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Pisa-Studie zum Wohlbefinden: Wie ein Abendessen am Familientisch die Leistung der Sc
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Mathe, Deutsch, Naturwissenschaften: Bisher standen bei den Pisa-Studien die kognitiven Leistungen im Mittelpunkt. Jetzt haben Bildungsforscher erstmals die Zufriedenheit der Schüler untersucht.

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akkronym 19.04.2017, 11:34
1. Hör mir auf... nicht zu fassen!

Nicht zu fassen! Nach beinahe Jahrzehnten des Geplärre und Gezerre um Leistungen kommt bei der PISA-Truppe tatsächlich mal jemand auf die Idee, dass es sich bei Schülern um Menschen handelt UND!, dass man diese auch mal fragen kann wie es ihnen eigentlich geht.
SAGENHAFT DIESE PISA TRUPPE! UNSCHLAGBAR!

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FL1962 19.04.2017, 12:06
2. Schleich Di, Schleicher

Was muss eigentlich noch alles passieren, bis der Spiegel merkt, dass Schleicher (der in seinem Leben noch keine deutsche Regelschule besucht hat) einer der Hauptverantwortlichen für die Bildungsmisere in diesem Land ist? Stattdessen wird er als Messias hingestellt und seine PISA-Zahlen als das Evangelium.

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günterjoachim 19.04.2017, 12:40
3. Na sowas!

Binsenweisheiten durch wissenschaftliche Studie erhärtet! Sensationell.

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blitzunddonner 19.04.2017, 12:51
4. der wert des gemeinsamen abendessens bleibt leider unerklärt.

der wert des gemeinsamen abendessens bleibt leider unerklärt. tatsächlich ist es richtig und als lerntherapeut gehört das zu meinen hauptvorschlägen nach fast allen familienscreanings.

erstens essen die kinder mittags zu viel und zu schwer. danach sollten sie eigentlich ihre hausaufgaben machen, was sie im prinzip dann nicht oder nur schlecht können. wenn sich müdigkeit aus- und energie wieder einfinden, stehen schon die freunde vor der tür. selbst schulküchen machen diesen fehler. sie sollten nach schulende das warme essen anbieten und mittags nur snacks, salat und obst.

zweitens sind mittags meist die eltern nicht gemeinsam anwesend. deswegen ist das abendessen auch sozial wichtig. die ganze familie sollte lernen, dass essen nicht nur nahrungsaufnahme, sondern auch eine wichtige kommunikative rolle für die familie darstellt. das kleine soziale medium, ganz analog. handys haben da nix zu suchen.

besser noch kann man es machen, wenn z.b. an den wochenenden auch gemeinsam gekocht wird. mit wachsendem kochwissen, gerne auch reihum abwechselnd. also auch mal die kinder ran lassen.

damit das klappt, müssen meist die mütter die größten psychischen hürden überwinden. der bemutterungstrieb ist meist sehr stark. am stärksten bei alleinerziehenden - da gesellt sich noch das schlechte gewissen dazu, weil man die intakte familie nicht aufrechterhalten konnte. die gefühlte wiedergutmachung gerinnt allerdings zur weiteren beschädigung der kinderseele.

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mapcollect 19.04.2017, 12:54
5. Kausal ?

Man hätte statt dem gemeinsamen Abendessen auch nach dem Einkommen oder Bildungsgrad der Eltern fragen können - da hätte sich eine ähnliche Korrelation herausgestellt. In vielen Familien ist leider kein vernünftiger Input von den Eltern zu erwarten - da hilft auch kein gemeinsames Abendessen. Wichtiger ist es die Kinder aus diesen Haushalten frühzeitig zu erkennen und gezielt zu fördern.

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Ein Zürcher 19.04.2017, 13:38
6. Negative Wahrscheinlichkeiten?

Wie soll denn eine Wahrscheinlichkeit, die nur Werte zwischen 0 und 1 annehmen kann, um einen negativen Faktor steigen oder sinken? Zwei der Grafiken sind offensichtlich Unfug. Wenn man so etwas im Spiegel sieht, wundert man sich bestimmt nicht über Pisa-Ergebnisse...

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seelion 19.04.2017, 14:21
7. Soll ich lachen oder weinen ...

... dass die erziehungswissenschaftliche Forschung jetzt zur Erkenntnis gelangt ist, dass es Kindern, die von ihren Eltern wahrgenommen werden, deren Eltern sich für sie interessieren und sie wertschätzen, eine bessere Ausgangsbasis für schulischen Bildungserfolg haben?
So eine Binsenweisheit ist die große Neuigkeit nach Auswertung einer extrem aufwändigen und teuren internationalen Studie? Wie schade und frustrierend - aber immerhin wurden meine persönlichen Vorurteile über derartige Studien und die Erziehungswissenschaft mal wieder voll bestätigt.

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svizzero 19.04.2017, 14:25
8. Ich warte auf weitere Erklärungen

Nun muss natürlich noch abgeklärt werden, was beim gemeinsamen Essen verzehrt wird. Gibt es Unterschiede zwischen Karnivoren, Vegetariern und Veganern? Was haben Bioprodukte für einen Einfluss? Wie sieht es aus betreffend Red Bull, Apfelsaft, Grüntee und Leitungswasser? Welche Themen werden am Tisch besprochen? Ist das Handy während der Mahlzeit ein- oder abgeschaltet? Läuft der Fernseher, der Radio, oder gar nichts? Wird an einem sauber gedeckten Tisch gegessen? Ist das Besteck aus Silber oder nicht? Flackert eine Kerze, oder wird die Szenerie von Sparlampen, oder gar Neonröhren beleuchtet? Ja, ja. Es gibt noch viel zu erforschen. Also, bitte schön, her mit der dazu notwendigen Kohle. Die Wissenschaftler müssen Arbeit haben, wenn sie nicht gerade auf der Strasse protestieren.

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dickebank 19.04.2017, 14:25
9. doch, wird erklärt

Zitat von blitzunddonner
der wert des gemeinsamen abendessens bleibt leider unerklärt. tatsächlich ist es richtig und als lerntherapeut gehört das zu meinen hauptvorschlägen nach fast allen familienscreanings. erstens essen die kinder mittags zu viel und zu schwer. danach sollten sie eigentlich ihre hausaufgaben machen, was sie im prinzip dann nicht oder nur schlecht können. wenn sich müdigkeit aus- und energie wieder einfinden, stehen schon die freunde vor der tür. selbst schulküchen machen diesen fehler. sie .....
Er liegt in der Wertschätzung der Arbeit/Leistung der Kinder. Die Eltern geben diesen Gelegenheit, sich über ihren Tag auszutauschen und von ihrer Arbeit in der Schule zu berichten. Hierin liegt der Wert der gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten für den Bildungserfolg.

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