Forum: Leben und Lernen
Programmierer-Hochschule in Berlin: "Was eigenes aufmachen. Und reich werden"
SPIEGEL ONLINE

Die private Code University in Berlin will die künftige digitale Elite ausbilden. Das Studium ist teuer, die Vernetzung mit der Wirtschaft eng - die Begeisterung auf dem Campus trotzdem groß.

Seite 1 von 3
br0iler 19.12.2017, 13:53
1. Was Eigenes auf machen und reich werden - nicht in Deutschland

Was Eigenes auf machen und reich werden - nicht in Deutschland. Erstens weil es in D viel zu schwer ist an (Risiko)Kapital zu kommen um eine Firma zu Gründen. Mit einer tollen Idee oder besonderen Fähigkeiten gründet sich noch keine Firma/StartUp. Wenn doch, muss dieses Unternehmen erstmal lebensfähig sein und sich mind. selbst tragen. Wenn dann DAS EINE StartUp von 50 überlebt und auch noch Gewinn machen sollte, hält der Staat nicht eine Hand auf, sondern beide Hände mit Taschen dran.
Hinzu kommt, das gerade in der IT viele fähige Nerds sozial inkompetent sind. D.h. die Idee und auch die Umsetzung noch keinen Geschäftsmann macht und das "Produkt" gewinnbringend an den Markt bringen kann. Hinzu kommt noch das der Weg der Selbständigkeit in D mit vielen Steinen belegt ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
_citizen_ 19.12.2017, 14:14
2.

Das sind also die Arbeitnehmer von morgen:))

Beitrag melden Antworten / Zitieren
smartphone 19.12.2017, 14:18
3. 55000 ach so Gesuchte...

Dann lassen Sie uns diese Zahl mal genau analysieren, wie diese zustande kommt. Eine Firma hat 1 echte Vakanz, man geht optimisch von 2,5 möglichen aus ....diese geht an 10 Headhunter, die "Ihren" Job als Einzigartig verkauft.... aber in Wirklichkeit es immer derselbe Job ist...Also 1x 2,5x 10 = 25 . Jetzt kommt eine gewisse BiTKOM die dies mit Ihrem frei erfundenen nirgends profundiertem Faktor 7,5 multipliziert
Also 25 x 7,5 == 180 . Es wird von 55000 gesprochen also man dividiere 55000 / 180 macht rund 300 Jobs BUNDESWEIT . Es werden also effektiv schlappe 300 Leute gesucht bundesweit, was man getrost mit statistischem Rauschen sehen kann, ob das 300 , 250 oder 500 sind ...mit dem 180er Faktor generiert man wundersame Zahlen.....die natürlich nicht a mit der Absagekultur der Firmen, deren Jugendwahn udn vorallem der lausigen Bezahlung in Korrelation stehen .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ScOuRgE_ 19.12.2017, 14:21
4.

Mittlerweile nehmen die letzten Auswüchse des Neoliberalismus aber wirklich esoterische Züge an. In den letzten Jahren gab es hinreichend Risikokapital für einen ganzen Haufen von IT-Start-Ups in Berlin und in den kommenden Jahren wird diese Blase platzen, da nur die wenigsten von ihnen ein tragfähiges Geschäftsmodell aufweisen und schwarze Zahlen schreiben. Dass man hingegen vor einer "Nerdisierung" der Hochschulen warnt, weil dort offensichtlich zu kompetente Fachkräfte ausgebildet werden, die schon zu eigenständig sind und keine "marktkonforme" Intelligenz aufweisen, ist wirklich an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
waco 19.12.2017, 15:19
5. Neidisch oder verblendet?

Wenn ich mir hier die Kommentare meiner Mitschreiber hier so durchlese frage ich mich ob einfach die Nähe zur Realität fehlt oder ob der Neid nichts selbst so studier haben zu können vorherrscht. Gesunde Skepsis ist sicher angebracht aber ein solches Konzept von Anfang an klein zu reden halte ich für wenig konstruktiv.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 19.12.2017, 15:45
6.

Tja, vor 50 Jahren war das Ziel noch, das Land und die Gesellschaft voran zu bringen, etwas aufzubauen, von dem möglichst viele profitieren. Jetzt will man nur noch reich werden. Zu wenige Einsen, zu viele Nullen und überall nur SIMD.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gruebi01 19.12.2017, 15:49
7. Scheinbar geht die Mehrheit der Studenten nicht davon aus,...

…nach dem Studium "reich" zu werden, denn schon ab ca. 40.000 per annum lohnt sich die von ihnen gewählte Finanzierung der Studiengebühren nicht mehr. Wieviele Semester umfasst denn der Batchelorstudiengang und was ist, wenn Studenten - aus welchen Gründen auch immer - ihr Studium vorzeitig abbrechen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 19.12.2017, 15:51
8. ...

"Unternehmen brauchen Praktiker", stellt Projektpartner Trivago genauso klar wie der Geschäftsführer des Bereichs Strategy & Data bei der Digitalagentur SinnerSchrader.

Unternehmen brauchen vor allem hochmotivierte, billige, Programmiersklaven, die sich selbstausbeuterisch blenden lassen, bei solchen grossartigen Aktionen mitmachen, dafuer auch noch bezahlen, aber am Ende leer ausgehen, wenn sie wirklich ueber eine gute Idee stolpern, und wenn nicht, ausgebrannt weggeworfen werden koennen. Human Resources eben. Im Falle einer guten Idee wird diese sicher fuer lau oder ein paar Brosamen von den professionellen Entwicklern der beteiligten Firmen aufgegriffen, und die eigentlichen Entwickler werden mit dem Baellebad abgespeist. Frueher, in vordigitalen Zeiten, gab es mal die Sendung Nepper, Schlepper, Bauernfaenger. Ungefaehr so klingt dieses Studienangebot.

Nebenbei. Steve Jobs, Mark Zuckerberg, oder irgendein anderer echter Tech Guru waren auf keiner Code Factory. Die haben von Anfang an peinlich darauf geachtet, dass keine aussenstehenden Firmen, Professoren, oder sonstwer ihre Geschaeftsidee adaptiert. Die haben lieber ein paar Jahre aermlich gelebt, sich das Wissen selbst erarbeitet, und dann von am Ende auch wirklich die Resultate selbst genossen. Vor allem aber haetten sie, waeren sie in Deutschland geboren worden, vermutlich eher das Land verlassen, bevor man irgendeine Firma gruendet. Deutschland ist das letzte Land auf der Erde, wo man das im Tech Bereich tun sollte. In einigen afrikanischen Laendern sind die Bedingungen vermutlich besser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gweihir 19.12.2017, 15:53
9. So so, "reich werden"

Kein guter Ingenieur ist jemals aus so einer "Vision" enststanden. Was es devinitiv nicht braucht ist noch mehr schlechte Coder, diesmal mit riesigem Ego.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3