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Preisanstieg: Studenten müssen in den meisten Städten mehr Miete zahlen
DPA

Wohnen ist für Studenten in den meisten Hochschulstädten deutlich teurer geworden. Besonders angezogen haben die Preise laut einer Untersuchung in Berlin. Am teuersten ist aber eine andere Stadt.

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trex#1 08.10.2018, 07:57
1.

Wie wäre es mal mit dem Bau von Studentenheimen? Damit sich die Studenten auf ihr Studium konzentrieren können, dem Arbeitsmarkt möglichst schnell zur Verfügung stehen und nicht für die Miete jobben müssen.
Die Wohnungsnot darf nicht zu einem sozialen Ausschluss von Kindern aus Arbeitnehmerhaushalten mit normalem Einkommen vom Studium werden.
Aber dazu äußert sich kein Politiker, von Handeln ganz zu schweigen.
Noch interessanter ist, dass sich die Studenten heutzutage noch nicht einmal politisch dagegen wehren.

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zoon.politicon 08.10.2018, 08:14
2. Die Regierung auf Trab bringen

Ein Skandal, begünstigt v.a. durch Wohnungs-Konzerne, die Börsennotiert sind und die Mieter nach schlechtester Kapitalistenart auspressen u.v.a..
Die Folgen sind eine Verstärkung der sozialen Schere: nur die obere Mittelschicht und Oberschicht kann sich das Studieren ihrer Kinder leisten, die Anderen werden abgehängt u.a..
Und die Politik hat hier ziemlich alle Fehler gemacht, die man machen kann, vor allem den Lobbyisten das Feld völlig überlassen.
Steht das Recht auf Wohnung nicht auch im Grundgesetz? Vielleicht können, ähnlich wie beim Thema Schadstoff-Ausstoß von KFZ, mal die Gerichte die Regierenden auf Trab bringen.

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gumbofroehn 08.10.2018, 08:22
3. Aus meiner Sicht kein Aufreger-Thema.

Da es in Deutschland traditionell für die Arbeitsmarktchancen weitaus wichtiger ist, welches Fach man studiert hat und die konkrete Hochschule nur eine untergeordnete Bedeutung hat (gerade in den Feldern mit hohem Fachkräftebedarf), gibt es für Studienbewerber eigentlich eine ganz einfache Lösung: Ab in die Provinz ... ;-)

Habe ich selber gemacht, hat mir nicht geschadet.

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Crom 08.10.2018, 08:23
4.

Wenn sich angeblich nur noch Reiche oder die Oberschicht ein Studium leisten können, warum gibt es dann immer mehr Studenten oder ist die Oberschicht so stark angestiegen?

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napoleonwilson 08.10.2018, 08:24
5. Studenten....

Richtig wäre wohl: in 95% der Fälle, die Eltern der Studenten müssen mehr Miete zahlen. Nur zur Info. Ich bin ebenfalls betroffen.

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gaovi 08.10.2018, 08:41
6. @4 Weil sich der Rest himmelhoch verschuldet...

... ich selbst komme aus einer Familie, bei der die Eltern ein monatliches Bruttoeinkommen von (gemeinsam) keinen 4000? haben. Dazu kommen deren Schulden von Haus, Auto, Küche,... das übliche eben. Das BAföG Amt hat ausgerechnet und beschlossen, dass meine Eltern monatlich 1034? für mich erübrigen können und ich somit keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung habe. Ich studiere ebenfalls in einer der teuersten Universitätsstädte Deutschlands, weil es mein Fach nur hier und in der Schweiz gibt. Um das zu meistern gehe ich arbeiten und habe einen Studienkredit. Wenn ich fertig mit studieren bin darf ich also erstmal selbst eine gigantische Summe abzahlen. (und das, ob ich einen Job habe oder nicht, was bei vielen dazu führt irgendeine Stelle anzunehmen, womit man Armut und mittelmäßigkeit unter den sozialen Unterschichten nur weiter begünstigt) Wenn ich nicht 500? für ein WG-Zimmer zahlen müsste, weil die Regierung endlich eine vernünftige Mietpreisregelung einrichten würde, bliebe mir der meiste Stress erspart.

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Lagrange 08.10.2018, 08:50
7.

naja also da sind ja wohl eindeutig die Länder und Gemeinden dran schuld. Mehr Studentenwohnheime bauen, dann kann man die auch zum günstigen Preis anbieten.
Dass Vermieter versuchen die höchstmögliche Miete zu erzielen ist ja wohl verständlich. Das macht jeder Supermarkt oder Geschäft ja auch

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smartphone 08.10.2018, 09:03
8. Bildung als Fehlinvestion

Das Problem ist mehrseitig zu betrachten. die Mieten nähern (!) sich immer noch zu langsam den realen Hausinvestkosten an. Im Weiteren sollte sich JEDER (Möchtegern)student(in) genau überlegem, wie er je mit so nem Studium je soviel Geld verdienen wird, wie es eigentlich sien sollte...ein MINT Einstiegsgehalt müßte hochgerechnt ggüb zB vor 20-25 Jahren längst sechsstellig sein real meint man diese auf Renigungskraftniveau zu setzen udn dann immer noch laut vom FKM zu jammern. . Die Mieten sind also nicht das eigentlich Problem sondern ua. auch die lausigen Gehälter der Eltern, so man nicht gerade Diätenbezeiher in Berlin ist .... Offengesagt ist das einzige, was sinnvoll ist ein Dualstudium ( EDUC

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l/d 08.10.2018, 09:11
9. Vorsicht, ich bin Idealist!

In den rasant steigenden Mieten, die ich gerade mit meiner Nichte aus Frankreich erlebe, die an der TU-München ihr Studium aufnimmt, zeigt sich meines Erachtens der Wandel innerhalb der Gesellschaft.
Versteht man den Studierenden als späteres Glied der Gesellschaft, das diese zusammenhalten und vorwärts bringen soll, dann wäre es Aufgabe jedes einzelnen, der die Möglichkeit dazu hat, dafür zu sorgen, dass die Studenten preiswerten Wohnraum haben.

Man hilft jenen, die morgen der Gesellschaft helfen sollen.
Doch von solch einer idealistischen Einstellung ist in unserer Gesellschafts nichts geblieben, wenn es solch ein Verstehen des Studierenden und der Universität je gab bei uns. Heute ist der Student eine Möglichkeit, aus übelstem Wohnraum noch eine Menge Geld ohne jede Anstrangung zu ziehen und der Studierende versteht sich auch nicht mehr als künftiger Unterstützer der Gesellschaft.

Es geht nur noch um den eigenen Anspruch, bei allen, und darum, bei Wahlen irgendein Fähnchen zu schwenken, das diesen eigenen Ansprüchen möglich wenig Steine in den Weg legt. Vom H4-Consumer bis zum Elitedenker. Und ich fürchte, ich ahne, woran Platon, der wohl größte Philosoph seinerzeit gescheitert ist. Nicht an hohen Mieten, sondern an dem, was dahinter steht.

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