreitung und Verwertung erzielter Forschungsergebnisse, im von Ihnen genannten Bereich IT etwa durch Open-Source-Veröffentlichungen.
Die Ergebnisse meiner Diplomarbeit (FH) nahm meine Hauptbegutachterin in den 1990ern als Grundlage für ein Buch, welches sie dann unter ihrem Namen veröffentlichte. Wobei mir das in meinem Fall schon vorher klar war, da die Professorin das im Vorfeld angedeutet hatte...

Beitrag melden Antworten / Zitieren