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Quiz : Warum sind Linkshänder in Zweikämpfen überlegen?
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Einer der berühmtesten "Lefties" war der römischer Kaiser Nero. Zum Tag der Linkshänder haben wir skurrile Fakten aus der eingeschworenen Gemeinschaft zusammengetragen. Testen Sie Ihr Wissen im Quiz.

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stoffi 13.08.2018, 10:23
1. Mann Mann

Ich bin ein geborener Linkshänder und wurde in den 50ger Jahren noch selbstverständlich auf rechts getrimmt. Heute kommt es mir zu gute, das ich eigentlich beidhändig bin. Wie wohl die meisten Linkshänder damals, habe auch ich immer wieder alles links gemacht, wenn keiner hinsah.

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andreasbln 13.08.2018, 10:28
2. mehr Verständnis ?

Ich bin 53 und mir wurde nie der Stift in das "schöne" Händchen gelegt oder sowas. Die einzige Extrawurst an die ich mich erinnere ist, dass ich bereits nach kurzer Versuchsphase von Füller auf Kuli umsteigen durfte.. muss so 2. Klasse gewesen sein, weil einfach alles verschmierte. Das war's. Ansonsten war es beim Tischtennis und Tennis ein klarer Vorteil und Linkshänderutensilien sind sowieso Käse. Man wird unflexibel. Ich habe das Linkshändersein immer als Privileg empfunden und nicht als Last. Also brauche ich kein Verständnis... diese angedeutete Opferrolle ist abwegig.

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lachina 13.08.2018, 11:42
3. Hierzulande kein Problem mehr,

aber in vielen Kulturen , besonders dort, wo man eine "Esshand" für die gemeinsame Schüssel hat, ja.
Linkshänderutensilien sind nur teilweise unsinnig, ich empfehle linkshändigen Schülern Linkshänderfüller, Scheren und Linkshänderschreibblöcke.

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Astorek86 13.08.2018, 12:51
4. Verständnis, mehr wird nicht verlangt

Verständnis zu zeigen muss nicht zwangsläufig eine Abdrängung in eine "Opferrolle" bedeuten, oder sonstwie einen "Status" zu haben. Es reicht schon, wenn manche Menschen ihre Ignoranz ablegen und akzeptieren, dass es auch Menschen mit einer anderen Primärhand gibt.

Ich für meinen Teil bin in einer eher ländlichen Gegend aufgewachsen; der Rektor meiner Schule hielt es für eine gute Idee, im Werksunterricht jedem Schüler die Nähmaschine näherzubringen. Was die Lehrer aber ums Verrecken nicht verstanden haben, war, dass es für einen Linkshänder vielleicht angenehmer wäre, die Maschine an der anderen Seite zu bedienen und einen "Knoten im Kopf" bekommen, wenn man das Kleidungsstück "falschrum" durchzieht. Der Lehrer wusste das nicht, beschimpfte mich aber als "zu blöd, um eine Maschine zu bedienen, was selbst Narren können". Als noch junger Teenager mit einem von sich selbst überzeugendem Lehrer kommt man auch nicht unbedingt von selbst drauf, dass das eher an einer anderen Händigkeit liegt (war, wenn ich mich richtig erinnere, der einzige Linkshänder in meiner Klasse) und sucht die Schuld lieber bei sich selbst, statt die Lehrmethoden anzuprangern...

Die Generation vor mir wurden ja quasi gezwungen, ihre Linkshändigkeit aufzugeben und es ist wohl wissenschaftlich bewiesen, dass sowas in manchen Fällen recht heftige psychische und neurologische Auswirkungen haben _können_. Es gibt Fälle von Menschen, die scheinbar ohne körperliche Ursachen in der Schule angefangen haben, zu stottern und Nachts ins Bett zu machen, und - nachdem aufgehört wurde, die rechte Hand als Primärhand zu erzwingen - wieder völlig altersgerecht und unauffällig waren.

Also ja, ich für meinen Teil bin sehr froh dass es diesen Tag gibt und nicht unter den Bedingungen aufgewachsen bin, die eine Generation vor mir erlebt hat.

Schön, dass es für einige Menschen nicht solche enormen Folgen hatte, aber diese Menschen gab es und der Tag soll daran erinnern, dass sowas hoffentlich nicht wieder vorkommt...

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willi.thom 13.08.2018, 13:05
5.

ich bin absoluter Linkshänder, und wurde in der Grundschule solange geohrfeigt, bist ich mit der echten Hand schrieb: unleserlich bis heute, damals mit vielen Fehlern. Vor dem Studium mußte ich eine Lehre im Stahlbau machen. Erst wurde ich verlacht, dann war ich sehr gefragt, denn ich konnte an schwierigen Stellen arbeiten, z.B. schweißen, wo niemand so einfach herankam. Mein Sohn ist auch Linkshänder, für ihn habe ich eine Schule gesucht, wo er mit der linken Hand schreiben lernen konnte. Heute kann man ja fast alles für Linkshänder kaufen, damals mußte ich noch bei meinem Banjo die Saiten umspannen.

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Havel Pavel 13.08.2018, 13:16
6. Sieh mal an welche Probleme es so gibt

Zitat von andreasbln
Ich bin 53 und mir wurde nie der Stift in das "schöne" Händchen gelegt oder sowas. Die einzige Extrawurst an die ich mich erinnere ist, dass ich bereits nach kurzer Versuchsphase von Füller auf Kuli umsteigen durfte.. muss so 2. Klasse gewesen sein, weil einfach alles verschmierte. Das war's. Ansonsten war es beim Tischtennis und Tennis ein klarer Vorteil und Linkshänderutensilien sind sowieso Käse. Man wird unflexibel. Ich habe das Linkshändersein immer als Privileg empfunden und nicht als Last. Also brauche ich kein Verständnis... diese angedeutete Opferrolle ist abwegig.
Sie hätten auch stattdessen auf Arabisch schreiben können, also von rechts nach links dann um die Tinte nicht zu verschmieren. Wie halten es eigentlich die Araber dabei, dort sind doch gewiss nicht alle Linkshänder und die Mehrzahl der Schüler hat doch dann Probleme beim Schreiben mit Tinte. Habe gerade keinen Araber zur Hand den ich fragen könnte.

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chillervonnatur 13.08.2018, 13:45
7. #MeLeft

In unserer heutigen Zeit muss man sich fast wundern das es noch keine paramilitärische Linkshänderbewegung gibt. Wann wird die unsägliche Diskriminierung, z. B. beim Handschlag (stehts rechts) aufhören und werden wir uns einfach Seitenneutral die Stirn aneinanderkloppen?

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kelcht 13.08.2018, 14:16
8.

Ich musste in den 90er ein Werkstück noch mit einer Rechtshänder-Schere ausschneiden das Resultat war eine 6 im Werkunterricht. Auch ergreifen Linkshänder häufiger kreative Berufe nicht weil sie kreativer sind sondern weil es in kreativberufen Toleranter zugeht.

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Knossos 13.08.2018, 14:29
9.

Das Photo mit dem Telephonierenden gehört nicht in die Charakteristik von Linkshändern. Denn mit Links telephoniert alle Welt, da unsere Lauscher unterschiedlich justiert sind.
Das rechte Ohr ist Wächter vor knisterndem Geäst anschleichender Säbelzahntiger und Höhlenbären, das linke indessen auf Frequenzen spezialisiert, der wir uns zur Kommunikation untereinander bedienen, und die -wenn mich nicht täuschend- vorwiegend um 800 bis 3000 Hz angesiedelt sind.

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