Forum: Leben und Lernen
Plakataktion 1967: "Frech, gewaltlos, nicht ohne persönliches Risiko"
DPA

Vor 50 Jahren enthüllten zwei Studenten an der Uni Hamburg ein schwarzes Transparent. Es wurde zum Symbol der Studentenbewegung. Hier erzählt einer der Akteure, wie es dazu kam.

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rjb26 09.11.2017, 08:20
1. nun ja

seit damals ist vieles anders geworden.
der Verfassungsschutz hat anschliessend jeden auffälligen Studenten überwacht.....und DiMisere will jetzt am liebsten jeden und das per allgegenwärtigem Video überwachen und zusammen mit dem Rest der Merkel Gang am liebsten noch die Wahlen abschaffen

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Motorpsycho 09.11.2017, 08:29
2.

Tja, und heutzutage haben die Studenten den Muff unter ihrer Kleidung, verhindern Kunst an der Hochschule (siehe aktuell in Göttingen) und sind prüder als die Elterngeneration der 68er. Linke Studenten verteidigen heute, was linke Studenten damals bekämpften.

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rabbijakob 09.11.2017, 08:46
3. Kommentar zu Nr 1...

... die Überwachung ist Wunsch des Bürgers. Der Sicherheitswahn fordert seinen Tribut. Hinter jeder Ecke ein arabischer Terrorist. Und warum sollte die Regierung die Wahlen abschaffen wollen? Es ist doch die 4 jährige Legitimation für Korruption und der Betrug am Wähler. Eine Illusion alle 4 Jahre etwas ändern zu können. Das Farbengemisch wird nur neu geordnet, ansonsten immer die gleichen Themen ohne Ergebnisse oder wirkliche Änderungen.

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jujo 09.11.2017, 09:19
4. ...

Seinerzeit waren solche und ähnliche Aktionen in der Regel folgenlos für das weitere Berufsleben. Hatte man seinerzei den Hauptschulabschluss und mehr, bis zum Studiumabschluss, hatte man quasi die Jobgarantie in der Tasche. Selbst die Soziologen wurden nicht arbeitslos. die wurden Taxifahrer :-)

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bicyclerepairmen 09.11.2017, 10:15
5. Warum fehlt im dem Artikel die eigentliche und...

...vollumfängliche Bestätigung dieser Aktion, also der Ausruf bzw. die Reaktion des Uni Ordinarius Spulers:
" Sie gehören alle ins Konzentrationslager" ?

Denn genau dieser Spruch beschreibt doch die durchaus gängige und übliche Geistehaltung viel zu vieler auf die damals einfach reagiert werden musste. Egal was man den sogenannten 68ern in der Vergangenheit oder auch jetzt unterzuscheiben versucht....

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Stäffelesrutscher 09.11.2017, 10:48
6. Was auch noch fehlt

SPON hätte ruhig erwähnen dürfen, dass der Akt am Jubiläumstag öffentlich gewürdigt wird: am historischen Ort im Audimax, ab 18 Uhr.
http://www.asta-uhh.de/aktuelles/detail/veranstaltungshinweis-heute-vor-50-jahren-unter-den-talaren-muff-von-1000-jahren-studentenp/
Pressemitteilung der Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte der Universität Hamburg und des Allgemeinen Studierendenausschusses der Universität Hamburg am 3.11.2017

Prof. Dr. Rainer Nicolaysen im Gespräch mit Staatsrat a. D. Gert Hinnerk Behlmer, Dr. Helga Kutz-Bauer und Franziska Hildebrandt am 9.11.2017, 18 Uhr im Audimax 1 der Universität Hamburg (Von-Melle-Park 4)

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Japhyryder 09.11.2017, 13:02
7. 68er

Persönlich bin ich den 68ern sehr dankbar. Es ist ja nicht nur so, dass sich durch sie an den Universitäten vieles änderte, sondern gesamtgesellschaftlich. Und das war dringend notwendig. Allerdings war es kein "Easy going-Spaziergang. Und manche Wege waren verhängnisvolle Sackgassen und erwiesen sich im wahrsten Sinne als "Dead end Road". Aber insgesamt wurde enorm viel bewegt. Ich sage vielen von denen: Danke! Super! Klasse, dass es Euch gab.

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scoopx 09.11.2017, 18:17
8. Studenten..

..hatten damals beim sogenannten "einfachen Volk" keinen guten Ruf. In der Sendung "Mainz wie es singt und lacht" in der Karnevalssaison 1967/68 brachte ein Büttenredner folgenden "Witz": Warum stehen Studenten um 6 Uhr auf? Antwort: Weil um halb 7 die Geschäfte zu machen. (Das waren noch die alten Ladenschlußgesetze).

Der Saal tobte. Umso erstaunlicher ist im Nachhinein, wie es die paar Studenten geschafft haben, Autorität, Moral und Sitte so vollständig zu vernichten, daß heute selbst Konservativen wie Björn Höcke die deutsche Vor-68-Welt so fremd wäre wie Saudi-Arabien. Allein der christlich-restaurative Gesinnungsdruck dieser Jahre würde ihm vorkommen wie islamischer Fundamentalismus.

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jujo 09.11.2017, 19:24
9. ....

Zitat von scoopx
Der Saal tobte. Umso erstaunlicher ist im Nachhinein, wie es die paar Studenten geschafft haben, Autorität, Moral und Sitte so vollständig zu vernichten, daß heute selbst Konservativen wie Björn Höcke die deutsche Vor-68-Welt so fremd wäre wie Saudi-Arabien. Allein der christlich-restaurative Gesinnungsdruck dieser Jahre würde ihm vorkommen wie islamischer Fundamentalismus.
Ich habe von 68-73 mit Unterbrechung in HH studiert. Ich habe aus dieser Zeit mitgenommen, den aufrechten Gang, mich nicht von sogenannten Autoritäten bevormunden zu lassen, gelernt das diese auch nur mit Wasser kochen. Meine Moral und mein sittliches Verhalten haben nicht gelitten. Für mich hat sich in den vergangenen 50 die Meinung verfestigt, das die Autoritäten damals wie heute ohne Moral und Sitte glauben sich alles erlauben zu können, korrupte Opportunisten. Beispiele erspare ich mir, es wäre eine lange Liste.

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